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13.06.14Leser-Kommentare

Krankmacher Stress: Regierung prüft Anti-Stress-Gesetz

Negativer Stress macht krank und mindert die Leistungsfähigkeit. Um Arbeitnehmer und Krankenkassen zu schonen, bringt Arbeitsministerin Angela Nahles eine Anti-Stress-Verordnung ins Gespräch.

Stress kann krankmachen Stress kann krankmachen

Arbeitsministerin Angela Nahles (SPD) will eine Anti-Stress-Verordnung. Besonders auf die Dauererreichbarkeit, die in manchen Berufen vorausgesetzt wird, hat es die Politikerin abgesehen. Diese soll nach wissenschaftlichen Erkenntnissen direkt mit der Zunahme psychischer Erkrankungen zusammenhängen, wie Nahles im Interview mit RP-Online betonte. Inwiefern eine solche Verordnung umzusetzen ist, soll nun die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin prüfen. Geplant sind Belastungsgrenzen nach allgemeingültigen und rechtssicheren Kriterien.Fakt ist: Die Work-Life-Balance hat sich in ganz Europa erheblich verschlechtert. Der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge gelingt es den Europäern im Zuge der Wirtschaftskrise zunehmend schlechter, einen Ausgleich zwischen Arbeit und Privatleben zu schaffen. Die Folge ist Stress, und dieser kann krankmachen – sowohl körperlich als auch psychisch.Laut Weltgesundheitsorganisation ist Stress eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts. Doch nicht jede Art von Stress ist ungesund. Die Forschung unterscheidet zwischen Eustress und Disstress. Während positiver Eustress ein Erregungspotenzial darstellt, das für den Körper unerlässlich ist, da es die Aufmerksamkeit erhöht und die Leistungsfähigkeit des Körpers fördert, versteht man unter Disstress Reize, die als bedrohlich, unangenehm und überfordernd empfunden werden. Diese Art von Stress führt zu einer starken Anspannung des Körpers, die auf Dauer zu einer Minderung der Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit führt. Als Dauerzustand kann Disstress zu körperlichen und psychischen Beschwerden bis hin zum Burnout-Syndrom führen.Um eine Langzeitwirkung von Disstress zu vermeiden, ist ein gesunder Ausgleich unabdingbar. Der Ratgeber von Medipolis zeigt hier drei wesentliche Ansatzpunkte auf: Entspannung, Sport und Ernährung.

  • Entspannungsübungen: Yoga, Autogenes Training oder Atemschulungen helfen, angestaute Energien freizusetzen und Verspannungen in den Muskeln zu lösen. Körperübungen fördern die Beweglichkeit und sorgen für eine gute Durchblutung.
  • Körperliche Fitness: Sport trägt aktiv zum Stressabbau bei. Bereits eine halbe Stunde Bewegung täglich hilft, den Kopf frei zu bekommen, körperlichen Beschwerden entgegenzuwirken und so den Berufsalltag stressfrei zu meistern.
  • Anti-Stress-Ernährung: Gerade in stressreichen Phasen ist eine ausgewogene Ernährung entscheidend. Obst, Gemüse und proteinreiche Snacks wie Nüsse oder Sonnenblumenkerne geben Kraft für anstrengende Aufgaben. Zucker, Kaffee und chemische Zusatzstoffe hingegen sollten gemieden werden.

Das Anti-Stress-Gesetz bleibt derzeit noch umstritten. Erste Ergebnisse der bundesamtlichen Prüfung werden erst 2015 erwartet. So lange sollten Arbeitnehmer jedoch nicht warten und die Stressbewältigung mit den oben genannten Tipps frühstmöglich selbst in die Hand nehmen.

Kommentare

  • Mathis

    13.10.14 (19:55:17)

    Hey, ich glaube, dass vor solch drastischen Maßnahmen noch einiges erforscht werden muss. Interessant ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel dieser TED Talk http://youtu.be/RcGyVTAoXEU in dem behauptet wird, dass Stress vor allem dann krank macht, wenn man eben dies denkt. Liebe Grüße, Mathis

  • Sandra

    16.10.14 (10:10:16)

    Ich meine, es ist Irrweg zu glauben, mehr Stress an der Arbeit durch mehr Effizienz und bessere Freizeitorganisation ausgleichen zu können. Das Geheimnis liegt im Weniger

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