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12.09.11

Kommunikation: Richtig Feedback geben

Um produktiv zusammen zu arbeiten, ist gegenseitiges Feedback Voraussetzung. Einige Tipps und Regeln, damit Deine Rückmeldungen gut ankommen und das gewünschte Resultat zeigen.

Aus Rückmeldungen von anderen Personen lernen wir häufig am meisten. Als Kollegen, Vorgesetzte oder Freunde stehen wir auch in der Pflicht, Feedback zu geben - das ist nicht immer ganz einfach. Einige praktische Regeln helfen dabei und erhöhen die Chancen, dass die Rückmeldung vielleicht etwas in Gang setzt.

Dabei geht es vor allem darum, klar und verständlich zu kommunizieren. Nur nicht kuscheln hat Simone hier vor einigen Tagen deshalb gefordert. Klar, verständlich und zielorientiert - denn schliesslich geht es darum, dass Fehler in Zukunft vermieden werden können. Hier haben wir fünf konkrete Tipps zur Formulierung von Feedback zusammengetragen.

  • Konstruktiv 
Wer Feedback wünscht, will nicht "niedergemacht" werden. Er hofft, dass das, was er zu hören bekommt, konstruktiv gemeint ist. Damit ist gemeint, dass das Feedback zur prinzipiell möglichen Weiterentwicklung des Feedback-Nehmers beitragen will. Es soll ihm auf diesem Weg unterstützen, Perspektiven aufzeigen und keine Steine in den Weg legen.
  • Beschreibend und subjektiv, (Bewertungen und Interpretationen aussen vor lassen) Die eigene Wahrnehmung und Reaktion beschreiben. Spreche immer nur von dir “ich finde…” und nicht “die ganze Belegschaft ist der Meinung, dass…
  • Konkret (keine Verallgemeinerungen) Jemandem zu sagen, er oder sie sei untragbar, bringt nicht viel. Damit eine Verhaltensänderung stattfinden kann, muss das Gegenüber wissen, was genau stört. Als Beispiel: “ich finde es unmöglich, dass du immer mit vollem Mund sprichst und dabei auch noch spuckst.” Ok, das käme vielleicht nicht so gut an. Anderes Beispiel: “Mich stört, dass du immer wieder vergisst, die tägliche Newsmeldung auf der Website zu aktualisieren. Das gehört zu deinen Aufgaben und muss jeden Morgen bis um 10.00 Uhr erledigt sein.”
  • Man sollte nicht nur negatives äussern, denn Kritik ist schwer einzustecken. Verbesserungsvorschläge hingegen sind leichter anzunehmen. Nicht “jetzt hast du schon wieder vergessen Beate von der Buchhaltung zu informieren und das Protokoll von letzter Woche war schrott. Überhaupt, deine Arbeitsleistung lässt schwer zu wünschen übrig…” sondern “Die Rechnung hätte längst gestellt werden sollen, Beate wusste jedoch von nichts. Wie wäre es, wenn du Beate jeweils eine Kopie der Auftragsbestätigung zustellst, sobald der Auftrag im System erfasst ist? So geht nichts verloren.” Hört sich doch gleich viel freundlicher an, oder?
  • Den richtigen Moment abwarten. Grundsätzlich gilt, den Betroffenen so schnell wie möglich auf das Problem hinzuweisen. Denn, was lange zurückliegt, ist schwer nachzuvollziehen. Das heisst jedoch nicht, dass man sich wie eine Furie auf die Person stürzen soll. Zuerst tief durchatmen und mit ruhiger Stimme den Betroffenen um ein Gespräch bitten. Auch die Gefühlslage des Anderen ist zu berücksichtigen, negatives Feedback wird schlecht angenommen, wenn die Person schlecht gelaunt oder bedrückt ist.

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