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13.04.08Kommentieren

Entscheiden im Team

Sich alleine für oder gegen etwas zu entscheiden, das Für und Wider abzuwägen und schließlich die Entscheidung zu fällen, kann schon schwer genug sein. Wirklich mühsam wird es aber erst, wenn es gilt, gemeinsam mit anderen eine Entscheidung zu diskutieren und zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Darum wird in vielen Firmen gar nicht erst versucht, Gruppenentscheidungen zu treffen. Nach der Devise "Viele Köche verderben den Brei" trifft meisten einer, in der Regel der Chef, die Entscheidung und stellt die anderen vor vollendete Tatsachen. Meetings, die der ideale Ort wären, Probleme auszudiskutieren, sind nicht selten reine Show-Veranstaltungen. Das eigentlich Wichtige wird hinter verschlossenen Türen gesagt.

Schade drum, denn Teamentscheidungen können äußerst sinnvoll sein. Zwar kosten sie eine Menge Zeit (genau das ist in vielen Firmen der Hauptgrund, sie zu vermeiden), doch sind sie in der Regel auch besser. Denn ein Gruppe hat meist ein größeres Wissen und mehr Erfahrung als der Einzelne und kann ein Problem aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Dabei kommen viele Lösungsalternativen heraus. Außerdem identifizieren sich hinterher alle mit den gefundenen Lösungen und bemühen sich intensiver um die Umsetzung, wenn sie bei der Entscheidung Verantwortung übernommen haben. Und: Die Verantwortung für eine Entscheidng lastet auf den Schultern aller und nicht des Einzelnen.

Damit gemeinsame Entscheidungen kein zähes Tauziehen werden, sollte man aber einige Punkte beachten:

  • Definiert das Problem ganz genau. Entwickelt für die Problemsituation Ziele, um die Umsetzung besser bewerten zu können.
  • Achtet darauf, dass jeder alle Informationen bekommt, die zur Entscheidungsfindung nötig sind.
  • Sucht bei allen Problemen, die das Team betreffen, gemeinsam mit den Mitarbeitern nach Lösungen.
  • Macht deutlich, dass die Lösung für jeden wichtig ist.
  • Greift bei der Suche nach Ideen auf Kreativitätstechniken (Brainwriting, Mindmaps usw.) zurück.
  • Die Ideenfindung für die Problemlösung läuft dabei in zwei Phasen: Erst werden nur die Ideen gesammelt, aber noch nicht kommentiert und bewertet. Erst in Phase Zwei werden die Ideen diskutiert und jeder darf seinen Senf dazu geben.
  • Begrenzt von vorneherein die Diskussionszeit - irgendwann muss Schluss sein mit dem Austausch von Informationen, Kommentaren und Argumenten. Jetzt steht die Entscheidung an!
  • Achtet darauf, dass alle die Entscheidung auch mittragen - nur so ist die Umsetzung gewährleistet.
  • Bietet bei Konflikten Kompromisse an, wenn sich die Fronten zu verhärten drohen. Aber auch die Gegenseite muss Kompromisse machen.
  • Entwickelt für die Umsetzung der Entscheidung Maßnahmenpläne und Terminvorgaben, damit Ihr den Stand der Umsetzung regelmäßig kontrollieren könnt.

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