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01.03.08Leser-Kommentare

Schritt für Schritt seinen Traum verwirklichen

Jeder von uns hat Träume, die er gerne verwirklichen würde. Für viele bleiben es aber Träume, weil sie keine Zeit finden, sie wirklich zu verfolgen. Das ist schade, denn es gibt einen Weg, wie man seinem Traum Schritt für Schritt näher kommen kann.

Eines der wichtigsten Prinzipien von Getting Things Done ist, immer und überall etwas zum Notieren dabei zu haben, damit keine Ideen verloren gehen. Normalerweise notiert man die Idee nur in einem kurzen Stichwort auf einen Zettel, legt diesen dann in den Eingangskorb und verarbeitet ihn dann beim Leeren des Eingangskorbes. Mehr darüber erfahrt Ihr in den Artikeln "Alles muss raus" und "Zen To Done (Teil 4): Gewohnheit 1: Sammeln".

Das selbe Prinzip kann man etwas angepasst auch dazu benutzen, seinem Traum schrittweise näher zu kommen. Wenn ich hier von Traum spreche, meine ich damit all das, was man gerne haben oder tun würde, von dem man aber nicht genau weiß, wie man es erreichen kann. Besonders geeignet sind Dinge, die man gerne tun würde - wie beispielsweise ein Buch schreiben, eine neue Karriere finden, neue Einkommen erschließen, anderen Menschen helfen. Viele Leute wissen jedoch gar nicht, was eigentlich ihre Leidenschaft wäre. Sie leben ihr Leben einfach, wie's kommt, und haben sich damit abgefunden (falls Du auch zu diesen Menschen gehörst, dann empfehle ich Dir den Artikel "Zen To Done (Teil 13): Gewohnheit 10: Finde Deine Leidenschaft"). Andere wissen zwar, was sie gerne tun würden, aber sie kommen nicht dazu, diesen Traum ernsthaft zu verfolgen: Die Leidenschaft geht im Alltag unter. Doch dem kann abgeholfen werden:

Schreibe in einem ersten Schritt Deinen Traum auf. Es geht um einen Traum, muss also kein konkretes Ziel sein. Der Traum kann noch unspezifisch, unkonkret und schwammig formuliert sein. Beispielsweise: "Anderen Menschen helfen", "ein Buch schreiben", "mich selbständig machen". Schreib Deinen Traum auf, entweder als Titel auf einem Blatt, auf einer speziellen Seite in einem Notizbuch, als Thema in einem Mindmap oder in ein Word-Dokument. Wie und wo spielt kein Rolle. Wichtig ist nur, dass das Blatt oder die Datei schnell verfügbar ist. Deshalb ist es vielleicht besser, wenn Du es auf Papier aufschreibst. Ein Zettel oder ein Notizbuch ist immer verfügbar. Der Witz daran ist nun nämlich der, dass immer, wenn Dir etwas Neues oder Zusätzliches zu dem Traum einfällt, Du es sofort festhältst. Es geht nicht darum, einen perfekten Plan zu erstellen, sondern Deinen Traum schrittweise zu konkretisieren. Streiche deshalb ruhig durch, wenn etwas nicht mehr stimmt, verbinde ähnliche Elemente mit Pfeilen, benutze Symbole und nimm verschiedene Farben. Für dieses Vorgehen eignen sich Mindmaps natürlich hervorragend. Aber wenn Du noch nie mit Mindmaps gearbeitet hast, dann schreibe lieber am Stück oder in Stichworten. Wichtig ist nur, die Idee oder ein Detail sofort zu notieren. Du musst nicht den Umweg über den Eingangsort machen, wie das sonst bei GTD üblich ist.

Je mehr Du Dich mit Deinem Traum beschäftigst und je mehr Details Du hinzufügst, desto eher stößt Du auf Fragen, die Du klären musst: Was konkret möchte ich machen? Was kostet mich das Umsetzen des Traum? Wie viel Zeit erfordert es? Könnte ich vielleicht davon leben?

Irgendwann wirst Du genug Details zusammen getragen haben, um den nächsten Schritt festzulegen. Das kann ein kleiner Schritt sein wie "Portfolio für eigenes Geschäft definieren" oder "Inhaltsverzeichnis meines Buch skizzieren". Zögere aber nicht, diesen Schritt festzuhalten und umzusetzen. Denn nur so wird sich Dein Traum irgendwann erfüllen. Wenn Du den ersten Schritt erledigt hast, dann definiere direkt den nächstem Schritt und führe auch den aus.

Der Vorteil bei diesem Vorgehen ist, dass man es sehr gut in einem gedrängten Alltag durchführen kann. Egal, um was für einen Traum es sich handelt, Du bleibst dran und kommst dem Ziel Stück für Stück näher. Falls Du einmal im Alltag so eingespannt bist, dass Du keine Zeit für die nächsten kleinen Schritte findest, dann ist das nicht schlimm. Notiere weiterhin Deine Ideen, damit sie nicht verloren gehen. Wenn Du wieder mehr Luft hast, kannst Du die nächsten Schritte immer noch erledigen. Es geht hier schließlich um einen Traum, da kann der Weg auch mal dauern. Wichtig ist, keine Ideen zu verlieren, immer wieder den nächsten Schritt zu definieren und dann auszuführen. Dann bist Du auf dem besten Weg!

Kommentare

  • Rolf F. Katzenberger

    01.03.08 (21:36:15)

    Ivan, toller Artikel! Noch ein Vorteil dieser Vorgehensweise: man kann mit anderen seine Notizen durchgehen, auch wenn sie noch unausgegoren sind - wenigstens ein bisschen "Fleisch" ist ja schon um die Hauptidee drumherum entstanden. So läßt sich GTD auch um die Perspektive der Teamarbeit ergänzen. Das Konzept wurde schon mal im Paper "Getting things Done: The Science behind Stress-free Productivity" (http://cogprints.org/5904/) besprochen und mit der Zusammenarbeit von Termiten an ihrem Bau verglichen (semataktonische Stigmergie).

  • Rolf F. Katzenberger

    01.03.08 (21:38:14)

    semat*e*ktonisch, pardon :)

  • Andre Schütz

    06.09.11 (15:55:51)

    Hallo, ich finde deinen Artikel wirklich gut und kann da nur zustimmen. Man sollte wirklich seine Ziele und Wünsche im Leben angehen und sich nicht aufhalten lassen. Ich beschäftige mich auch seit meinem Studium damit und habe dazu auch eine Seite ins Leben gerufen, auf der man seine Wünsche und Ziele konkret zusammen fassen kann, um sie dann auch zu erreichen. Vielleicht interessiert es ja einige, die sich diesen Artikel durchlesen. Es würde mich freuen, ein Feedback zu erhalten. Schaut doch mal vorbei auf: http://www.makeaims.com

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