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02.05.09Leser-Kommentare

Pünktlichkeit: Zeit als kontinuierlicher Fluss oder planbare Struktur?

Pünktlichkeit ist im Arbeitsleben wichtig, fällt vielen aber schwer. Wir zeigen die Ursachen und geben Tipps, wie Du selber pünktlicher wirst und andere zur Pünktlichkeit erziehen kannst.

Einfach mal die Uhr verstellen? Das wünschen sich vermutlich viele 'Polychroniker' in ihrer monochronischen Umgebung (Bild: Keystone/ITAR-TASS/V. Velengurin)

Pünktlichkeit ist eine Tugend, so ein deutsches Sprichwort. Wir legen - wie viele Nord- und Mitteleuropäer - allgemein Wert auf Pünktlichkeit und sind damit eher monochronisch veranlagt (aus dem Englischen monochronic). Zeit ist für viele von uns in Einheiten eingeteilt, die wir strukturieren und planen können. Wir legen Listen an, verfolgen unsere Aktivitäten, organisieren unseren Tagesablauf. Monochronische Menschen konzentrieren sich am liebsten auf eine Aufgabe, die sie fertig stellen wollen. Aber nicht alle Menschen sind so gestrickt:

Polychronisch veranlagte Menschen (vom Englischen polychronic) betrachten Zeit eher als kontinuierlichen Fluss, der ohne besondere Struktur von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft strömt. Abhängig von ihrer Stimmung wenden sie sich den Aufgaben zu, die sie im Augenblick am meisten interessieren. Polychronische Menschen planen wenig und wollen sich auch keinen Plänen unterordnen. Sie arbeiten gerne an mehreren Sachen gleichzeitig. Südamerikaner oder Afrikaner südlich der Sahara sind beispielsweise eher polychronisch veranlagt. So habe ich von einem Südamerikaner gehört, der es regelmäßig schafft, Flüge zu verpassen - was für mich völlig unvorstellbar ist.

Zwar sind wir als Mitteleuropäer eher monochronisch eingestellt, trotzdem folgt die Verteilung von monochronischen und polychronischen Menschen höchstwahrscheinlich der Glockenkurve. Es streut sich also alles um einen Mittelwert. Anders gesagt: Auch bei uns gibt es sehr viele polychronisch veranlagte Menschen. Und ohnehin gibt es hier kein Richtig und kein Falsch. Auch in Südamerika funktioniert die Zivilisation, fliegen Flugzeuge im Linienverkehr, werden Häuser gebaut und Fußballspiele pünktlich angepfiffen.

Wie nehmen wir Unpünktlichkeit wahr?

Warum ist Pünktlichkeit bei uns eigentlich so wichtig? Unpünktlich zu sein, bringt die Zeitpläne monochronisch veranlagter Menschen durcheinander. Es wird als Arroganz wahrgenommen: Die Verabredung und alle dort besprochenen Projekte sind anscheinend unwichtig. Zuspätkommen wird als fehlender Respekt ausgelegt. Noch schlimmer: Personen, die zu spät kommen, wird unterstellt, dass sie sich nicht organisieren können und keine Kontrolle über ihr Leben haben. Sie sind wenig diszipliniert, reichlich inkompetent und in keinster Weise vertrauenswürdig. Ein insgesamt vernichtendes Urteil, nur weil man sich (ein bisschen) verspätet hat.

Werde pünktlicher!

Was kannst Du tun, um diesen Eindruck zu vermeiden? Ganz einfach: Wahrscheinlich ist es besser, sich anzupassen - sei pünktlich. Hier ein paar Tipps, wie Dir das gelingt:

  • Generell gilt die Regel: Je kleiner der Kreis, desto pünktlicher solltest Du sein.
  • Trage Dir Termine einfach zu früh ein: Das "Meeting ab 14:30 Uhr" zum Beispiel um 14 Uhr.
  • Fang nicht kurz vor einem Termin noch schnell eine neue Aufgabe an (z.B. "nur noch kurz Mails checken").
  • Plane Deinen Tag realistisch und lasse Dir genügend Freiraum vor wichtigen Terminen (das passt übrigens gut zur 25.000-Dollar-Methode).
  • Stell Deine Uhr 5 Minuten vor.
  • Wenn Du doch zu spät kommst, kündige Dein Zuspätkommen an und bitte um Entschuldigung.

