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10.05.13Leser-Kommentare

Remind: Sich mal kurz an einen Task erinnern lassen

Ich liebe Apps, die genau eine Funktion haben und diese möglichst einfach erledigen. Wer eine App mit unzähligen Funktionen und Optionen anbietet, zwingt den Benutzer nämlich oft, sein gesamtes Verhalten an die App anzupassen. Remind hingegen hat eine einzige Funktion, und die tut, was der Name sagt: Erinnern.

Wie oft kommt es vor, dass man konzentriert am Arbeiten ist und einem etwas in den Sinn kommt, das man anschliessend rasch erledigen will? Kurz der Schwiegermutter zum Geburtstag gratulieren, dem Kollegen ein Dokument schicken, die Hemden aus der Reinigung holen etc. Bei der Gratis-App Remind kann man genau zwei Felder ausfüllen, nämlich einen Text und eine Zeit. Nach Ablauf der festgelegten Zeit erscheint ein Pop-Up mit dem eingegebenen Text.

Remind vs. Kalender, To-Do-Liste oder Timer

Selbstverständlich gibt es einige Alternativen zu Remind. Obwohl ich mittlerweile fast komplett papierlos arbeite, kommt bei mir in solchen Situationen meist ein Post-it-Zettel zum Einsatz. Etwas zeitgemässer ist eine Notiz im Text-Editor, aber dort fehlt die Erinnerungsfunktion, und ich finde die Notiz oft erst wieder, wenn ich Stunden später alle anderen Programme schliesse. Natürlich kann man sich auch einen Kalendereintrag machen, aber ich persönlich will den Kalender übersichtlich halten und verwende ihn nur für tatsächliche Termine.

Eine gute Alternative sind To-Do-Listen, die für eine Aufgabe auch eine Erinnerung setzen können. Aber dies erfordert meist die Eingabe von Datum und Zeit, und ich möchte mich vielleicht einfach in 15 Minuten an die Aufgabe erinnern lassen. Bleibt noch der Timer auf dem Smartphone. Gegen diesen spricht, dass ich vom Computer weg und ein anderes Gerät in die Finger nehmen muss; ausserdem kann ich dem Timer keine Beschreibung hinzufügen.

Remind ist natürlich kein Tool, das Produktivitätssprünge ermöglicht. Dennoch bin ich überzeugt, dass es in vielen Situationen sehr praktisch sein kann. Wie wäre es zum Beispiel, sich nach 30 Minuten erinnern zu lassen, dass man kurz aufstehen, sich dehnen und das Fenster öffnen soll? Das kleine Programm gibt es seit ein paar Tagen kostenlos im App Store von Apple.

Kommentare

  • Olaf

    10.05.13 (08:50:24)

    Wer bereits den Launcher "Quicksilver" im Einsatz hat, braucht für diese Funktion noch nicht mal ein zusätzliches Tool zu installieren. Eine Alternative für Linux heißt "kupfer". In beiden Tools –sie laufen bei mir ständig im Hintergrund– lassen sich beliebige Texte eingeben und schnell zur gewünschten Zeit bzw. mit der gewünschten Verzögerung formatfüllend auf dem Bildschirm anzeigen. Mit ihren weiteren Features und der super einfachen Bedienung werden diese Mini-Programme dann vollends zur eierlegenden Wollmilchsau.

  • Gregor

    14.05.13 (09:19:33)

    @Olaf: Wie genau funktioniert das bei QuickSilver? Und es lassen sich auch mehrere Erinnerungen notieren? Bei Remind kann immer nur eine Erinnerung eingetragen werden.

  • Olaf

    14.05.13 (14:50:51)

    @Gregor Nach meinen Tests (danke für die Anregung!) verhalten sich kupfer und Quicksilver identisch; vermutlich halten es auch Alternativen wie GnomeDo etc so: + Ja, es können mehrere verzögerte Tasks ausgelöst werden. + Der Trick ist *Strg+Enter* zum Kombinieren von Aktionen. Danach kann auf diese Kombination eine weitere Aktion festgelegt werden. Beispiel: Kontakt – Tel.-Nr. anzeigen – Strg+Enter – TAB – "Run with DELay" / "VERZögert aufrufen" – Enter. + Ob Uhrzeiten angegeben werden könnten, habe ich nicht probiert. Ich rechne kurz die Differenz im Format 3h19m47s aus (ohne Leerzeichen), dann passt das. "d" für Tage müsste ich mal ausprobieren. + Freitext, wie in Remind, kann gleich im ersten Feld des Launchers eingegeben werden, wenn man als erstes Zeichen PUNKT (.) eingibt. + Lange Intervalle gehen verloren, wenn der Rechner ausgeschaltet wird. Ruhezustand / Standby habe ich nicht getestet.

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