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09.08.11

Mt. Shasta - Ort der Kraft

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sucht der Mensch nach etwas, an das er noch glauben kann. Die einen finden zu Gott, andere gründen eine Gang, Dritte konvertieren zum Buddhismus und wieder andere glauben an die Kraft von Mt. Shasta – einem magischen Berg im Norden Kaliforniens.

Mount Shasta (Bild: iStockphoto)Mt. Shasta, das gleichnamige Dorf, ist ein Eldorado für jeden, der auf dem Weg dorthin seine Aura verloren hat. Ich dachte in San Francisco treffe ich auf Hippies und Eso-Freaks, nein, Mt. Shasta ist der „Place to believe“. Kein Wunder finden sich in dem kleinen Dorf Kräuterhexen, Kristallkugelleser, Aurafotografen, selbsternannte Gurus und jede Menge Hipsters. Die Gegend von Mt. Shasta umfasst die grössten Energiefelder der Welt und beherbergt etliche Ufo-Landestellen - Besucher aus dem All finden hier jederzeit einen Parkplatz. Es scheint, als warten die Bewohner nur darauf, entführt zu werden.

Kein Freak

Ich bin wirklich kein Freak und glaube nur das, was ich mit eigenen Augen gesehen habe. Trotzdem finde ich Übersinnliches spannend, solange es nicht nach Abzocke riecht. Fakt ist, während meines 24-stündigen Aufenthalts in Mt. Shasta bekam ich zwei Aufträge – und kaum war ich weg, kam eine Woche lang nichts mehr. Zufall oder die Kraft von Mt. Shasta? Darüber könnte man Stunden sinnieren. Was ich als „Ungläubige“ sagen kann, die Stimmung war ohne ersichtlichen Grund sehr positiv, entspannt und erfüllte mich mit einer grossen inneren Zufriedenheit. Leider liegt Mt. Shasta nicht um die Ecke und jedes Mal dorthin zu reisen, wenn ich einen Motivationsschub brauche, käme doch ein bisschen zu teuer. Dann versuche ich mich eben anderweitig zu motivieren:

Zuerst ist da der Drang, den Arbeitsberg möglichst schnell zu verringern. Zuzusehen wie ich eine Aufgabe nach der anderen abhaken kann, motiviert mich sehr. Motiviert kommen kreative Ideen wie von alleine. Das Schreiben geht leicht von der Hand und sogar eher lästige Aufgaben wie der Verkauf von Werbung für meine Blog läuft wie von selbst. Die Zeit verfliegt im Nu aber müde werde ich kaum. An solchen Tagen möchte ich gar nicht erst aufhören zu arbeiten. Nur blöd, dass dieses Hochgefühl nicht ewig hält.

 

Geld und Randständige motivieren

Ich würde lügen, wenn ich behaupte, Geld wäre keine Motivation. Ein lukrativer Auftrag ist eine wahre, wenn auch kurzfristige Motivationsspritze. Auch von den oft angepriesenen kleinen Belohnungen als Motivationstipp halte ich nicht viel, sofern sie käuflich sind. Von einem lustigen Grillabend mit Freunden hat man doch viel mehr. Nicht nur die Gespräche mit Freunden, auch unerwartete Begegnungen mit fremden Menschen und die daraus resultierenden Gespräche, und wenn es nur bei einem freundlichen Wortwechsel bleibt, hinterlassen ein gutes Gefühl.

Unverhofft trifft man oft ungewöhnliche Menschen, die einen inspirieren, auf welche Art auch immer. Sogar Randständige inspirieren mich, das mag provokativ klingen, ist jedoch keinesfalls abwertend gemeint. Es ist eher die Angst, dass niemand von einem Absturz gefeit ist. Wenn ich über Mittag Alkoholiker und Junkies im Park beobachte, kehre ich voller Tatendrang ins Büro zurück, und sage mir, was ich für ein Glück habe, selbstständig tätig zu sein und das zu tun, was mir wirklich Spass macht.

Man muss nicht nach Mt. Shasta oder sonst wohin reisen, um das Glück zu finden. Manchmal reicht es schon, sich in der eigenen Stadt, im eigenen Viertel umzuschauen und zu schätzen, was man hat.

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