Bringe Andere dazu, pünktlich zu sein!

Und wenn einer Deiner Mitarbeiter, Kollegen oder Freunde ständig zu spät kommt? Auch hierfür ein paar Tipps:

  • Fange mit Meetings stoisch pünktlich an und höre pünktlich auf. Nimm auf Zuspätkommende keine Rücksicht.
  • Lade Zuspätkommer zu früh ein (30 Minuten vorher).
  • Lade zu Terminen ein mit Betreff: "#PÜNKTLICH# Meeting".
  • Stelle die Systemuhr Deines Mitarbeiters 5 Minuten vor.

Das akademische Viertel

Für den pünktlichen Beginn steht übrigens s.t., was sine tempore ("ohne Zeit") heißt. Das bedeutet, man sollte zu diesem Termin bereits vor Ort und bereit sein. Das Gegenteil ist c.t., was für cum tempore ("mit Zeit") steht. Die Begriffe kommen aus der Universität und werden dort recht häufig noch heute benutzt. Ursprünglich wurde in der ersten Viertelstunde einer akademischen Vorlesung der Stoff vom letzten Mal wiederholt. Wer das nicht hören wollte, kam eben 15 Minuten später - so entstand das akademische Viertel. Steigerungsformen sind das akademische Doppelviertel m.c.t. (magno cum tempore) und das akademische Dreiviertel mm.c.t (maximo cum tempore) - aber das nur am Rande, denn wir wollen ja künftig immer pünktlich sein.

Update: Camilla verrät in diesem Artikel weitere Tipps für notorische Zuspätkommer.

Kommentare

  • Camilla Kutzner

    05.05.09 (19:05:54)

    Tricks wie "Meetings einfach früher in meinen Kalender eintragen" und "Uhr vorstellen" funktionieren nicht für alle: ich rechne z.B. die fünf Minuten, die die Uhr vorgeht, auch wieder heraus, sobald ich nur ansatzweise im Kopf habe, daß sie vorgeht (dank anders gehenden Uhren in der Umgebung, Radio-Nachrichten oder Bahnhofsuhren wird man ja irgendwann daran erinnert). In dem Fall neige ich dann dazu, mich im "ach, es ist ja gar nicht so spät, wie die Uhr zeigt" so gemütlich zu fühlen, daß ich erst recht zu spät in die Pötte komme. Wesentlich besser funktioniert bei mir eine gnadenlos präzise und zuverlässig richtig gestellte Uhr, vorzugsweise eine Funkuhr. Da weiß ich nämlich: die angezeigte Zeit ist nicht verhandelbar, da sind keine Reserven drin und wenn sie die Zeit zeigt, zu der ich los muß, dann gehe ich los, keine Diskussion.

  • Michael Kieweg

    05.05.09 (20:26:59)

    Da stimme ich uneingeschränkt zu. Außerdem plane ich, wenn irgend möglich, großzügige Sicherheitspolster ein, für Stau, ausgefallene Busse oder sonstige Widrigkeiten. Für die eventuell dadurch entstehende Wartezeit meinerseits nehme ich Lektüre oder kleineren Papierkram mit.

  • Gregor Groß

    06.05.09 (00:05:00)

    Also egal, ob man sich selber mit der vorgestellten Uhr betrügen KANN oder nicht (wie von Camilla erwähnt), das mit dem Meeting vorher eingeben mach ich trotzdem sehr gerne. Ich nutze das besonders gerne für die Meetings mit Anreise, wenn man sich beispielsweise außer Haus trifft. Dann plane ich eine die großzügigen Sicherheitspolster (die Michael empfiehlt) gleich mit ein. Habe ich also um 15 Uhr einen Termin am anderen Ende der Stadt, zu dem ich ca. 45 Minuten brauche, trage ich mir das um 14 Uhr ein. Meine Hoffnung ist, das genügend früh zu schnallen, um rechtzeitig aufzubrechen und das hinzukriegen. Meistens klappt es, wie gesagt. Deswegen mag ich es ja.

