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08.04.09Leser-Kommentare

Mit Pausen produktiver arbeiten

Pausen sind ein einfaches und absolut zuverlässiges Mittel, um konzentrierter, effektiver und effizienter zu arbeiten, den Stress zu reduzieren und Fehler zu minimieren. Und wohler fühlt man sich bei alledem auch noch.

Vor ein paar Wochen habe ich die 60-60-30-Methode vorgestellt. Ein ganz wesentliches Element davon sind die Pausen. Die Kunst, Pausen zu machen, muss man allerdings erst mal lernen. Gibt es doch so viele Gründe, keine und schon gar nicht jetzt eine Pause einzulegen:

  • Keine Zeit: Dings und Bums muss unbedingt heute noch fertigwerden. Und überhaupt ist so viel zu tun, dass keine Zeit für Pausen bleibt.
  • Sich zu wichtig nehmen: Wer viel zu tun hat, wird gebraucht und ist wichtig. Wer dagegen Zeit für Pausen hat, hat offenbar nur zu wenig zu tun - und ist folglich nicht so wichtig.
  • Nur noch kurz”: Man ist ja sowieso gleich fertig, da will man die Arbeit nicht so kurz vor dem Ende unterbrechen. Und dann arbeitet man und arbeitet und arbeitet …

Das sind alles einleuchtende Gründe, sie entspringen aber einer sehr kurzfristigen Denkweise. Wer so denkt, wird nie eine Pause machen - und ist dann plötzlich so kaputt, dass er sich nur noch aufs TV-Delirium am Feierabend freut.

Richtig Pause machen

Pausen macht man am besten dann, wenn man noch Reserven hat. Wer eine Pause "braucht", hat den richtigen Zeitpunkt schon verpasst. Das ist wie mit dem Trinken: Der Körper reagiert erst dann mit Durst, wenn er unbedingt etwas Flüssiges braucht. Besser ist es, schon vorher zu trinken. Du tankst ja Dein Auto auch nicht erst dann, wenn der Motor schon stottert.

  • Kurze Pausen: Nach spätestens 45 Minuten ist eine kurze Pause (2-3 Minuten) nicht verkehrt. Kurz mal strecken, sich bewegen, etwas anderes denken und dann weiter an die Arbeit.
  • Kaffeepause: Nach etwa 2 bis 2,5 Stunden kannst Du Dir einen schönen Kaffee gönnen und dabei 15-20 Minuten ausspannen.
  • Längere Pause: Nach spätestens 4 Stunden braucht es eine richtige Pause von mindestens 45-60 Minuten, in der man richtig abschaltet.

Wichtig ist, aktiv Pause zu machen: Sitzenbleiben und im Internet surfen zählt nicht. Hier ein paar spontane Vorschläge für die Pausenbeschäftigung:

  • Einen Apfel essen
  • Sich strecken, dehnen, lockern
  • Fenster auf, hinausschauen und tief durchatmen
  • Ein paar Schritte gehen
  • Kaffee stehend trinken
  • Ein Glas Wasser trinken
  • Augenmassage
  • Bewegung, und sei es nur kurzes Hüpfen an Ort und Stelle

Klar ist: Die Arbeit wird nicht weniger und erledigt sich leider nicht von alleine. Doch mit richtigen, guten und aktiven Pausen dazwischen steigt der Energielevel und Du kannst konzentrierter und effektiver arbeiten.

Kommentare

  • Martin Labuschin

    08.04.09 (21:34:09)

    Netter Artikel. Danke für den Anstoß!

  • Julian Schrader

    09.04.09 (19:44:49)

    Vielen Dank — sehr guter Artikel. Danke auch meinerseits für den Anstoß — ich habe in letzter Zeit leider das Beachten meiner 60-60-30-Timer sehr schleifen lassen, das möchte ich wieder ändern. :-)

  • Rai

    10.04.09 (22:49:01)

    Leider sieht das der Gesetzgeber ganz anders. Erst nach 6 Stunden sieht das Arbeitszeitgesetz eine Pause von 30 Minuten vor.

  • Axel Speitmann

    11.04.09 (17:33:28)

    Und nochmal ein Danke für den Beitrag. Ich finde es so wichtig regelmäßige Pausen zu machen. Nur so bleiben wir auf Dauer wirklich Leistungsfähig. Leider sehen das gerade in den letzten Jahren auch immer mehr Vorgesetzte nicht mehr so. Nur wer am Schreibtisch sitzt oder im Meeting stundenlang den Kopf rauchen lässt, zählt etwas. Aber ein kurzer Plausch mit den Kollegen oder ein kurzer Gang zum Kaffeeautomaten oder zur Post bringt uns wieder auf Trab. Ich vergleiche es gerne mit einer anstrengenden Bergtour. Nur wenn man in gewissen Abständen eine Rast macht, schafft man es bis zum Gipfel…und wieder zurück. Wer keine Pausen macht und sich total verausgabt, den holt irgendwann die Bergwacht. In diesem Sinne mach ich jetzt mal eine kurze Rast ;-)

  • Ivan Blatter

    16.04.09 (06:52:37)

    @Alle: Danke für die Kommentare! @Rai: Das ist richtig. Doch die Realität sieht anders aus: Wer macht nicht mal schon vorher einen Boxenstopp an der Kaffeemaschine oder bespricht mit den Kollegen nach der Sitzung noch rasch die Fussballspiele vom Wochenende? Besonders als Kopfarbeiter ist es schlicht und einfach nicht möglich, 6 Stunden ohne Pause konzentriert zu arbeiten.

  • Daniel

    23.02.11 (21:35:18)

    Auch eine Idee! Ein ähnliches Prinzip ist die Pomodoro Technik, da werden nur die Arbeitszeiten noch ein wenig kürzer gehalten und die Pausen ein Stück länger. Wer da vielleicht mehr Infos zu lesen möchte, findet hier mehr Informationen: http://geekroom.de/allgemeines/mit-der-pomodoro-technik-effizienter-arbeiten/

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