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06.07.11Leser-Kommentare

Entscheidungen: Wieso die Frage nach dem Erfolg unwichtig ist

«Werde ich erfolgreich sein» fragen sich viele Leute bei wichtigen Entscheidungen. Wir schlagen eine Alternative vor.

Peter Bregmann, Berater und Autor, denkt im HBR Blog darüber nach, was den ehemaligen Weltbank-Präsidenten Jim Wolfensohn erfolgreich gemacht hat.

Ist es das Risiko wert?

Neben vielen Faktoren wie Herkunft, Ausbildung oder persönlichen Eigenschaften kommt Bregmann vor allem auf einen Punkt:

Die meisten Leute fragen sich «Werde ich erfolgreich sein?», wenn sie sich mit einer Entscheidung, einem nächsten Schritt oder einer sich bietenden Gelegenheit beschäftigen. Jim aber stellt eine andere Frage: «Ist es das Risiko wert?»

Ja / Nein reicht häufig nicht

Der Unterschied: Die Frage, ob das Vorhaben das Risiko wert sei, setzt die Bereitschaft voraus, Neues zu lernen. Die Frage, ob sich der Erfolg einstellt, ist eine binäre und führt vielfach nur zur Lähmung. Denn Voraussagen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen... Bergmann schreibt: 

Jims Ansatz im Leben ist es, ein Risiko einzugehen, daraus zu lernen und mit neuem Wissen und Erfahrungen an das nächste Projekt zu gehen. Versagen ist ein wichtiges Element dieser Strategie.

Das ist für mich die Schlüsselaussage: Von Beginn weg ist akzeptiert, dass ein Vorhaben möglicherweise nicht gelingen wird. Für mich deshalb wichtig, weil wir uns nur dann aus der eigenen Komfortzone bewegen, wenn wir dieses Risiko in Kauf nehmen: Vielleicht klappt es nicht. Und trotzdem ist es OK.

Failure IS an option

Nehmen wir die Chance eines Fehlschlags nicht in Kauf, werden wir auf dem Bewährten, Bekannten und Vorhandenen sitzen bleiben. Viele Gelegenheiten würden wir nicht wahrnehmen, wenn wir die Frage nach dem Erfolg stellen.

Jim Wolfensohn wurde vom damaligen US-Präsidenten Bush gefragt, ob er den Job als Abgesandter der USA im Gaza-Streifen übernehmen würde. Wolfensohn hat es getan, weil er eine Chance sah, die das Risiko wert war. Nicht weil er wusste, dass er erfolgreich sein würde.

» Unlocking your success equitation von Peter Bregmann

Kommentare

  • Micha

    08.07.11 (01:19:52)

    Man kann auch erfolgreich sein in etwas, das einem gar nicht gefällt. Michael Jordan war der beste Spieler in der NBA und hat trotzdem zum Baseball gewechselt. Nicht des Geldes oder des Erfolges wegen, sondern aus persönlichen Beweggründen. Man kann also zum Manager des Jahres gewählt werden, aber wenn man im Herzen z.B ein Maler ist, wird einem das auch nicht viel nützen.

  • paule

    16.10.11 (21:55:00)

    Entschuldigung bitte aber wie passt denn bitte der erste Satz zu dem Rest deines textes? m.j. und keinen spass am Basketball? Er hat zum Baseball gewechselt weil dies der Wunsch seines Vaters war, der gerade zu dem Zeitpunkt gestorben ist. Und später hat Jordan zurück zu Basketball gewechselt, auch als er nicht mehr der Beste war. Das zeigt wohl seinen Spass am Basketball. Ansonsten unterstütze ich aber deine Aussage.

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