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16.05.14Leser-Kommentar

OneTask: Fokussiert an genau einer Aufgabe arbeiten

Statt einer langen Liste von Aufgaben zeigt OneTask dem Nutzer immer nur eine aktuelle Aufgabe. Diese aber dafür so prominent, dass man sie nicht ignorieren kann.

onetask_150Es mangelt nun wirklich nicht an Aufgaben-Managern, und eigentlich hat man das Gefühl, irgendwann alle Varianten und Schattierungen gesehen zu haben (vor allem wenn man wöchentlich für imgriff.com über Tools schreibt). Doch ab und zu entdeckt man wieder ein Programm, das einen ganz anderen Ansatz verfolgt. So zwingt die App OneTask den Nutzer, sich auf eine einzige Aufgabe zu fokussieren.

Wir alle wissen es: Multitasking funktioniert nicht und ist unproduktiv. Denn was nützt die beste und ausgeklügeltste ToDo-Liste, wenn man einerseits gar nicht weiss, mit welcher Aufgabe man beginnen soll, andererseits dann an mehreren Dingen gleichzeitig ist, und sich nicht zuletzt von jedem neu eintreffenden Mail sofort ablenken lässt?

Die aktuelle Aufgabe immer im Blickfeld

Mit OneTask lassen sich sehr minimalistisch Aufgaben erfassen, nämlich ohne Tags, Kategorien, Beschreibungen und anderen Schnickschnack. Es stehen lediglich zwei Optionen zur Auswahl: «Start it now» und «I’ll do it later». Startet man die Aufgabe, erscheint oben am Bildschirmrand in der ganzen Breite ein Balken mit der aktuellen Aufgabe. Die Farbe und die Platzierung kann man wählen, aber der Balken lässt sich nicht entfernen und ist in jedem Programm sichtbar. So bleibt die aktuelle Aufgabe ständig im Fokus. Zusätzlich läuft im Balken eine Stoppuhr, die anzeigt, wie lange man bereits an dieser Aufgabe arbeitet. Dies alleine ist meines Erachtens bereits produktivitätssteigernd.

Ist die Aufgabe erledigt, kann man sie entweder entsprechend markieren oder aber sie sich jeden Tag, jede Woche oder jeden Monat wieder neu vorlegen lassen. Anschliessend startet automatisch die nächste Aufgabe. Damit soll der Produktivitätsfluss möglichst aufrecht erhalten bleiben. Natürlich lässt sich eine Aufgabe auch pausieren. In diesem Fall kann man im Snooze-Modus auswählen, wann die Aufgabe wieder erscheinen soll: Entweder so bald als möglich («asap») oder nach einer festgelegten Zeit. Sind alle Aufgaben auf später terminiert, erscheint eine fast schon beruhigende «Take a break»-Meldung im Balken.

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Disziplinierender Effekt

OneTask hat nämlich einen durchaus fordernden Effekt: Dadurch, dass die aktuelle Aufgabe immer prominent im Blickfeld ist und gleichzeitig eine Stoppuhr läuft, wird der Druck erhöht, diese Aufgabe fokussiert zu bearbeiten. Ganz fies schüttelt sich der Balken zudem von Zeit zu Zeit, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. In der Aufgabenliste sieht man zudem, wie lange man schon an den jeweiligen Aufgaben gearbeitet hat. Auch diese Information ist durchaus ernüchternd, gerade wenn man die Angewohnheit hat, immer wieder ein bisschen an einer Aufgabe zu arbeiten und sich nach 15 Minuten dann doch wieder einer anderen Aufgabe zuzuwenden.

Wer schnell Gefahr läuft, den Fokus zu verlieren und gut auf disziplinierende Anreize reagiert, sollte OneTask unbedingt testen. Statt einer Auswahlsendung von möglichen Aufgaben liefert OneTask genau eine Aufgabe, auf die man sich konzentrieren und den Rest beruhigt ausblenden kann. OneTask fördert somit wirklich die Produktivität, da nach jeder Aufgabe erbarmungslos die nächste erscheint und die Stoppuhr unermüdlich tickt. Die App ist im Mac App Store für $2.99 erhältlich.

Kommentare

  • Franz Grieser

    16.05.14 (19:53:18)

    Interessantes Tool. Gibt es etwas Vergleichbares für Windows? Ich bin per Google gerade nicht fündig geworden.

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