27.05.13 07:33, von Simone Janson

Gemeinsam durch dick und dünn: Wie Outdoor-Erfahrungen die Zusammenarbeit verbessern

Zusammenhalt macht stark. Das wissen auch große Unternehmen und verbinden zunehmend Teambuilding-Maßnahmen mit ungewöhnlichen Outdoor-Erfahrungen. Was kann der Einzelne aus solchen Erlebnissen ziehen? Eine persönliche Erfahrung.


Teambuilding in ungewöhnlichen Outdoor-Umgebungen und unter extremen Bedingungen scheint für Personal-Abteilungen gerade ein Trend-Thema zu sein: Die Metro schickt junge Führungskräfte in die Antarktis, die Deutsche Bahn veranstaltet Überlebens-Trainings in der Natur, um Teams zusammenzuschweißen, und Daimler geht laut Facebook-Seite mit seinen Trainees bei eisigen Temperaturen im März klettern.

Verbessern ungewöhnliche Aktionen tatsächlich die Zusammenarbeit?


Dabei stellt sich die Frage: Sind solche Aktionen kaum mehr als ein netter PR-Gag von Firmen, oder verbessern die ungewöhnlichen Bedingungen tatsächlich die Zusammenarbeit in der Gruppe? Kommt dies auch der Produktivität des Einzelnen zugute?Das sind Fragen, die ich mir im vergangengen Jahr bei einer Team-Erfahrung der besonderen Art beantworten konnte – nämlich bei einer Klettertour im Jaques-Cartier-Nationalpark im kanadischen Québec. Wenn die kanadischen Parks auch gut ausgebaut sind, so gibt es hier doch frei umherlaufende Wölfe und Bären. Und es gibt steile Felsen und dunkle Höhlen, über und durch die wir gemeinsam als Gruppe geklettert sind.

5 persönliche Erfahrungen beim Team-Building

  • Zusammenhalt macht stark: Wir kletterten gemeinsam über glitschige Felsen und einen steilen Pfad empor. Das ging nur, weil wir uns gegenseitig geholfen und unterstützt haben.
  • Jedes Team ist nur so stark wie sein schwächstes Glied: Auf unserer Klettertour bewahrheitete sich dieser alte Spruch. Denn wenn hinten oder in der Mitte einer schwächelte, konnten auch die vorne nicht weiter.
  • Nur wenn man auf die anderen achtet, kommt man voran: Wir hatten auch Kinder in der Gruppe. Diese wurden von der Gruppe instinktiv in die Mitte genommen, um sie zu schützen.
  • Auf Vertrauen kommt es an: An einer Stelle kletterten wir durch eine Höhle, in der es so dunkel war, dass man die Hand nicht vor Augen sehen konnte. In dieser Situation hatten wir quasi gar keine andere Wahl, als uns blind zu vertrauen.
  • Teamarbeit geht vor Ego-Trip: Die Ellenbogen auszufahren wäre in dieser Situation einfach wenig förderlich gewesen gewesen. Im Gegenteil: Auch ich als Individuum kam im Schutz der Gruppe besser voran. Teamarbeit geht also vor Ego-Trip.

Das war schließlich die Erkenntnis, die ich aus dieser spannenden Erfahrung mitgenommen habe: Die eigene Arbeitsorganisation stets zu optimieren ist schön und gut, aber wenn ich mich nicht an anderen orientiere und auf andere achte, werde auch ich scheitern. Die Team-Arbeit optimal zu organisieren und das gemeinsame an-einem-Strang-Ziehen in der Gruppe ist für den Erfolg des Einzelnen ebenso wichtig wie für den Erfolg der Gruppe.


 

Bild: ~ggvic~ bei flickr.com (CC BY 2.0)

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