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07.05.07

Online-Buchhaltung für Kinder

Der «Sackgeld» (helvetisch für Taschengeld) -Planer hilft Kids beim Sparen und Haushalten.

Manche lernen's nie (und ich kann ein Lied davon singen): Der Umgang mit Geld, vor allem der verantwortungsvolle Umgang damit, will traniert sein. Und dieweil alle Welt sich in neuen, hippen webzwonull-Anwendungen tummelt, denkt kaum ein Startup an pädagogisch wertvolle (oder ganz einfach praktische) Anwendungen des Konzepts für Kinder.

Sackgeldplaner2

Ausser der Schweizer Konsumentenzeitschrift «Beobachter», deren «Sackgeldplaner» Kindern bei dabei hilft, einen Überblick über ihre Finanzen und ein Gefühl für deren Entwicklung in der Zukunft (und der Vergangenheit) zu entwickeln.

 

(Sollen wir ganz ehrlich sein? Daran gedacht hat vor allem das nur wenige Monate lang existente Sonntagsblatt für Kinder mit dem unsäglichen Namen «Cracks For Kids», das vom Herbst 2003 bis Frühling 2004 erschienen ist und die Startup-Phase nicht überlebt hat).

(Disclosure: Ich bin Co-Copyright-Inhaber des Projekts und kassiere vom Beo jährliche Lizenzgebühren)

Das etwas schmucklose Programm ist auf die kindgerechtes Verständnis für Geld ausgerichtet und nicht wie eine Buchhaltung zu bedienen. Eine Voreinstellung lässt die Definition des wöchentlichen oder monatlichen Taschengeldes zu, das fortan automatisch zum Guthaben geschlagen wird, ausserdem wird das Bargeld und ein Bankkonto verwaltet -aber all dies geschieht über wenige Eintragungen der Einnahmen, der Ausgaben (unterteilt in vordefinierte Kategorien wie Handy, Musik, Klamotten) und allfälliger Überträge.

Sackgeldplaner3

Wichtigstes Feature ist wohl der Menupunkt "Mein Sparziel": Hier kann die Benutzerin einen Betrag festlegen, den sie zu erreichen gedenkt (für das neue Fahrrad, die WII oder das Studium an der Sorbonne in 15 Jahren) und das System berechnet, wie lange es dauern wird, bis es mit dem vorgegebenen "Budget" (wiederkehrendes Taschengeld minus durchschnittliche Ausgaben) erreicht sein wird.

Sackgeldplaner

Diese Zahl wird laufend neu berechnet, und der Benutzer sieht sofort, wie sich sein Verhalten auf das Näherrücken des Sparziels (oder eben das Gegenteil) auswirkt.

Um die Diskussion gleich vorwegzunehmen: Die Anwendung ist weder verschlüsselt, noch gibt es sonstige Garantien, dass keine Daten verlustig gehen/von Fremden gesehen werden können. Allerdings ist auch einzuwerfen, dass die Anwender ausser einer ID und einem Passwort keinerlei Angaben über sich machen (abgesehen von den finanziellen, natürlich...).

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