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13.09.13Leser-Kommentare

Radar: Regelmässige Tätigkeiten auf dem Radar halten

Auf meiner endlosen Suche nach der optimalen To-Do-App bin ich auch auf diverse Tools gestossen, die nur indirekt mit der Aufgabenverwaltung zu tun haben, sich aber als sehr nützlich für den Alltag erwiesen haben. Besonders gut gefällt mir die iPhone-App Radar, die hilft, Dinge «auf dem Radar zu halten».

Radar. Bild: Tom Germeau auf dribbble

Geschäftliche Aufgaben im Griff zu behalten ist das eine, zumal diese meist über eine Deadline verfügen oder auf einen Tag gelegt werden müssen, an dem man zwischen allen Meetings noch irgendwo Kapazitäten für die Erledigung hat. Doch was ist mit all den anderen Dingen, an die man irgendwie auch noch denken sollte? Pflanzen giessen, die Eltern regelmässig anrufen, ein Backup des PC erstellen etc.? Solche nicht termingebundenen Tätigkeiten schaffen es oftmals nicht in die ordentliche Aufgabenverwaltung und gehen entsprechend immer wieder vergessen.

Auf das Wesentliche reduziert

In Radar erstelle ich eine neue Tätigkeit und definiere, in welchem Intervall ich diese tun möchte (z.B. alle zwei Wochen). Die App zeigt mir die bevorstehenden Tätigkeiten automatisch zuoberst. Habe ich die Tätigkeit ausgeführt, kann ich sie mit einer Wischbewegung als erledigt markieren. Für jede Tätigkeit sehe ich, wann ich sie zum letzten Mal ausgeführt habe, wie oft ich es insgesamt schon getan habe, und wie hoch der durchschnittliche Zeitabstand dazwischen ist.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Ich habe mir mal überlegt, welche Tätigkeiten man auf dem Radar halten könnte bzw. sollte:

  • Fitness: Joggen, Inline-Skaten, Spaziergang machen
  • Gesundheit: Zahnseide benutzen, 2 Liter Wasser pro Tag trinken
  • Hobbies: Blogartikel schreiben, Instrument spielen, malen, ins Museum gehen
  • Haushalt: Pflanzen giessen, Bettwäsche wechseln, Kühlschrank putzen, Altglas entsorgen
  • Sonstiges: Eltern anrufen, Backup erstellen, Schreibtisch aufräumen

Positiv an Radar finde ich, dass mir die App nicht das Gefühl gibt, eine Deadline verpasst zu haben oder überfällige Aufgaben vor mir her zu schieben. Sie erinnert mich einfach daran, dass ich mir ja eigentlich vorgenommen habe, beispielsweise wöchentlich einen Blogartikel zu schreiben. Dabei hilft es zu sehen, wie lange es her ist seit dem letzten Mal. Radar gibt es für $1.99 im iTunes-Store. PS: Radar ist endlich wieder mal eine App, die ohne Registrierung funktioniert.

Bild: Tom Germeau auf dribbble

Kommentare

  • EmmWeh

    13.09.13 (17:37:12)

    Auch wenn die App vielleicht ganz gut gemacht ist: Ist es sinnvoll, verschiedene Aufgabentypen an verschiedenen Stellen bzw. über mehrere Apps zu verwalten? Dann lieber diese wiederkehrenden Tätigkeiten in ein vorhandenes System integrieren. Und: Banalitäten wie "Altglas entsorgen" muss man m.E. nicht notieren, es ist ja nicht zu übersehen. Sonst braucht's bald eine App gegen die "digitale Demenz".

  • Patrick Mollet

    16.09.13 (10:14:21)

    Für mich gibt es schon Argumente für eine separate App: Mit Radar will man ja eher eine gewisse Regelmässigkeit bzw. Rhythmus in Tätigkeiten reinbringen und nicht Tasks mit einer fixen Deadline abarbeiten. Ich persönlich tue mich auf jeden Fall immer schwer damit, solche Tätigkeiten in die normale (berufliche) Pendenzenliste aufzunehmen. Zum Altglas: Bei mir stapelt sich dieses in einem kleinen Räumchen und ich sehe es jeweils nur, wenn ich wieder eine leere Flasche deponiere. Dies ist aber selten der Moment, wo ich dann wirklich gerade Zeit hätte, das Altglas zu entsorgen. Insofern macht hier ein Reminder m.E. durchaus Sinn.

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