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04.02.14

Stressbewältigung

Ruhig Blut!

Dr. Martin Christian Morgenstern - renommierter Verhaltensforscher, Evolutionspsychologe und Autor Quelle: BusinessVillage

Der Grund dafür liegt tief in der Geschichte des Menschen. Denn wenn man sich genau fragt, wer oder was ein Mensch ist, dann schau doch einfach mal kurz in das zoologische Handbuch. Dort finden wir den Menschen in der Familie der großen Menschenaffen. Ja, richtig, der Mensch ist ein Säugetier, auch wenn er das nicht immer gerne hört. Und alle Säugetiere wie andere Organismen dieser Welt verfolgen immer das Ziel, am Leben zu bleiben. Dazu wurden im Nervensystem über Jahre von Millionen  verschieden Überlebensprogramme entwickelt Auch der Menschen verfügt über solche Überlebensprogramme, die bereits bei den kleinsten Anzeichen einer potentiellen Gefährdung den Körper unter Vollgas setzen. Das bezeichnen wir heute als Stress!

Die Zündanlage für dieses Stressprogramm befindet sich bei uns auf einer unbewussten Ebene des Gehirns. Deswegen können wir, sobald Dinge oder Personen in irgendeiner Form aus dem Ruder laufen, eine körperliche Stressreaktion nicht verhindern. Sie zündet quasi automatisch. Nachdem diese Reaktion gestartet wurde, wird unsere gesamte Wahrnehmung und Verhaltenssteuerung auf Kampf oder Flucht gepolt. Wir empfinden diese Form von Stress als unangenehm und sprechen jetzt auch gerne von „Druck haben“.

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Grundsätzlich ist Stress nicht schlimm. Allerdings kostet jede Stressreaktion den Körper viel Kraft. Dafür wiederum bräuchten wir eigentlich dann eine entsprechend große Erholungszeit. Die aber kommt bei immer mehr Menschen zu kurz, weil noch viele weitere dringende Aufgaben anstehen. Kommen Erholungszeiten dauerhaft zu kurz, wird das Immunsystem des Körpers immer schwächer und gleichzeitig das Herzkreislaufsystem extrem belastet. So entsteht nun ein Fundament für handfeste Erkrankungen.  Ab jetzt ist alles möglich angefangen von leichten Infekten, über Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Störungen im Verdauungstrakt, Tumorerkrankungen und vielen anderen körperlichen und psychischen Erkrankungen. Der Schlüssel dagegen heißt mehr Zeit für sich nehmen!

Normalerweise wird die eigene freie Zeit vom Gehirn als nicht so wichtig eingestuft, wie dringende Arbeitsaufträge. Deswegen ist es in der heutigen Zeit für fast jeden Menschen wichtig, ein Gefühl für eigene Belastungs-und Erholungszeiten aufzubauen.  Der freien Zeit muss, zur Not auch mit der Brechstange, wieder mehr Zeit eingeräumt werden. Denn entspannen kann jeder Mensch nahezu automatisch, wenn er Zeit für sich hat. Der eine guckt Fernsehen oder liest ein Buch, der andere geht ein wenig spazieren und wer noch viel Energie übrig hat macht zum Beispiel Sport. Erholung bedarf deswegen keiner speziellen Entspannungstechnik, sondern nur einfach freier Zeit. Deswegen ist die wirksamste Entspannungstechnik, sich Zeit frei zu schaufeln.
Natürlich gibt es darüber hinaus auch verschiedene Techniken, die im Buch "Gelassen gewinnen" vorgestellt werden, um schnell und gezielt Entspannungszustände aufbauen zu können.

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Darüber hinaus kann jeder Mensch lernen, sich in Stresssituationen zu erkennen und dann mit ein paar handfesten Techniken in Gelassenheit üben. Eine einfache Technik zum Beispiel ist, unter "Druck", sprich einer angespannten Bauchmuskeldecke, einfach den Bauch fest einzuziehen und ein paar Sekunden sprichwörtlich „die Luft anzuhalten“.

Weitere Tipps und Methoden zum Thema "individuelle und ressourcenorientierte Stressbewältigung" lernen Sie in folgendem Video-Seminar:


Den kompletten Kurs finden Sie hier.

Die Schwerpunkte des Online-Trainings liegen im Erkennen und Verändern der individuellen Stressverstärker. Der direkte Bezug für Ihren Berufs- und Familienalltag wird deutlich gemacht und Sie erfahren, welche persönlichen Ressourcen Sie zur Stressbewältigung nutzen können. Gezielte Übungen helfen Ihnen

  • Ihr eigenes stressverschärfendes Denken durch neue, positive Gedanken zu ersetzen
  • stressreduzierende Gedanken zu formulieren, um sich selbst in Stresssituationen beruhigen oder wieder aufbauen zu können
  • Ihren Belastungssituationen und -reaktionen auf die Schliche zu kommen und Ihre „innere Achtsamkeit“ zu trainieren
  • neue Verhaltensmuster und Lösungen für belastende Situationen zu finden und für den Alltag anzuregen

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