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31.12.08Leser-Kommentare

Der Link am Morgen: Work-Life-Balance? Langweilig!

Work-Life-Balance ist zum Konsensziel geworden. Zu Unrecht, findet Scott H. Young. Denn Balance sei naturgemäß statisch, das Gegenteil von Veränderung und Entwicklung. Wer Herausforderungen meistern will, komme mit Gleichgewicht nicht weit, sondern müsse sich für eine gewisse Zeit obsessiv auf sein Ziel konzentrieren.

Life Balance is Overrated [scotthyoung.com]

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Kommentare

  • Jack Fox

    31.12.08 (11:14:23)

    Jaha! Endlich vertritt mal einer öffentlich was ich schon seit Ewigkeiten ausspreche und vertrete. Freunden denen ich eigentlich viel zu oft mit dem Spruch "Nee, sorry ich muss das fertig bekommen" absage, wenn ich zum Beispiel wieder an einer neuen Implementation an unserem Framework arbeite, sind immer beleidigt und antworten mittlerweile nurnoch mit Sprüchen wie "du musst mal einen Ausgleich finden, hängst ja nur noch vor der Büchse". Zeit ist in der Softwareentwicklung sehr knapp, wenn ich und alle anderen geeks out there nicht so drauf wären, sähe die Welt anders aus. Ich bin bekennender Burn-outer. Dafür ist dann aber nach 3-4 Wochen Vollschichten die Luft raus, und es wird erstmal eine komplette Woche mit den versetzten Freunden gechilled. Guten Rutsch die Zweite

  • Stefan

    02.01.09 (09:43:31)

    Eigentlich sollte doch jedem klar sein, dass beim Work-Life-Balance Ansatz die langfristige Balance gemeint ist (und nicht die permanente, sprich auch kurzfristige). Insofern ist die Aussage von Scott meines Erachtens nichts wirklich Neues oder Revolutionäres. Ich meine, dass Work-Life-Balance wichtiger ist denn je! Letzter Gedanke: Wir leben in einer Welt, in der es keine ultimativen Wahrheiten gibt. Das, was in der einen Situation richtig ist, kann in der anderen völlig falsch sein. Gleich auch bei diesem Thema. Es gibt Lebensphasen, in denen Stabilität, Ruhe und Balance sehr wohl elementar wichtig sind. Genauso soll es aber auch Lebensphasen geben, in denen "die Post abgeht". Mein Fazit: Scotts Artikel ist ein Marketing-Gag, mehr nicht.

  • heiko schwardtmann

    02.01.09 (09:46:43)

    Hmmm, ich bezweifle, dass es dem eigenen Körper dauerhaft gut tut auf extreme Stressphasen mit von 4 Wochen mit einer Woche Erholung zu reagieren. Ein permanentes Auf und ab ist anstrengender als Kontinuität. Balance ist vielleicht auch das falsche Wort, womöglich würde Ausgewogenheit besser passen zum ganzen Thema. Aber Jack, hast du nicht im Artikel "Zwischen den Jahren" selbst gesagt, dass bei dir der Punkt Gleichgewicht recht weit oben steht? Herzliche Grüße!

  • Stefan

    02.01.09 (11:38:01)

    @Heiko: Ich bin zwar kein Mediziner, kann mir aber schon vorstellen, dass das ständige Auf und Ab vom gesundheitlichen Aspekt her nicht optimal ist. Auf der anderen Seite geht es halt in ganz vielen Jobs nicht anders. Intensive und teilweise stressige Phasen sind unvermeidlich. Nun hat man 2 Möglichkeiten: Entweder man macht das Spiel (bis zu einem gewissen Maß) mit, oder man sucht sich eines der (wenigen) beruflichen Betätigungsfelder, in denen "sanftes Dahintleiten" möglich ist. Ich denke, dass Spannungen zum Leben dazugehören. Mehr noch. Spannung = Leben. Die Frage ist eben, wie viel Spannung wir uns zumuten möchten. Diese Frage kann wohl jede/r nur für sich selbst beantworten.

  • Alexander Greisle

    02.01.09 (11:57:02)

    Und da ist sie wieder, die Trennung von Arbeit und Leben. Kann schon grundsätzlich nicht klappen, da Arbeit Teil des Lebens ist. Je verkrampfter man diesem konstruierten Gegensatz anhängt, desto weniger wird man dem verfolgten Ziel nahekommen. Ergo: Es geht um die Lebensbalance. Und die ist ein ständiges Austarieren aller Bestandteile und kein Fixzustand á la 9-to-5.

  • Michael Kieweg

    03.01.09 (07:12:44)

    Für die meisten meiner Freunde und Bekannten ist es aber genau dieser Gegensatz. Leben ist das, was stattfindet, wenn man den Scheißjob hinter sich gebracht hat..... Den Job macht man, damit man sich daß Leben leisten kann. Wenn sie könnten, würden Sie ihren aktuellen 9-to-5-Job sofort aus ihrer Lebensbalance streichen, aber irgendwovon müssen ja die Brötchen bezahlt werden..... Die wenigen Privilegierten, für die Beruf von Berufung kommt und damit ein integrierter Bestandteil ihres Lebens ist, kann ich an 5 Fingern abzählen.

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