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07.05.14

Meine Taktiken für den Notfall: So bin ich auf Abruf kreativ

Manchmal ist Kreativität auf Abruf gefragt. Ich reagiere etwa mit entspanntem Brainstorming oder einem Blick auf meine älteren Arbeiten. Eine weitere Strategie liegt zwar nicht auf der Hand, funktioniert aber bei mir sehr gut: das Duschen.

Der Vorteil, wenn man über Jahre regelmäßig Blogbeiträge geschrieben hat: Man entwickelt im Laufe der Zeit eine gewisse Routine und lernt beispielsweise besser zu verstehen, wie man die eigene Kreatitivät stimuliert. Denn nichts plagt das eigene Gewissen mehr als ein anstehender Artikel, ohne dass man eine gute Idee für ihn hat.

Im vergangenen Jahr erläuterte ich, wie ich grundsätzlich meine Kreativität erhöhe und stimuliere - woraufhin auch imgriff-Redaktionsleiterin Sabine ihre Katalysatoren für Kreativität beschrieb.

Doch manchmal kommt es zu Situationen, in denen man unbedingt einen lesenswerten Text anfertigen möchte, aber unter akuter Ideenknappheit leidet. Auch dafür habe ich mittlerweile herausgefunden, welche Taktiken besonders gut funktionieren - denn auf Abruf schöpfersch tätig zu sein, geht sehr wohl. Hier sind die Verfahren, die mir speziell in solch schwierigen Lagen helfen.

 

1. Duschen

Ich gehöre zu den Menschen, die von einer Dusche nicht nur durch gesteigerte Reinlichkeit profitieren, sondern denen dabei auch Geistesblitze und Eingebungen kommen. Das funktioniert nicht immer, aber oft genug, um mich dazu zu veranlassen, auch mal in die Dusche zu steigen, nur um eine Idee für einen Blogtext zu produzieren.

2. Abwarten (und Kaffee trinken)

Die Betonung bei dieser Taktik liegt auf »Abwarten«, wobei natürlich auch eine Tasse Kaffee oder Tee helfen kann - schon durch die mit ihr verbundene Unterbrechung. Was mir nach vielen Jahren des täglichen Schreibens aber aufgefallen ist: Jedes Mal, wenn ich partout keine Ideen habe, obwohl ich gerne etwas »zu Papier« bringen möchte, kann ich mich darauf verlassen, dass nach einer Weile doch ein zumindest halbwegs guter Gedanke in meinem Kopf auftaucht. Besonders dann, wenn ich mich bewusst hinsetze oder spazieren gehe und dabei mentales Brainstorming betreibe. Es ist ein schönes Gefühl, zu wissen, dass ich mich in diesem Punkt auf mich verlassen kann. Sport kann auch funktionieren - bin ich jedoch zu abgelenkt, dann ist die unmittelbare kreativitätsfördernde Wirkung nicht gegeben.

3. Alte Arbeiten von mir anschauen

Auch das kann helfen: Manchmal schaue ich mir an, was ich vor zwei Monaten oder Jahren gerade publiziert habe, und »surfe« dann ein wenig durch meine eigenen Texte. Früher oder später stoße ich garantiert auf Sachverhalte, damals identifizierte Trends oder Problematiken, an die ich jetzt anknüpfen könnte.

4. Meditation

Eigentlich ist das Ziel des Meditierens ja, möglichst die eigene aktive Gehirnarbeit zu reduzieren und Gedanken, die einem unweigerlich kommen, schnell wieder ziehen zu lassen. Mir fällt dies jedoch äußerst schwer. Und besonders wenn ich im Laufe des Arbeitstages eine Meditationspause mache, ist es schon öfters geschehen, dass ich pötzlich einen Einfall für einen Beitrag hatte, der mich dann nicht mehr loslässt. Damit erfüllt zwar die Meditation nicht ihren von mir ursprünglich vorgesehen Zweck, aber über das Resultat kann ich mich dennoch nicht beklagen. Weniger ausgeprägt ist dieser Effekt, wenn ich am frühen Morgen oder nach Beendigung meiner Arbeit meditiere.

5. Lesen

Klar, viele Ideen bauen auf vorherigen Informationen auf. Widme ich mich meinen RSS-Feeds oder meiner Liste mit ungelesenen Artikeln, erhalte ich schnell viele Impulse und fast garantierte Inspiration.

Viele weitere Tipps, um auf Abruf schöpferisch tätig zu sein, findet Ihr in dieser Liste.

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