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23.09.10

Empfindung und Alter: Warum Zeit verfliegt

Man merkt es nicht - zunächst. Aber mit zunehmendem Alter schleicht sich langsam das Bewusstsein in den Hinterkopf, dass die Zeit tatsächlich immer schneller vergeht.

Natürlich ist das auf subjektives Empfinden zurückzuführen, das ist nicht zu bestreiten - allen Einstein-Beweisen zum Trotz. Also frage ich mich, warum dennoch die erste Hälfte meines bisherigen Lebens soviel länger gedauert hat als die zweite: Bis ich zwanzig war, vergingen Jahrhunderte, aber vierzig war ich danach von einem Tag auf den anderen.

Die einfache Erklärung lautet:

Wir messen Dinge nach Erfahrung. Wer noch keine zwanzig Jahre gelebt hat, weiss nicht, wie lange sie dauern. Wer fünf ist, für den ist ein Jahr ein fünftel seines Lebens, für eine achtzigjährige dagegen ein Achtzigstel.

Wir setzen Dinge, Empfindungen und damit eben auch Räume, Distanzen und Zeitspannen in Relation zu unseren Erfahrungen, sprich im Falle der Zeit zu unserem Alter - und weil das Alter zunimmt, sinkt die subjektive Dauer jeden Jahres, das wir erleben.

Die Theorie zusammengefasst und mit mathematischen Formeln gespickt hat Andreas Weitl in diesem, leider nur als PDF vorhandenen Aufsatz:

» Erklärung zum subjektiven Zeitempfinden in Abhängigkeit vom Alter (Andreas Weitl)

Die holprige Einleitung hätte mich fast von der Lektüre abgehalten, aber das restliche Papier liest sich ganz gut.

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

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