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31.07.12Kommentieren

Expertenmeinung

Mein innerer Schweinehund und ich

Wie Sie mit Ihrem inneren Schweinehund gut klarkommen

Zähmen können Sie Ihren kleinen Saboteur in folgenden Schritten:

Welche Tricks hat Ihr Schweinehund auf Lager?

Fragen Sie sich, wann er am liebsten zubeißt. Lieblingsspeisen des kleinen Saboteurs sind Vorhaben aus den Bereichen Gesundheit, Fitness und Ernährung. Das ist auch der Grund, warum Neujahr ein wahres Schweinehund-Festival ist, an dem ein guter Vorsatz nach dem anderen verspeist wird. Aber auch Pläne wie „endlich den Keller aufräumen“ oder „die Entscheidung X nicht länger aufschieben“ bieten wahre Festessen.

  • Nehmen Sie sich einen Zettel und schreiben Sie sich auf, an welchen drei Projekten Sie sich regelmäßig die Zähne ausbeißen – während Ihr Schweinehund sich ins Pfötchen lacht!

Was dem Schweinehund so alles einfällt

Bei einem können Sie ganz sicher sein: Ihr Schweinehund ist nie um eine Ausrede verlegen. Die beliebteste: „Keine Zeit“. Haben Sie im ersten Schritt erkannt, welche Pläne er am liebsten schwanzwedelnd vergräbt, wissen Sie vermutlich auch schon, mit welchen Argumenten er Sie dazu bringt, nicht länger danach zu suchen.

  • Übersetzen Sie die Ausreden, die Ihnen präsentiert werden. „Keine Zeit“ bedeutet eigentlich „anderes ist mir wichtiger“.

So wird aus dem Kampf eine Freundschaft

Wirklich gewinnen können Sie gegen Ihren Schweinehund nicht. Im Gegenteil: Je strenger Sie mit ihm (und damit auch mit sich selbst) umgehen, desto hartnäckiger wird er sich an Ihre Fersen heften und jede Gelegenheit nutzen, Ihre Pläne zu durchkreuzen. Besser ist es, ihn zu akzeptieren und sich zu fragen, warum er wohl da ist und zu diesem Zeitpunkt bellt und knurrt. Und wenn Sie dann genau hinschauen, werden Sie feststellen, dass er manchmal auch Recht hat. Sein Ziel ist immer, dass es Ihnen jetzt in exakt diesem Moment gut geht. Damit kann er Sie z. B. vor Überarbeitung schützen. Aber da er mit einem Begriff wie „Zukunft“ nichts anfangen kann, ist er für Verhaltensänderungen erstmal nicht zu gebrauchen. Dafür müssen Sie ihn etwas überlisten:

  • Beschließen Sie, zu handeln. Legen Sie sich dafür eine Liste mit allen Vorhaben an und entscheiden Sie bewusst, diese anzugehen. Wenn Ihnen das schwer fällt, erstellen Sie eine Übersicht über die Vorteile, die es hat, wenn der Plan durchgeführt wird, und die Nachteile, wenn er unterbleibt. Es geht also darum, wirklich zu wissen, warum und wie Sie etwas tun.
  • Machen Sie eine Zielplanung: Formulieren Sie ein konkretes, positives, messbares und realisierbares Ziel. Schreiben Sie es sich auf und legen Sie Termine fest: Wann wollen Sie welches Etappenziel erreicht haben? Wann ist Deadline? Planen Sie Pufferzeiten und Spielräume für Unvorgesehens ein. Zum Schluss stellen Sie sich vor, wie es sein wird, wenn Sie Ihr Vorhaben umgesetzt haben, und malen Sie sich auch den Weg dorthin aus.
  • Machen Sie sofort den ersten Schritt, dann hat Ihr Schweinehund keine Zeit, nachzudenken. Und halten Sie durch, dann haben Sie immer etwas Vorsprung vor ihm.
  • Kontrollieren Sie Ihren Fortschritt und belohnen Sie sich dafür: Geben Sie Ihrem Schweinehund an anderer Stelle ruhig mal nach.

Dr. Marco Freiherr von Münchhausen
Dr. Marco Freiherr von Münchhausen gehört zu den bekanntesten Coaches Europas. Sein Bestseller „So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund“ (Campus) wurde weit über 100.000 Mal verkauft.
www.vonmuenchhausen.de

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