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27.01.14Leser-Kommentare

Die größten Stressfaktoren auf Geschäftsreisen: 6 Tipps für entspannteres Reisen

Laut einer Studie klagen 55 Prozent der Befragten über stressige Geschäftsreisen. Was kann man tun, um diese entspannender zu gestalten? Einige Tipps.

Scott Swigart bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)Ich habe kürzlich wieder mal miterlebt, wie stressig eine schlecht geplante Reise enden kann: Zu einer Konferenz erschien der Mitarbeiter eines Unternehmens reichlich spät aufgrund von Zugverspätungen. Dann stellte sich heraus, dass von dem Hotel, das er vor Ort gebucht hatte, eher abzuraten ist. Ein anderes Hotel in der Umgebung konnte er im firmeninternen Buchungssystem nicht finden. Da war guter Rat teuer - und der Stress groß.

55 Prozent klagen über Stress auf Geschäftsreisen

Im April hat der Deutsche Reiseverband die Studie Chefsache Business Travel 2014 herausgegeben, wonach sich 55 Prozent der reisenden Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte über den Stress auf Geschäftsreisen beklagen.

  • Auf Platz 1 der Stressoren: Schlecht gewählte Unterkünfte wie in der Geschichte oben. Zum Beispiel weil die Unterkünfte zu weit vom Flughafen oder vom Meeting-Point entfernt sind.
  • Auf Platz 2: Mangelnde Orientierung vor Ort, z.B. wenn ortsfremde Geschäftsreisende sich vor Ort durch den Dschungel des öffentlichen Nahverkehrs kämpfen müssen.
  • Auf Platz 3: Ungünstige Anschlussverbindungen - wer hat nicht schonmal erlebt, dass man mit dem Koffer durch den Bahnhof hechten muss, um dann am Ende nur noch die Rücklichter des Zuges zu sehen.

Was tun gegen Reisestress?

Was tut man nun gegen diesen Reisestress? Der DRV empfiehlt an dieser Stelle ein professionelles Reisemanagement. Davon bin ich nicht ganz überzeugt: Viele Mitarbeiter in Agenturen und Reisebüros vor Ort haben zum Beispiel überhaupt keine Ahnung vom öffentlichen Personen-Nahverkehr. Noch schwieriger ist dieser für den Travelmanager eines Unternehmens zu überblicken.

Das Beispiel oben zeigt auch, das manchmal gerade das Travelmanagement, also das firmeneigene Buchungssystem, zu Stress führen kann. Davon abgesehen kann sich auch nicht jedes Unternehmen ein professionelles Travelmanagement leisten; gerade Kleinunternehmer und Freiberufler sind darauf angewiesen, alles selbst zu machen.

Meine Tipps für entspannteres Reisen

  • Nicht am falschen Ende sparen: Geiz ist geil, oft auch auf Geschäftsreisen. Also wird das günstige Hotel am anderen Ende der Stadt gebucht, die Ersparnis wird aber durch die Taxikosten wieder aufgefressen. Und überhaupt das Taxi: Ich spare auch gerne, aber wenn man sich an einem Ort überhaupt nicht auskennt und Stunden brauchen würde, um von A nach B zu kommen, dann sollte man sich auch mal ein Taxi gönnen, einfach weil es die Nerven schont und dadurch letztendlich produktiver macht.
  • Mietwagen und Car2go nutzen: Eine gute Alternative zum Taxi können Mietwagen und Car2go sein, ein System, das es mittlerweile in vielen Städten gibt. Die Autos sollten mit einem Navigationsgerät ausgestattet sein.
  • Sich gut vorbereiten: Gerade wenn Du Deine Reise selbst planst, ist gute Vorbereitung Pflicht. In jeder Stadt hat z.B. der örtliche Verkehrsverbund eine Website, auf der Fahr- und Liniennetzpläne verzeichnet sind. Die kann man sich vorher anschauen, ausdrucken oder herunterladen. Eine andere Möglichkeit ist die Website der Deutschen Bahn bzw. die entsprechende Handy-App, die meist auch den Nahverkehr beinhaltet. Manchmal ist der ÖPNV etwas trickreich und man gelangt nur auf Umwegen zum Ziel: Wenn man z.B. Zugverbindungen in Italien sucht, sollte man die Website der Österreichischen Bahn nutzen, weil die alle Züge enthält, nicht nur die italienischen.
  • Richtig packen: Zur optimalen Vorbereitung gehört auch richtiges Packen. Das fängt schon beim bewussten Einkaufen an, doch in meinem Beitrag vom Februar 2014 habe ich noch zahlreiche weitere Tipps aufgelistet: Etwa unterwegs auch mal waschen oder Klamotten in Zipperbags einpacken. Hilft bestimmt.
  • Früh zum Flughafen kommen: Wie bitte, noch mehr Zeit verschwenden? Ja, empfiehlt dieser Beitrag auf Zeit Online. Und lobt die Grosszügigkeit, die einem dann am Check-In-Schalter entgegenschlage, wenn man vier statt zwei Stunden früher da sei: »Sie können nun einen geräumigen Platz am Ausgang haben oder einen hinter einer Trennwand. Natürlich können Sie auch ein Upgrade in die Business-Klasse kriegen.« Guter Platz bedeutet Beinfreiheit und dadurch entspannteres Fliegen. Ich persönlich bin ein wenig skeptisch, nachdem ich letztes Jahr bei einem Flug versehentlich zu früh dran war: Natürlich war ich schön vorne in der Schlange, aber als der Schalter dann endlich aufmachte, reichte die Reihe der drängelnden Mitreisenden schon bis vor die Tür.
  • Lege Dich im Flugzeug hin: Dieser Tipp funktioniert natürlich nur dann, wenn das Flugzeug nicht ganz ausgebucht ist. Lege Dich auf zwei oder drei Sitzen flach. Besonders auf Intercontinental-Flügen zu empfehlen: Man kommt dann relativ entspannt zum Ziel. Auch das Upgrade auf Business-Class kann hier eine Möglichkeit sein.

Was sind Eure Tipps für entspannteres Reisen?

Bild: Scott Swigart bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Kommentare

  • Orlando Owen

    08.11.14 (09:28:07)

    Vielen Dank für diesen Artikel! Ich selbst fliege mindestens 2x im Jahr über den North Atlantic. Das schlimmste am Reisen ist für mich aber sogar die Vorbereitung: alles packen, alles so fertig machen, dass nichts im Kühlschrank schimmelt und keine Pflanze vertrocknet. Da bin ich oft schon ein paar Tage vor dem Flug unruhig.

  • Chris

    17.11.14 (20:28:26)

    Danke für die Tipps. Ich bin privat in letzter Zeit viel im Flugzeug weil meine Freundin ein Auslandsjahr in den UK macht. Um die Liste zu ergänzen: Immer ein gutes Buch dabei haben!

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