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27.01.16

Wie muss man mit E-Zigaretten umgehen?

Nichtraucherschutz

Rauchen am Arbeitsplatz: Wie muss man mit E-Zigaretten umgehen?

Schutz der Nichtraucher ist wichtig

So besagt zum Beispiel der deutsche §5 Arbeitsstättenverordnung, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, nichtrauchende Beschäftigte wirksam vor den Gesundheitsgefahren des Passivrauchens zu schützen. Das bedeutet, der Unternehmer ist in der Pflicht, den Schutz proaktiv umzusetzen – und nicht erst nach Beschwerden.

Zu solchen Schutzmaßnahmen gehört es, dass Raucher ihre Zigaretten in Bereichen konsumieren können, wo der Rauch andere Mitarbeiter nicht stört und beeinträchtigt. Das können Raucherecken im Freienn, aber auch spezielle Raucherräume sein. Bei Letzterem gilt es zu beachten, dass der Arbeitgeber für Lüftungsmaßnahmen zu sorgen hat, so dass durch den Tabakrauch keine Gesundheitsgefahren für Nichtraucher ausgehen.

Auch Rauchverbote sind möglich

Dem Arbeitgeber steht es frei, ob er solche Maßnahmen durchführt, das Rauchen einschränkt oder ganz verbietet. Ein solche Einschränkung bzw. solch ein Verbot kann in einer Betriebsvereinbarung festgelegt werden.

Der Flyer „Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz“ empfiehlt, in solch einem Fall seinen Mitarbeitern den Vorteil des Verbots zu erläutern – denn solch eine Durchführung diene dem gesundheitlichen Schutz aller Mitarbeiter.

Was ist mit elektrischen Zigaretten?

Bildquelle: fotolia © Miriam Dörr

Wichtig: Das Verbot von Tabakprodukten schließt nicht unbedingt E-Zigaretten ein. Diese liegen im Trend, da sie mit und ohne Nikotin erhältlich sind sowie Dampf statt Rauch erzeugen. Laut einer E-Zigaretten-Studie von XEOCIGS werden sie immer beliebter, da man mit ihnen vermeintlich „Schadensminderung“ betreiben kann.

Ob und welchem Umfang sie für die Konsumenten und ihre Umwelt gesundheitsschädigend sind, wird aber noch heiß diskutiert. Nichtsdestotrotz werden immer höhere Umsätze mit E-Zigaretten verbucht.

E-Zigaretten: Noch kein Nichtraucherschutz

Da bei elektrischen Zigaretten kein Tabak verbrannt wird, fallen sie nicht unter die Arbeitsstättenverordnung und den Regelungen zum Nichtraucherschutz. Es gibt Empfehlungen, in Betrieben die E-Zigaretten den „echten“ Zigaretten gleichzusetzen. Das bedeutet: Wenn Tabakprodukte in gesonderten Räumen oder Arealen geraucht werden müssen, sollten auch Nutzer von E-Zigaretten diese Bereiche aufsuchen.

Sollte der Umgang kulanter sein, so empfiehlt es sich trotzdem, den Konsum von E-Zigaretten bei Publikumsverkehr oder in Meetings deutlich einzuschränken oder ganz zu unterlassen.

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