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27.06.14Leser-Kommentare

Flexiglass: Programmfenster anordnen und den Überblick behalten

Der Bildschirm wird mit unzähligen geöffneten Programmen leicht unübersichtlich. Mit Flexiglass können Programmfenster schnell und einfach übersichtlich angeordnet werden. Denn: Ordnung gehört zu den Grundbedingungen für produktives Arbeiten.

flexiglass_150Produktivität hat sehr viel mit Organisation zu tun. Nicht umsonst haben wir hier auf imgriff.com eine eigene Kategorie «Organisation». Und zu Organisation gehört für mich auch Ordnung. Hier mag es durchaus abweichende Meinungen geben, und einige sehen sich vielleicht als Genie, das das Chaos überblickt und erst dann richtig auf Touren kommt. Für den Rest von uns hilft Ordnung, um fokussierter und damit produktiver zu arbeiten.Nun beginnt Ordnung immer bereits im Kleinen, zum Beispiel bei einem übersichtlichen, weil aufgeräumten (physischen) Schreibtisch und (virtuellen) Desktop. Es gibt überhaupt keinen Grund, unzählige Dateien einfach aus Bequemlichkeit auf dem Desktop abzuspeichern. Fast so schlimm finde ich es, wenn ich Leuten auf den Desktop schaue, die völlig ungeordnet unzählige Programmfenster geöffnet haben. Sie arbeiten zwar im Evernote, links schaut aber noch ein Teil des Kalenders hervor und rechts buhlt das Mailprogramm um Aufmerksamkeit. Fokussiertes Arbeiten wird so unnötig erschwert.

Fokus durch sinnvoll angeordnete Programmfenster

Ich persönlich ordne meine Programmfenster immer bewusst an. Bearbeite ich beispielsweise ein Word-Dokument und benötige viele Informationen aus dem Web, ordne ich diese beiden Fenster gleichberechtigt nebeneinander an. Dies ist übersichtlich und verhindert unnötiges Switchen mit Alt + Tab. Oder Mail, Skype und Tweetdeck bilden nebeneinander angeordnet zusammen eine Art «Kommunikationsbildschirm».

Leider erfordert dieses Anordnung immer wieder einen manuellen Aufwand. Viele Programme öffnen ihre Fenster einfach in der Bildschirmmitte. Aber auch wenn ich die ideale Anordnung einmal vorgenommen habe, verliere ich sie: Im Zug arbeite ich am Laptop, im Büro schliesse ich einen externen Bildschirm an und bei Kunden einen Beamer. Entsprechend ändert sich immer wieder die Auflösung und damit die zuvor gewählte optimale Anordnung.

Schnell und einfach Ordnung schaffen

Abhilfe schafft die App  Flexiglass . Mittels Tastenkombination oder Menüleiste kann das aktuelle Programmfenster an einer bestimmten Position angeordnet werden. Zur Auswahl stehen: maximieren, Mitte, obere/untere/linke/rechte Hälfte, die Viertel oben links/oben rechts/unten links/unten rechts. Zudem kann ein Programmfenster auch auf einen anderen Monitor verschoben werden. Zieht man ein Fenster an die linke oder rechte Seite, füllt es automatisch die entsprechende Hälfte. Zieht man das Fenster auf dem Bildschirm ganz nach oben, wird es maximiert.

Flexiglass erlaubt es, Fenster von irgendeinem Ort im Programm zu bewegen und ihre Grösse zu ändern, und zwar nicht nur in der Titelleiste bzw. am Fensterrand. Ein Rechtsklick auf das grüne Plus-Symbol im Programmfenster zoomt es auf die ganze Bildschirmgrösse, ein Rechtsklick auf das rote X-Symbol schliesst das ganze Programm (statt nur das Fenster). Weiter können Ausnahmen definiert werden, also Programme, die nie verändert werden sollen.

Ein paar Funktionen mehr wären wünschenswert

Ich würde mir wünschen, dass die App noch ein paar Funktionen mehr hätte. So ist es zwar schön, dass man ein Programm auf die Hälfte oder einen Viertel des Bildschirms anordnen kann. Noch besser wäre aber zusätzlich eine Art Raster, an dem ich Programmfenster selber ausrichten könnte.

Die App für Mac OS 10.6 oder neuer kostet mit €8.99 nicht wenig, kann aber während 15 Tagen kostenlos getestet werden. Flexiglass ist bei Weitem nicht die erste Window-Management-App. Divvy ist eine Alternative, die auch für Windows erhältlich ist.

Kommentare

  • Till Müller

    27.06.14 (21:50:36)

    Hallo. Habe gute Erfahrungen mit BetterSnap gemacht. Das ist günstiger gewesen.

  • Tim Benke

    02.07.14 (09:17:50)

    Hallo, Kostenlos und open source ist slate. Das kann das alles und auch die grafische Aufteilung. Einziger Wermutstropfen : Die Konfiguration muss man über Eintragungen in einer Datei machen..

  • InsaneMole

    04.07.14 (22:43:44)

    Ich empfehle GridMove. Das basiert auf AutoHotkey, ist also wenn man denn unbedingt will mit ein bisschen Programmieraufwand beliebig erweiterbar. Und kostenlos. Grundlegend gibt es erst mal das gewünschte Raster in verschiedensten Varianten, die sich auch beliebig selbst basteln lassen. Ist allerdings in der Standard-Variante nicht unbedingt etwas für Tastatur-Minimalisten.

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