14.07.11 04:31

, von Thomas Mauch

Google+: Sieben Einsatzmöglichkeiten für das neue soziale Netzwerk

Google+ ist seit rund zwei Wochen online und soll bereits 10 Millionen Nutzer angezogen haben. The Next Web hat eine Liste erstellt: Für was kann man Google+ nutzen?

Die Experten streiten sich noch, ob Google+ nun Facebook Konkurrenz macht, oder Twitter oder Foursquare oder allen zusammen. Martin hat Google+ auf netzwertig.com bereits in mehreren Artikeln vorgestellt. Google+ bietet einige neue Features: Es gibt die Circles, die Videochat-Funktion für Gruppen und die Möglichkeiten, anderen Nutzern auch ohne gegenseitiges Einverständnis zu folgen.

Der Technologie- und Business-Blog The Next Web hat sich derweil Gedanken darüber gemacht, was man denn mit dem neuen sozialen Netzwerk alles anstellen kann. Die Autoren sind dabei auf sieben Einsatzmgöglichkeiten gestossen, die sich mit Google+ besser als mit anderen sozialen Netzwerken umsetzen lassen:

1. Google+ als Blog

Wer möchte, kann seinen Blog auch auf Google+ führen - alle notwendigen Funktionen sind vorhanden und die Postings lassen sich öffentlich (also auch ausserhalb der eigenen Circles) zugänglich machen. Der US-amerikanische Investor und Digg-Gründer Kevin Rose ist mit seinem Blog bereits umgezogen.2. Google+ als Reisetagebuch

Dank den Geolocation-Features der Browser- wie auch der Mobile-App kann Google+ als Reisejournal verwendet werden. Wer eine Reise aufzeichnen will, kann via Smartphone ein Bild online stellen, via GPS den Ort hinzufügen und den Aufenthalt mit den Followern teilen.

3. Google+ als Unterrichts-Instrument

Circles eignen sich gut, um Online-Lerngruppen oder ganze Klassen auf Google+ zu organisieren. Die Hangout-Funktion kann als Gruppen-Brainstorming-Tool verwendet werden oder um in Kleingruppen Fragestellungen zu bearbeiten.

4. Google+ als Crowdsourcing-Plattform

Mit Google+ kann die kollektive Intelligenz der Plattform-Nutzer einfacher genutzt werden: Einfach Fragen oder Problemstellungen posten und nach Inputs, Informationen, Lösungen etc. fragen. Die offene Architektur der Circles erlaubt, einen grösseren Kreis von Menschen anzusprechen als etwa auf Facebook.

5. Google+ für Podcasts

Die Hangout-Funktion kann auch dafür verwendet werden, Gruppendiskussionen aufzuzeichnen und anschliessend also Video zur Verfügung zu stellen. Die Kollegen von Phandroid haben eine einfache Anleitung dafür veröffentlicht.

6. Google+ nutzen, um Lesezeichen zu verwalten

Bookmarking-Tools gibt es bereits einige, die gleiche Aufgabe lässt sich auch mit Google+ erledigen. Wer private Bookmarks aufbewahren will, muss lediglich einen privaten Circle ohne andere Follower aufsetzen und speichert darin die Lesezeichen ab.

7. Google+ als Routenplaner

Eine eher kreative Idee: Wer sich nicht unterwegs nicht mehr zurecht findet, teilt seinen aktuellen Aufenthaltsort via Google+ mit seinen Freunden und bittet um Hilfe.

Wird Google+ zu einem Arbeitsinstrument?

Natürlich, alle dieser Funktionen lassen sich schon heute ganz prächtig mit verschiedenen Tools lösen - teilweise besser, weil sich diese Instrumente auf eine Aufgabe konzentrieren. Die Frage ist, ob die Leute beginnen, Google+ im Sinne einer All in one-Lösung zu nutzen. Die Features von Google+ eröffnen dem Netzwerk sicher das Potenzial dazu, mehr zu sein als nur ein Facebook-Klon.

