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29.01.14

Kraft tanken (III von III): Mit diesen Konzentrationsübungen sparst Du Kraft

Unzählige neue E-Mails, der Kollege nebenan telefoniert laut, viele unerledigte Aufgaben, und das Meeting in drei Stunden ist auch noch nicht vorbereitet... Unser Stresslevel und die verfügbare Kraft hängen oftmals eng zusammen mit der Fähigkeit, zu filtern und die Konzentration voll auf das aktuell Wichtigste und Dringendste zu lenken. Mit diesen einfachen Übungen trainiere ich meine Konzentrationsfähigkeit.

Paul Heaberlin bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)Sobald ich nicht mehr achtgebe und mit der nötigen Disziplin konzentriert bleibe, lasse ich mich von allerlei Störfaktoren ablenken: Browser, Smartphone, Telefon, Outlook, Kollegen im Zimmer.

Inspiriert durch die ganzen Feeds und Timelines in der Freizeit (Twitter, Facebook, etc.) hat mein Hirn bezüglich Konzentration etwas Bedenkliches «gelernt»: Sobald eine Neuigkeit eintrifft, driftet meine Aufmerksamkeit von der bisherigen Aufgabe ab. Geht es Euch manchmal ähnlich? Die folgenden Konzentrationsübungen trainieren das Hirn, damit es sich nicht ablenken lässt.

1. Den Blickwinkel verändern

Ich nenne es die «Adlerperspektive». Ähnlich wie ein Raubvogel aus grosser Höhe eine Maus im Dickicht aufspürt und erbeutet, kann man ein Problem angehen. Dazu schliesst man die Augen und stellt sich vor, man stehe auf einem offenen Feld. Jetzt hebt man sich in die Luft empor und kreist über dem Feld in grosser Höhe, so lange bis man die Kraft spürt, die von dieser Bewegung ausgeht.

Jetzt an das Problem denken, das einen gerade beschäftigt. Dieses befindet sich ebenfalls dort unten. Sich das Problem aus der Höhe entspannt anschauen. Der Abstand allein tut schon gut, nicht? Jetzt ist es an der Zeit, sich mit der bestmöglichen Lösung zu befassen - von da oben gesehen gibt es eigentlich keinen Grund, weshalb sie nicht Realität werden sollte.

2. Alles zu seiner Zeit

Jedes Mal, wenn ich eine neue Aufgabe beginne, nehme ich mir kurz Zeit, das gewünschte Ziel zu visualisieren: Was soll daraus werden, wie lange werde ich dafür haben? Und dann verbanne ich alle anderen Aufgaben aus meinem Kopf. Die kommen später dran. Damit ich diese hier zufriedenstellend erledigen kann, dürfen mich die anderen nicht ablenken.

Sobald die Aufgabe erledigt ist, stehe ich kurz auf und öffne das Fenster oder fülle meine Wasserflasche auf. Diese kleine Pause erleichtert mir das erneute Fokussieren auf die nächste Aufgabe.

3. Feinsinnig leben

Damit man sich konzentrieren lernt, muss man auch lernen, sich selbst mit den feinen, leisen Dingen zu beschäftigen und sich dadurch zu sensibilisieren. Die vielen alarmierenden Reize tun uns nämlich nicht gut.

Die Übungen dazu: Das Essen geniessen ohne Fernsehen oder Radio. Sich bei Gesprächen voll und ganz dem Gegenüber widmen, indem man nur darauf hört was er oder sie sagt und nicht bereits überlegt, was man antworten will.

 

Bild: Paul Heaberlin bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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