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18.08.14

Die 10 Jobs mit der besten Work-Life-Balance: Arbeiten Digitalos ausgeglichener?

Die zehn Berufe mit der besten Work-Life-Balance - wer würde sie nicht ausüben wollen? Doch beim genaueren Hinsehen fragt man sich, ob nicht etwa das coole Image Vater des Gedankens ist. Und ist nicht in jedem Beruf etwas mehr Work-Life-Balance möglich - sofern man nur »Nein« sagen kann?

Lars Plougmann bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)Ich bin ja misstrauisch, was Statistiken angeht, vor allem dann, wenn gar nicht klar ist, wie die Zahlen überhaupt zustande kamen. Daher erstaunte mich auch die kürzlich bei Mashable veröffentlichte Umfrage: Glassdoor, eine US-Plattform, auf der Mitarbeiter anonym ihre Unternehmen und Chefs beurteilen können, sammelte ein Jahr lang Bewertungen und hat daraus eine Top-10-Liste derjenigen Berufe erstellt, die angeblich die beste Work-Life-Balance haben.

Zur Studie

Darüber, wie viele Bewertungen denn nun genau ausgewertet wurden, habe ich nichts gefunden - laut Wikipedia gab es auf Glassdoor im April 2014 über 500.000 Bewertungen, das wäre ja ein ganz ansehnlicher Datensatz. Dennoch sind anonyme Online-Bewertungen natürlich eine äußerst fragile Angelegenheit - und sie können genau so gut gefälscht sein.Denn ein wenig erstaunt die Auflistung, die Mashable dann am Ende veröffentlicht, ja doch: Auf Platz 1 liegen die Daten-Analysten, auch Data Scientists genannt - eine genaue Beschreibung dieses Berufsbildes gibt es hier. Meines Erachtens profitiert das noch junge Berufsbild von der geringen Konkurrenz bei gleichzeitig hoher Nachfrage, zudem kann diesen sehr spezialisierten Job aufgrund des hohen Fachwissens eben nicht jeder machen: »Not only is everyone incredibly sharp and very good at their jobs, but also, almost without exception, everyone is a pleasure to work and associate with«, wird ein Analyst zitiert.

Traumjob-Liste für Web-Worker?

Um so mehr erstaunen mich da die Plätze 2 und 5, die sind nämlich an SEO-Spezialisten und Social Media Manager vergeben worden. In beiden Fällen halte ich das Betätigungsfeld für weitestgehend abgegrast; aber offenbar ist bei der Bewertung der Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz die auch nur gedachte Zukunftsfähigkeit eines Berufes ein wichtiger Faktor. So heißt es »About 75% of current employees believe the business will get better; 11% say it will get worse.«

Überhaupt scheint mir die Zufriedenheitsliste eine Traumjob-Liste der Digital-Worker zu sein: Als weitere Platzierungen finden sich da der als Berufsbild ebenfalls ziemlich neue User Experience Designer und der Game Designer. Vielleicht ist diese Berufsgruppe auch aufgrund ihrer Online-Affinität einfach eher bereit, Bewertungen abzugeben?

Daneben gibt es auch noch einige Berufe wie Feuerwehrmann, Fitness-Instructor oder Rettungsschwimmer. Gemeinsam haben alle Berufe eines: Sie sind irgendwie hip und klingen nach coolem Traumjob. Das könnte daran liegen, dass Menschen, die einem Traumjob wie z.B. Reiseleiter nachgehen, auch tatsächlich zufriedener sind. Vielleicht wirkt sich aber auch umgekehrt das Image auf die Zufriedenheit mit dem Job aus? Oder ist das ganze einfach ein gut gemachter PR-Gag?

Tipps für die Work-Life-Balance - in jedem Job

Denn grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass man eine ausgeglichene Work-Life-Balance in jedem Job erreichen kann. Einer der wichtigsten Faktoren ist dabei meines Erachtens, sich abgrenzen zu können - z.B. durch ein freundliches, aber entschiedenes »Nein«, wenn Mitarbeiter oder Chef mal wieder Unmögliches verlangen. Wichtig ist dabei, ein »Nein« mit guten Argumenten zu untermauern und z.B. Verständnis für das Anliegen des Chefs zu zeigen - weitere Tipps dazu gibt es hier.

Daneben gibt es zahlreiche weitere Faktoren, welche eine gute Work-Life-Balance begünstigen - alle Beiträge bei imgriff.com zu diesem Thema finden Sie hier.

 

Bild: Lars Plougmann bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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