Beim Herumspielen auf Google+ hatte ich bis jetzt stark den Eindruck, dass sich die Plattform für einige Aufgaben im Business-Umfeld sehr gut eignen würde - etwas die Videokonferenzen oder die einfache Möglichkeiten, Teams in Circles zu organisieren. Die spannende Frage der nächsten Wochen und Monate ist, wie die User Google+ einsetzen und wohin sich die Plattform entwickeln wird.

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Kommentare: Google+: Sieben Einsatzmöglichkeiten für das neue soziale Netzwerk

Na, das mit dem Bookmarking ist schon sehr kreativ ;-) Vielleicht besser: als Projektmanagement-Tool? Ich habe da gestern mal was dazu geschrieben: http://www.kubitz.net/projekte/google-at-work-taugt-das-was/ Fröhliche Grüße eric

Diese Nachricht wurde von Eric am 14.07.11 (05:18:51) kommentiert.

Danke für den Hinweis, spannend zu lesen. Irgendwie sagt mein Bauchgefühl auch, dass Google+ ein Arbeitsinstrument werden wird. Bzw. dass es dafür genutzt werden wird. Es bleibt spannend!

Diese Nachricht wurde von Thomas Mauch am 14.07.11 (05:25:46) kommentiert.

Wie kann ich denn Lesezeichen in eine. Google Circle abspeichern?

Diese Nachricht wurde von Jan am 14.07.11 (06:57:48) kommentiert.

Zuerst einen neuen Circle erstellen und ihm einen Namen geben. Dann niemanden hinzufügen. Dann Links posten und nur mit diesem Circle teilen. So sollte es klappen.

Diese Nachricht wurde von Thomas Mauch am 14.07.11 (07:12:16) kommentiert.

Google+ für geschlossene Arbeitsgruppen (ohne Hochgeheim-Inhalte) - durch Circles. Kopplung mit GoogleDocs werden wir wohl noch sehen. Mehr zu Google+ in der PR hier: http://bernetblog.ch/2011/07/13/google-das-neue-bunte-business-sofa/

Diese Nachricht wurde von Marcel Bernet am 14.07.11 (14:15:36) kommentiert.

Vielleicht haben wir bald ein blaues Sofa und eine bunte Werkbank.

Diese Nachricht wurde von Thomas Mauch am 14.07.11 (19:45:56) kommentiert.

Stimmt: Werkbank passt besser. Sofa hat sich mir bei Facebook wegen der Drin-Versink-Sitzenbleib-Tendenz aufgedrängt. Bei zunehmender Integration aller Google-Werkzege wird man(n) sich wohl auch ziemlich lange daran aufhalten...

Diese Nachricht wurde von Marcel Bernet am 15.07.11 (09:21:43) kommentiert.

Wenn man bedenkt, dass Google+ ein paar Konzepte von Google Wave weiterführt, dann ist es gar nicht mehr so erstaunlich, dass sich da einiges für die Arbeit im Team eignet. Wave ist ziemlich kläglich baden gegangen, das war auch wirklich kein tragfähiger Spaß. Nach ein paar Stunden Wave-Test bin ich da nie wieder rein. Wird man sehen müssen, wie sich Google+ entwickelt. Ich persönlich fühle mich bei G+ noch nicht "zuhause". Nach mehreren Jahren Facebook ist die Umstellung nicht mehr so einfach, obwohl ich Facebook aufgrund der "Firmenpolitik" mittlereile ziemlich satt habe. Seit ich vor ein paar Wochen auch bei Google+ einen Account bekommen habe, *sinkt* bei mir die Zeit, die ich auf Social Media Plattformen verbringe: Sind einfach zu viele Infos, die da auf einen einprasseln und verarbeitet werden wollen. Ich werde mir die weitere Entwicklung bei Google+ und Facebook zwar ansehen, aber wohl nicht mehr wirklich mitmachen. Zeit ist kostbar und Social Media ist doch ein ziemlicher Zeitfresser.

Diese Nachricht wurde von Elena am 10.08.11 (13:51:36) kommentiert.
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