  • John C. Descy

    08.05.09 (11:08:05)

    Ich empfinde den Fluss der Zeit genau umgekehrt. Die Zeit kommt aus der Zukunft in die Gegenwart und entschwindet in die Vergangenheit. Zudem stimme ich Camilla Kutzner zu, dass die genannten Selbstüberlistungstechniken nicht funktionieren. Das meinen monochronisch veranlagte Menschen immer, dass das funktionieren könnte. Das funktioniert aber nur, wenn man sich sklavisch an die Uhr hält. Dann würde man aber von vornherein gar nicht zu spät kommen. Etwas arrogant finde ich den Artikel allerdings wegen dieses Satzes: "Wahrscheinlich ist es besser, sich anzupassen - sei pünktlich." Ein Polychroniker würde Antworten: "Wahrscheinlich ist es besser, sich anzupassen - sei entspannt." Wenn ich einen Zug oder Bus verpasse, was mir oft passiert, dann empfinde ich das gar nicht als ärgerlich. Ich lese ein bisschen, ich sehe den Leuten zu oder ich genieße es einfach aus dem Strom der Hektik bis zur nächsten Abfahrt ausgeschlossen zu sein. Wie David Bowie in "Thru These Architect's Eyes" so treffend fragt: "Is delay just wasting my time?" Ich glaube nicht. Wenn Sie das nächstes mal auf einen wie mich warten müssen, verschwenden Sie nicht die Zeit indem Sie sich fragen, was derjenige wohl von Ihnen hält und was das denn für einer ist. Denken Sie lieber was produktives oder meditieren Sie und denken Sie gar nicht.

  • Gregor Gross

    09.05.09 (10:56:56)

    @John: ich wollte definitiv nicht arrogant klingen. Aber wir hier im deutschsprachigen Raum sind nun mal eins der monochronischsten veranlagten Landstriche der Welt. Ich glaube, die Schweiz ist weltweit die Nr. 1, was das angeht (sie sind ja nicht umsonst für Uhren berühmt). Nun folgt die Verteilung zwischen den beiden Extremen der Normalverteilung (nehme ich mal an), aber das bedeutet trotzdem, dass es überdurchschnittlich viele Monochroniker hier bei uns gibt. Die aber, so habe ich ja ausgeführt, bewerten ausgeprägt polychronisches Verhalten eindeutig negativ. Das ist nicht richtig, sehe ich ein. Aber es passiert. Deswegen, so finde ich, ist es durchaus überlegenswert, sich der Mehrheit anzupassen. Wer das nicht will, auch gut. Nun aber zu erwarten, dass die Monochroniker in der Zeit was anderes Produktives machen sollen oder meditieren, ist ja auch keine Lösung. Camilla's Kendo-Coach hat das nicht gemacht - er hat sie beinahe ein bisschen gedemütigt, indem er sie und andere Zuspätkommer nicht am Training teilnehmen lässt. Und siehe, es funktioniert. Camilla kommt zum Kendotraining immer sehr pünktlich.

  • John C. Descy

    09.05.09 (12:28:48)

    @Gregor: Aber wenn schon die Erkenntnis besteht, dass es nicht richtig ist, polychronisches Verhalten negativ zu bewerten, dann muss man doch dort ansetzen, anstatt zu erwarten, dass jemand gegen seine Natur handelt. Das Kendotraining hätte ich gekündigt und mir was anderes gesucht. Immerhin bin ich dort auch zahlender Kunde; und sicher zahl ich für meinen Teil nicht für Demütigungen. Ich mein, wers mag... ^^ Wieso ist es denn keine Lösung zu erwarten, dass der Monochroniker sich nen Zeichenblock oder ein Buch oder nen Blackberry mitnimmt, für den Fall, dass er warten muss? Verzögerungen sind ja nicht ausschließlich Schuld von Polychronikern, sondern kommen einfach mal vor. Sei es durch Verkehrschaos, verspätete Züge, Unwetter, vorherige Termine, die einfach länger dauern usw. Sowas ist beim besten Willen nicht auszuschließen. Wenn man mit sowas ein Problem hat, dann sollte man vorbereitet sein. Zumal wenn man, um ja pünktlich zu sein, überall Puffer einbaut. Puffer bedeutet in dem Fall doch, dass ich auf jeden Fall Zeit wegwerfe, weil ich z.B. 15 Minuten vorher am vereinbarten Ort erscheine, damit ich dann pünktlich da bin. Das ist zumindest meine Erfahrung mit Leuten, die sich selbst als pünktlich bezeichnen: sie sind einfach immer viel zu früh da. Warten müssen Sie dann erst recht. Und zwar nicht nur vielleicht, sondern auf jeden Fall. Sie sind dann aber meist ganz stolz schon so früh da gewesen zu sein. Für mich keine Frage der Zeit, sondern lediglich der Einstellung. Machen Sie sich den Spaß mal: wenn das nächste Mal beim Treffen zu einem Termin jemand mit stolzgeschwellter Brust verkündet "Ich war schon ne Viertelstunde vorher hier." dann fragen Sie zurück "Und was haben Sie inzwischen gemacht?" Ich wette beim nächsten Mal winkt er schon von weitem mit dem Blackberry. Was anderes: können Sie Links zu den Statistiken und den Begriffen monochronic/polychronic angeben? Danke im Voraus!

