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25.04.08

Frust lass nach! Was man gegen Frust tun kann

Frust lässt sich nicht immer vermeiden. Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir unzufrieden und frustriert sind. Doch man ist dem Frust nicht ausgeliefert. Mit einfachen Gegenmitteln lassen sich sogar die guten Seiten der Frustration nutzen.

Frust oder Frustration ist eine Unzufriedenheit mit der aktuellen (Lebens-)Situation. Du willst oder wünscht Dir etwas, aber Du erreichst oder bekommst es nicht (so). Der eine zuckt mit den Schultern und denkt sich: "Pech gehabt!" Der andere aber ist unzufrieden und wird frustriert. Das ist die persönliche Frustrationstoleranz, die man hat.

Problematisch ist Frustration, weil sie sich oft unbemerkt, schleichend, nach und nach aufbaut. Irgendwann ist der Frust so hoch, dass wir überhaupt keine Motivation mehr haben, und auch nicht die Kraft, eine Veränderung anzustoßen.

Doch dieses Potential hätte Frust durchaus: Er kann dazu führen, dass man seine Situation ändert. Manchmal wird die Frusterfahrung sogar gesucht, um danach ein Erfolgserlebnis zu haben. Ich schaue mir beispielsweise gerne Kartentricks an und bin immer total frustriert, wenn ich den Trick nicht sofort durchschauen (was meistens der Fall ist...). Aber dafür ist die Freude um so größer, wenn ich ihn dann irgendwann doch verstehe. Auch Kreuzworträtsel basieren auf dieser Logik.

Wenn man merkt, wie sich der Frust langsam aber sicher aufbaut, dann ist es höchste Zeit, etwas dagegen zu tun:

  1. Frust nutzen: Frustration kannst Du nur nutzen, wenn Du eine gute Selbstwahrnehmung und -beobachtung hast. Versuche möglichst früh, Frust zu bemerken und stell Dir dann vor, was passiert, wenn Du Dich an den Frust gewöhnst und nichts unternimmst. Mal Dir aus, wie der Frust steigt und steigt. Dann überleg Dir, was Du tun kannst, um es nicht so weit kommen zu lassen. Nimm also den worst case, um eine Veränderung anzustoßen.
  2. So-tun-als-ob: Klingt komisch, aber nützt. Tu einfach mal so, als ob Du motiviert und überhaupt nicht frustriert wärst. Irgendetwas passiert dann in Deinem Kopf. Ich kann es nicht erklären, aber es funktioniert. Genauso wie:
  3. Lächeln: Selbst wenn einem gar nicht zum Lachen zumute ist, werden schon nur durch die mechanische Bewegung Deiner Gesichtsmuskeln nach oben Hormone ausgeschüttet, die Deine Laune bessern. Mach das lieber nicht in der Straßenbahn, weil das Lächeln weder sehr charmant noch natürlich wirkt, aber es funktioniert.
  4. Ein- und Ausatmen: Das tun wir zwar ständig, aber mach es bewusst, wenn Du frustriert bist. Atme ein und dann atme ganz kräftig aus. Du kannst das auch noch mit Deinen Händen unterstützen: Balle beim Einatmen die Fäuste und mach beim Ausatmen eine Bewegung, also ob Du etwas aus Deinen Händen wirfst. (Wenn Du Dir dabei plötzlich absurd-komisch vorkommst, führt Dich das unter Umständen zu Punkt 3. Umso besser.)
  5. Liste schreiben: Und noch ein Tipp für die Links-Hirnler: Frust lässt sich gut abbauen, indem man etwas dagegen tut - und sei es nur der erste kleine Schritt. Schreib also eine Liste mit allem, was Dich frustriert. Neben jeden Frust schreibst Du den Wunsch oder das Ziel, der/das dahinter steht. Zur Erinnerung: Frust entsteht dann, wenn man nicht bekommt oder erreicht, was man sich wünscht oder will. In eine dritte Spalte schreibst Du dann den allerersten Schritt, denn Du machen musst, um das Ziel doch noch zu erreichen. Bekanntlich beginnt ja auch die längste Reise mit dem ersten Schritt. Mit Hilfe Deiner Liste siehst Du den Ausweg aus dem Frust und Du kannst anfangen, ihn abzubauen.

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