25.01.12 13:30

, von Thomas Mauch

Narrating your work: Arbeit erzählen - so funktioniert's

Über die eigene Arbeit mit Hilfe von Microblogging-Diensten erzählen - und so den Teamerfolg steigern. Ein Experiment bei Shell gibt Einblick in diese Methode.

Letztes Jahr habe ich hier über das «Narrating your work»-Experiment berichtet, das Ausbildungsspezialist Hans de Zwart bei Shell durchführte: Eine Gruppe von 18 Mitarbeitenden berichtete während einigen Monate über ihre tägliche Arbeit: Tägliche oder wöchentliche Postings darüber, was sie erledigt haben, wen sie getroffen haben oder welche Hindernisse ihnen über den Weg gelaufen sind. Hans de Zwart hat dafür die Microblogging-Plattform von Yammer eingesetzt.

Hans' Ziel war herauszufinden wie solche Methoden dazu beitragen können, die Performance von virtuellen Teams zu steigern. Nach einigen Monaten hat Hans den Versuch mit einer kleinen wissenschaftlichen Untersuchung beendet.

Teamspirit und konkrete Unterstützung

Im Durchschnitt haben die Mitarbeitenden pro Tag rund 5 Minuten mit dem Schreiben von Updates verbracht, 5 Minuten haben sie gelesen. Obwohl der Zeitbedarf also nicht riesig war, gaben einige der Beteiligten in der anschliessenden Befragung an, dass Zeitmangel eher ein limitierender Faktor gewesen sei. Über 80% der Beteiligten gaben an, mehr Einblick in die Arbeit anderer bekommen zu haben, damit hat sich für die meisten auch das Gefühl der Verbundenheit zum Team erhöht. Als sehr praktisch und hilfreich beurteilten die Teilnehmer den so generierten Inhalt auf Yammer - sie stuften ihn als nützlich für die tägliche Arbeit ein. Insbesondere die Möglichkeit, auf einfache Art und Weise Fragen stellen zu können und rasch Antworten dazu zu erhalten wurde sehr geschätzt. Kurze Statements erwiesen sich eindeutig am beliebtesten, ausserdem wurden sie gerne zeitnah gelesen.

Empfehlungen zum selber machen

Hans hat aus seinem kleinen «Grassroots»-Experiment einige Empfehlungen abgeleitet: Ein «Narrating your work»-Ansatz sollte nicht obligatorisch sein. Bei seinem Versuch war es das, diese Verpflichtung wurde nicht besonders geschätzt. Ausserdem sei es für alle wichtig, aus dem Vorhaben rasch eine tägliche oder wöchentliche Routine werden zu lassen - die Kraft der Gewohnheit. Hier könne man sich durchaus auch sehr gut gegenseitig unterstützen. Eine dritte Empfehlung von Hans ist, kleine und grosse Gruppen zu schaffen: «All company»-Gruppen sind sehr hilfreich, daneben brauche es aber auch kleinere Gruppen, die einen privateren Rahmen schaffen würden.

Artikelbild: Abraham Williams bei flickr.com (CC BY 2.0)

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