  • erwin

    10.06.09 (15:14:07)

    Es ist Arbeit.Deshalb ist ein Termin ein Termin ist ein termin. Wer zun wiederholten male bei einem Termin zuspät kommt zeigt m.m. nach das es mit seiner Arbeit b.z.w. Leistung nicht weit her ist. Wenn bei den Terminen mehrere Leute betroffen sind frage Ich meistens an ob wir schon anfangen können,wenn man das mehrmals macht hat es einen sehr positiven Effekt auf die Zuspätkommenden. :-). Bei Einzelterminen warte ich ca. 15 Minuten und gehe dann, Ich komme auch nach einem Anruf nicht mehr Retour. Wenn Ich in der Situation bin den Termin nicht einhalten zu können so Cancel Ich ihn lieber wie zu spät zu kommen,das lässt dem Gegenüber die Möglichkeit nicht auf mich warten zu müssen und etwas produktiveres machen zu können.

  • John C. Descy

    10.06.09 (15:37:35)

    @erwin: Wenn Sie bei einem Termin nach 15 Minuten des Wartens abdampfen und auch bei Anruf nicht mehr zurück kommen, dann sind aber Sie es doch, der den Termin nicht sonderlich wichtig nimmt. Oder ist es 15 Minuten später nicht mehr wichtig? Das mag bei Naturkatastrophen und Notoperationen der Fall sein. Viele Leute glauben offenbar auch, dass ihre Geschäftstermine ähnlich hoch angesiedelt sein sollten. Welch Hybris! Was Pünktlichkeit mit Leistung zu tun hat, frage ich mich auch. Können Sie das erläutern?

  • erwin

    11.06.09 (13:00:39)

    @John C. Descy das spiel"wir lassen den mal warten"habe ich über die jahre genug gespielt,dazu ist mir meine zeit zu kostbar als das ich sie durch andere manipulieren lasse. bei festen terminen ohne rückmeldung gehe ich. wenn jemand sich herausnimmt permanent zu spät zu kommen beeinflusst er die leistungsfähigkeit der anderen,denn die anderen haben etwas anderes zu tun als auf den einen zu warten. Pünktlichkeit und Vorbereitung hat etwas mit Annerkennung des Projektes zu tun.

  • John C. Descy

    11.06.09 (13:08:56)

    @erwin: Sie fühlen sich also nicht ernst genommen?

  • erwin

    11.06.09 (21:29:56)

    @john c. descy Meine Pünktlichkeit drückt aus, dass mir deine Zeit so wertvoll ist wie meine eigene. ” — Helga Schäferling Zitate und Sprüche

  • John C. Descy

    11.06.09 (22:29:10)

    @erwin: Ich deute das als ein "Ja". Wenn Ihnen die Zeit aber so wertvoll ist, wie können Sie dann eine Viertelstunde rumsitzen und nicht wissen, was Sie damit anfangen sollen? ^^ Zudem ist das Problem in dem Fall ja keines der mangelnden Zeit, sondern des mangelnden Selbstbewusstseins. Ich finde so ein Verhalten, gerade das mit dem Abdampfen und nicht wieder kommen, einfach nur bockig und kindisch. Sprichwörter kann ich auch: Pünktlichkeit stiehlt uns die beste Zeit. - Oscar Wilde - oder Pünktlichkeit ist eine Sekundärtugend mit der man ein KZ betreiben kann - ansonsten aber entbehrlich. - Oskar Lafontaine - Ich denke damit haben wir wohl alles gesagt.

