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17.05.07

Was macht dich produktiv?Die besten Tipps unserer Leser

Wir fragen nach euren besten Produktivitätstipps und fangen gleich selbst damit an, indem wir erklären, warum Verben für eure Produktivität entscheidend sind.

Es ist Stöckchen-Mai . Das heißt, es bewegen sich gerade viele Stöckchen durch die Blogosphäre. Stöckchen, oder Mem, sind Fragen oder ein Fragebogen (ähnlich der ?Was ist in deiner Tasche??-Aktion), die jemand anfängt, beantwortet und dann an andere Blogger weitergibt, damit die ihren Senf dazu geben. So kann man sich dann von Blog zu Blog klicken und verschiedene Meinungen lesen und Blogger besser kennen lernen.

Auch im Produktivitätsbereich läuft gerade ein Stöckchen herum, das ich so spannend finde, dass ich es hier aufgreife und an euch weitergeben will. Die Frage ist einfach gestellt, aber wahrscheinlich nicht ganz leicht zu beantworten: Was ist dein bester Produktivitätstipp? Was hilft dir am meisten, deine Aufgaben erledigt zu bekommen? Was hält dich fokussiert und diszipliniert?

Hier ist meine Antwort:

 

In den Artikeln der ?Getting Things Done?-Serie klang es schon ein paar mal an. Viele To-Do-Listen, die wir schreiben, sind in Wahrheit Projektlisten, weil sie Projekte beschreiben und nicht direkt durchführbare, nächste Schritte. Ich merke immer wieder, wenn ich eine Aufgabe vor mir her schiebe, es ganz häufig daran liegt, dass die Aufgabe zu schwammig formuliert ist. Eine unklare Aufgabe hat eine hohe Barriere, die ich erst überwinden muss, um sie anzugehen. Wenn ich aber die nächsten Schritte eines Projekts soweit wie möglich auseinander differenziert habe und jeder Punkt einen physisch durchführbaren, nächsten Schritt darstellt, dann sinkt der Bedarf an Disziplin massiv, den ich zur Durchführung der Aufgabe brauche.

Von Merlin Mann habe ich gelernt, dass die Verben in den Aufgaben auf meiner To-Do-Liste entscheidend sind. Ein großes Verb macht es mir schwerer, die Aufgabe anzugehen (z.B. ?Präsentation vorbereiten?). Ein kleines Verb hilft mir, den Umfang der Aufgabe sofort zu erfassen (?Bilder einfügen? oder ?Präsentationsnotizen ausdrucken?). Wie man an dem Beispiel sehen kann, ist ein großes Verb in der Regel ein guter Hinweis, dass es sich hier um ein Projekt und nicht um den nächsten Schritt handelt.

Folgende Verben sind typisch für Projekte: Abschließen, Lösen, Sich um etwas Kümmern, Einreichen, Maximieren, Organisieren, Gestalten, Fertigstellen, Sichergehen, Herausbringen, Updaten, Installieren, Implementieren, Aufsetzen, etc.

Folgende Verben sind typisch für physische, nächste Schritte: Anrufen, Lesen, Ausfüllen, Kaufen, Googeln, Sammeln, Ausdrucken, Schreiben, Warten auf, etc.

Für mich ist die Dauer, die ein nächster Schritt auf meiner Liste steht, ein guter Anhaltspunkt, ob er klar formuliert ist oder überarbeitet werden muss. Verschwindet er einfach nicht von der Liste, handelt es sich wahrscheinlich um ein Projekt und muss in weitere einzelne Aufgaben aufgeteilt werden.

Also, mein bester Produktivitätstipp: Achtet auf die Verben in euren To-Do-Listen.

Nun seid ihr dran. Was ist euer bester Produktivitätstipp? Schreibt ihn in die Kommentare oder hinterlasst einen Link zum Artikel auf eurem Blog. Ich werde das Stöckchen mal explizit an Alexander , Benji, Markus , Manuela, Ralf und meinen Boss . Es darf aber natürlich auch sonst jeder dieses Stöckchen aufgreifen.

Mehr zu Verben in To-Do-Listen:

Mehr zum Produktivitätstipp-Stöckchen:

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