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09.04.08Kommentieren

Der virtuelle Blog-Talk (Teil 8): Lasst uns genauer werden

Der virtuelle Blog-TalkJetzt wird's aber ungenau bei unserem Blog-Talk. Thomas und Jochen, Ihr werft da Einiges in einen Topf, was nicht zusammenpasst.

Dieser Beitrag ist Teil einer ?virtuellen Podiumsdiskussion? - mehr dazu am Ende des Textes.

Aber zuerst noch ein kurzer Einwurf zum Thema Meetings: Klar ist es unhöflich, während eines Meetings unterm Tisch mit dem Blackberry zu surfen - aber mindestens genauso oft kommt die Unhöflichkeit anderer Konferenzteilnehmer vor, völlig planlos in die Konferenz zu kommen; oder, noch schlimmer, die Unhöflichkeit desjenigen, der sie einberufen hat, nicht exakt zu wissen, was dabei herauskommen soll. Da kann ich das parallele Arbeiten absolut nachvollziehen. Das sind reine Notwehraktionen, ganz ähnlich wie Zuschauer, die sich bei langweiligen Podiumsdiskussionen mit sich selbst beschäftigen. Die Bewaffnung des Publikums mit Twitter und ähnlichem unterstütze ich da völlig.

Doch zurück zum Thema:

Thomas, wir sind uns einig, dass mein Schreinermeister früher oder später nicht drumherum kommt, sich mit "dem Internet" zu beschäftigen. Er sollte sich durchaus auch bei B2B-Plattformen über den Holzeinkauf informieren und vielleicht im SchreinerVZ die Gruppe "Dreimal nachgesägt und immer noch zu kurz" gründen. Aber: Er muss doch um Himmelswillen nicht twittern, sich keinen Friendfeed zulegen, noch nicht mal zwingend bloggen (auch wenn er damit derzeit sicher noch ganz einfach neue Kunden gewinnen könnte). Am Internet kommt keiner vorbei. An Twitter schon.

Und, Jochen: Auch Du argumentierst etwas unscharf . Natürlich ist das Abschicken zum Beispiel eines "Tweets" bei Twitter noch keine Konversation. Aber das wissen doch auch die Twitterer. Twitter ist kein Tool, um tiefergehende Dialoge zu führen. Dialoge, die dort mit @benutzername eingeleitet werden, spannen sich in aller Regel gerade mal über zwei, drei "Ballkontakte". Es ist ein Zwischendurchtool. Alle, die es verstanden haben (und den anderen wird es recht schnell beigebracht), nutzen es gänzlich anders als etwa das eigene Blog. Ja, man hört sogar häufig von Bloggern, dass sie weniger bloggen, seitdem sie twittern. Viel spricht also dafür, dass Twitter sogar die Kommunikationskultur verbessert hat - und zwar die in Blogs, denn offenbar sind gewisse Dinge heute besser bei Twitter aufgehoben.

Die meisten Twitterer wissen demnach sehr genau, welche Art von Kommunikation sie über welchen Kanal schicken. Keine Spur davon, dass ein hier erlernter Plauderton auf andere Kanäle übergreift.

Worauf ich hinauswill: Abhängig von der Situation kann ein Kanal/können Kommunikationsformen passen oder nicht. In diesem Zusammenhang wundert mich übrigens ein wenig, dass Klaus erwähnte, er plane auch Veranstaltungen via Twitter. Ist das denn der richtige Kanal dafür, Klaus?

argumentierst etwas unscharf | Hier geht's weiter



Dieser Beitrag ist Teil einer "virtuellen Podiumsdiskussion" zwischen Jochen Mai (Karrierebibel), Thomas Knüwer (Indiskretion Ehrensache), Klaus Eck (PR-Blogger) und Florian Steglich (imgriff.com) - hier mehr zum Hintergrund. Und so funktioniert der Blog-Talk: Am Ende jedes Beitrags stehen zwei Links. Der Erste führt zum vorherigen Beitrag, der Zweite zum nächsten. Ihr selbst, liebe Leser, könnt die einzelnen Beiträge jederzeit kommentieren, wobei wir auf den ein oder anderen Kommentar im Verlauf der Debatte gerne eingehen. Auch die Kommentierung durch einen eigenen Beitrag (inkl. Trackback) ist natürlich möglich. Bitte habt aber Verständnis dafür, dass wir die virtuelle Talkrunde nicht erweitern können, da der Verlauf der Debatte sonst völlig chaotisch und kaum noch verfolgbar werden könnte.

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