  • erwin

    11.06.09 (22:55:05)

    @ john c. descy gegen das abdampfen verwahre ich mich,wiederkommen kann man ja wenn der gegenüber einen neuen termin gemacht hat. wenn ihnen durch sogenannte zuspätkommer zum x-ten mal die Tagesplanung verhagelt wird und die anderen Termine in frage gestellt werden dann ist es irgendwann mal genug. Was der ausdruck bockig und kindisch im Zusammenhang mit der Arbeit zu tun hat kann ich nicht nachvollziehen. Was soll das heissen gefühltes nicht ernst nehmen? Was hat das mit Terminplanung zu tun?

  • Gregor Groß

    12.06.09 (10:02:56)

    Also ich finde, wie gesagt, beides unhöflich und respektlos: - Monochronisch veranlagte Menschen könnten manchmal einfach entspannter sein, wenn Termine nicht auf die Sekunde genau anfangen. - Polychronisch veranlagte Menschen können aber nicht einfach erwarten, dass alle anderen auf sie und ihren ungenauen Umgang mit der Zeit Rücksicht nehmen und sich viertelstundenweise mit anderen Sachen beschäftigen Die Wahrheit liegt in der Mitte. Konkret: die Wahrheit liegt irgendwo zwischen @john c. descy und @erwin. Und mein Artikel war eigentlich als Hilfe gedacht, die Distanz zwischen monochronischen und polychronischen Weltansichten zu überbrücken. Das geht nur, wenn man die andere Seite zu verstehen versucht. Können wir damit die Diskussion beenden?

  • John C. Descy

    12.06.09 (10:36:14)

    Die Diskussion mit erwin ist für mich schon beendet, aber nun muss ich nochmals auf Ihren Satz zurück kommen: "“Wahrscheinlich ist es besser, sich anzupassen – sei pünktlich.” So eine Aussage ist nicht sonderlich hilfreich, wenn man die Distanz dieser Weltsichten überbrücken will, sondern damit beziehen Sie ganz klar Stellung für die (aus meiner Sicht) andere Seite. Im Übrigen enthält der Artikel auch nur Tipps für Polychroniker um pünktlicher zu werden, jedoch keine für Monochroniker für den Umgang mit ungeplanten Zeitpuffern und der einhergehenden, gefühlten "Beleidigung".

  • Gregor Gross

    12.06.09 (11:40:34)

    Ich darf kurz anmerken, dass ich selber polychronisch veranlagt bin. Da mir meine Unternehmen gehören, ist das relativ unproblematisch. Ich spüre aber selber, dass mein Verhalten manchmal aneckt und einige Mitarbeiter sich nur schwer daran gewöhnen. Ich arbeite dran, mich zu "bessern". Ich scheitere aber oft daran und bin dann wieder dramatisch polychronisch. Ich plane, das Thema in einem weiteren Artikel aufzunehmen. Und ich versuche, die Hinweise und Fragen, die hier aufkamen, zu berücksichtigen. @John C. Descy: Jetzt nochmals zu meinem Aussage, dass es WAHRSCHEINLICH besser sei, sich anzupassen. Wie bereits ausgeführt, ist Deutschland INSGESAMT nunmal eher monochronisch veranlagt. Die (aus unserer Sicht) andere Seite ist also in der Überzahl. Wenn ich vor einer Herde durchgehender Rindviecher stehe, spielt es keine Rolle, ob der Leitbulle von einer Tarantel gestochen wurde - oder ob er nur denkt, dass er von einer Tarantel gestochen wurde. Der Punkt ist: die Herde geht durch, ich stehe im Weg. Oft ist es dann besser, einfach beiseite zu gehen - anstatt mit dem Leitbullen und seiner Herde eine verschobene Wahrnehmung der Realität auszudiskutieren. Finde ich jedenfalls.

  • John C. Descy

    12.06.09 (12:08:24)

    Aber hinterherrennen muss ich nicht, oder? ;-)

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