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23.09.13Kommentieren

Resilienz: Die Fähigkeit, Scheitern in Produktivität zu verwandeln

Scheitern ist nie schön, aber immer lehrreich. Denn nur aus Fehlern lernen wir für unsere Arbeit und das Leben. Zuerst sind Misserfolge meist ein Schock. Die Fähigkeit, positiv damit umzugehen, wieder aufzustehen und weiterzumachen nennt sich Resilienz. Aus ihr erwächst ungeahnte Produktivität.

Bill Stilwell bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)Kürzlich las ich ein geniales Zitat des irischen Schriftstellers und Nobelpreisträgers Samuel Beckett (1906 - 1989):

«Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.»

Er brachte damit treffend auf den Punkt, was ich in zahlreichen Artikeln auch thematisiert habe: Dass es kein Problem ist zu scheitern. Dass man aber danach wieder aufstehen und besser weitermachen sollte – selbst wenn man Gefahr läuft, noch einmal zu scheitern. Oder anders ausgedrückt: Irgendetwas lernt man immer dabei.

Was macht Resilienz aus?

Der Psychologe Denis Mourlane, einer der führenden deutschen Resilienz-Experten, beschreibt das Phänomen in seinem Buch «Resilienz: Die unentdeckte Fähigkeit der wirklich Erfolgreichen» u.a. am Beispiel von Steve Jobs, der 1985 wegen interner Machtkämpfe Apple verließ, 1996 aber wieder als Berater, Mitglied des Vorstandes und Geschäftsführer zurückkehrte. Resiliente Menschen zeichnen sich nach Mourlane durch folgende Fähigkeiten aus, die der Resilienz-Experte auch ausführlicher auf Berufebilder.de beschreibt:

  • Die Fähigkeit, Emotionen zu steuern
  • Impulskontrolle
  • Die Fähigkeit, die richtigen kausalen Schlüsse zu ziehen
  • Empathie für die Gefühle von Mitmenschen
  • Realistischen Optimismus
  • Die Fähigkeit, die eigenen Ziele im Auge zu behalten
  • Selbstwirksamkeitsüberzeugung

Was aber hat das nun mit Produktivität zu tun? Ganz einfach: Wer resilient ist, kann Rückschläge nicht nur besser verkraften, sondern sich um so schneller wieder aufrappeln und weitermachen. Er spart nicht nur Nerven, sondern auch kostbare Zeit.

Wie man resilient wird

Dabei ist Resilienz nicht einfach eine Fähigkeit, die man hat oder nicht hat: Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass man Resilienz lernen kann. Und dass vor allem Führungskräfte besonders resilient sind. Resilienz ist also eine Fähigkeit, die entscheidend zu unserem persönlichen Erfolg beiträgt. Wie aber lässt sie sich nun lernen?

Zum Beispiel, indem man eine positive Sichtweise trainiert und Dinge gelassen sieht. Sich mit anderen Menschen vernetzt und verbindet. Veränderungen und Dinge, die wir nicht ändern können, akzeptiert. Krisen als Chancen ansieht. Gleichzeitig aber auch die eigenen Grenzen erkennt. Was auch hilft, um seine Ruhe und Mitte zu finden, ist Meditation - etwas das ich selbst noch nicht ausprobiert habe, das mir aber von vielen Menschen als eine Methode mit vielen positiven Aspekten genannt wurde. Gedanken und Probleme aufschreiben hilft. Oder einfach regelmäßig Sport treiben und auf eine ausgeglichene Ernährung achten.

Welches sind Eure Erfolgsrezepte für mehr Resilienz?

 

Bild: Bill Stilwell bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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