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13.05.07

Im Test: RoboForm - bequeme und sichere Passwortverwaltung

RoboForm ist eine intelligente Applikation, die Passwörter und Nutzerdaten speichert und verschlüsselt. Surfen wird damit noch bequemer - und vor allem sicherer.

RoboForm-LogoDie Verwaltung von Passwörtern war hier ja schon mal ein Thema. Kommentator oli hat schon damals RoboForm empfohlen und auch BenBit hat in seinem schon fast legendären Live Hack beim BlogCamp in Zürich den Zuschauern die Passwort-Software von Siber Systems ans Herz gelegt. Zufällig habe ich auf der CeBIT den Marketing-Manager von Siber Systems getroffen und konnte ihn um eine Testversion von RoboForm bitten.

RoboForm ist nicht bloß ein Passwortmanager, sondern auch ein "Formularausfüller", der mit einer Genaugkeit von über 95 Prozent Felder wie zum Beispiel Name, Adresse, Beruf etc. automatisch ausfüllt. Als kleines Special Feature kann man auch so gennante SafeNotizen anlegen - dabei handelt es sich um sensible Daten, die eher in der Offlinewelt angesiedelt sind (Kreditkarten-PIN, Kombination des Fahrradschlosses etc.). All diese Daten werden durch ein Masterpasswort geschützt. Schauen wir uns aber zuerst einmal die Passwortfunktion an.

 

Bei der Erstinstallation importiert RoboForm automatisch alle gespeicherten Passwörter aus dem Internet Explorer - einfach so. Schon dies zeigt, wie unsicher im Browser gespeicherte Passwörter eigentlich sind. Bei meinem Testlauf wurden die in Firefox gespeicherten Passwörter jedoch nicht einfach "mir nichts dir nichts" importiert, was sicherheitstechnisch wohl für den Feuerfuchs spricht. Immer wenn man nun auf einer Website ein dem Programm bislang unbekanntes Passwort eingibt, wird eine so genannte PassCard angelegt. Bei normalem Rumsurfen hat man so in ein bis zwei Tagen die wichtigsten Passwörter als PassCard gespeichert und ist dann nicht mehr auf die im Browser gespeicherten Passwörter angewiesen (in Firefox gespeicherte Passwörter werden ja automatisch eingefüllt und dann von RoboForm übernommen - nach einiger Zeit kann man also in Firefox alle Passwörter löschen). Da sich RoboForm in einer Toolbar im Browser einnistet, kann man nun bequem den Benutzernamen und das Passwort von RoboForm per Mausklick eintippen lassen, wenn man auf ein Loginfenster gelangt. Das Programm erkennt automatisch die jeweilige Seite und schlägt eine Passcard vor:

Toolbar RoboForm

Man kann RoboForm aber auch als Favoritenliste gebrauchen. Statt eine Seite anzusurfen und dann das Passwort via RoboForm eingeben zu lassen, kann man aus all den gespeicherten PassCards direkt die gewünschte auswählen. Daraufhin wird die Seite im Browser geöffnet, die Userdaten werden eingegeben und in den allermeisten Fällen "drückt" RoboForm sogar auf den Login-Button. Dies ist zuerst zwar etwas ungewohnt, zumal man ja meist auf die "normalen" Favoriten bzw. Lesezeichen zurückgreift. Nach kurzer Zeit freut man sich jedoch über die eingesparte Zeit (auch wenn's nur ein paar Sekunden sind).

PassCards

Was ist nun aber der Unterschied zu den im Browser gespeicherten Passwörtern? Einerseits verschlüsselt RoboForm die Passcards mit einer bis zu 256 Bit starken Verschlüsselung (AES, Blowfish, RC6 oder DES). Man kann gespeicherte Passwörter also nicht mehr einfach so im Plain Text einsehen. Andererseits schützt RoboForm alle Passwörter durch ein Masterpasswort. Dabei ist es dem User überlassen, ob er das Masterpasswort nur ein Mal pro Sitzung eingeben will oder ob er es zum Beispiel in gewissen Zeitabständen oder nach jedem Aufwachen aus dem Standby-Modus wieder eintippen möchte. Da dieses eine Masterpasswort den Zugang zu allen anderen Passwörtern ermöglicht, sollte man nach Möglichkeit nicht iloveknut wählen. Etwas im Sinne von d78%nZrSw21 dürfte da schon angebrachter sein. Da RoboForm das Management aller anderen Passwörter übernimmt, sollte man es eigentlich schon schaffen, sich dieses eine Masterpasswort zu merken. Um Keylogger zu umgehen, kann man das Masterpasswort sogar auf einer Bildschirmtastatur eingeben.

Wie es der Name vermuten lässt, kann RoboForm aber noch viel mehr. Wenn man einmal all seine Daten wie Adresse, Telefonnummer, E-Mail etc. eingegeben hat, füllt RoboForm Formulare im Handumdrehen aus. Da man mehrere Profile eingeben kann, ist es für mich zum Beispiel kein Problem, mal ein Formular als Blogwerk-Damian und mal als Privat-Damian auszufüllen. Die Erfolgsquote liegt gemäß Simon Davis, dem Marketingverantwortlichen, bei 98%; meine Tests können diese Zahl bestätigen. Da RoboForm wirklich fast alle Situationen voraussieht (bevorzugter Benutzername bzw. Passwort, Kreditkartennummer, Jahreseinkommen etc.) muss man wirklich nur höchst selten ein Feld von Hand ausfüllen.

Formularausfüller

Eine weitere hilfreiche Funktion sind die so genannten SafeNotizen. Diese werden ebenfalls durch das Masterpasswort geschützt und können sensible Daten wie zum Beispiel PIN-Codes oder andere Dinge, die man besser nicht auf ein Stück Papier notiert, aufnehmen.

SafeNotizen

RoboForm ist also sehr zu empfehlen, erleichtert einem nicht nur das Leben, sondern macht auch das Surfen deutlich sicherer. In einer abgespeckten Version (maximal zehn PassCards) ist RoboForm gratis. Die Pro-Lizenz mit quasi unbeschränkten Möglichkeiten kostet 27 ?. Wer auch unterwegs und vor allem auf anderen Rechnern nicht auf seine Passwörter verzichten kann, kann sich die Version "RoboForm2Go" auf einen USB-Stick installieren und so auf gespeicherte Passwörter zugreifen. Die Vollversion von RoboForm2Go kostet 17 ?. RoboForm funktioniert leider nur auf Windows, unterstützt dort mit Ausnahme von Opera jedoch alle gängigen Browser.

Mehrwert: RoboForm

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