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24.09.14Leser-Kommentare

Das mobile Büro: So wenig benötige ich, um produktiv arbeiten zu können

Um ortsunabhängig zu arbeiten, benötigt man den passenden Beruf – darüber hinaus aber ist nur sehr wenig von Nöten, um überall ein mobiles Büro eröffnen zu können.

Ob Menschen heute produktiv sind oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab. Ein Aspekt aber verliert zumindest für Angestellte und Freelancer, die im «Informationsgewerbe» tätig sind, immer stärker an Bedeutung: der Arbeitsort. War es noch vor zehn Jahren schwierig, woanders als am eigenen Büro-Schreibtisch Tätigkeiten zu verrichten, werden dank portabler Geräte, nahezu omnipräsenter Breitbandverbindungen und sich langsam wandelnder Normen in Bezug auf Präsenzerwartungen immer ausgefallenere Arbeitsorte möglich.

Ich habe in den letzten Jahren von mehreren Dutzend Orten aus gearbeitet. Mal für längere  Zeit, mal nur für ein paar Stunden (zum Beispiel im Flugzeug oder am Bahnhof), mal für ein paar Tage (etwa im Rahmen eines Kurztrips). Erforderte dies anfänglich noch einiges an Planung und Vorbereitung, entstand mit der Zeit eine ziemliche Routine. Ich weiß heute ganz genau, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen und welche Arbeitsmittel ich benötige, um von nahezu jedem Ort auf diesem Planeten meine Arbeit erledigen zu können. Es folgt eine Zusammenstellung der essentiellen Werkzeuge:

Ein möglichst kleiner Laptop mit möglichst langer Batterielaufzeit

Je kleiner und leichter mein Notebook ist und je länger der Akku ohne Stromversorgung laufen kann, desto flexibler bin ich. Selbst auf kleinsten tischartigen Ablagen lässt sich ein 11-Zoll-Gerät aufklappen. Und wenn die Steckdose zu weit weg oder gerade belegt ist, dann wird einem dank einer hervorragenden Akkuleistung nicht gleich die Produktivität vermiest. Als ich jüngst von einem 13 Zoll zu einem 11-Zoll-Notebook gewechselt bin, hatte ich Bedenken, dass das Display einfach zu winzig ausfallen könnte. Doch diese Sorge war unbegründet.

Steckdosen-Adapter

Wie sagt man so schön: Andere Länder, andere... Steckdosen. Anfänglich legte ich mir noch regionenspezifische Adapter zu, die ich einer kleinen «Kabel- und Utility»-Tüte in meiner Tasche transportiere. Mittlerweile bin ich zu einem Universaladapter gewechselt. Der Mudder-Universal-Adapter funktioniert in den meisten Ländern, bringt außerdem USB-Anschlüsse mit und hat sich für mich bewährt. Vergleichbare Adapter anderer Hersteller sind sicher genauso gut.

Zusatz-Batterie für das Smartphone

Ein Smartphone mit leerer Batterie ist schon im privaten Alltag lästig. Wenn man arbeitet, vervielfachen sich die negativen Auswirkungen noch. Ein Batterie Pack ist daher für mich Pflicht. Schon weil mein Smartphone manchmal mangels WLAN-Verbindung auch als Modem für mein Notebook oder Tablet dient. Im Notfall lässt sich per USB-Kabel freilich auch das Notebook als Stromquelle verwenden. Doch dann steht man am Ende auch ohne funktionstüchtiges Arbeitsgerät da.

VPN-Zugang

Wer ortsabhängig arbeitet, wird früher oder später mit einem offenen WLAN zu tun haben. Da aber noch lange nicht alle Onlinedienste und Apps auf eine verschlüsselte Datenübertragung via https setzen, empfiehlt es sich sehr, die Verbindung über freie WLANs mit einem VPN-Tunnel abzusichern. Einen guten kostenfreien Service bietet ZenMate. Darüber hinaus existieren viele andere kostenpflichtige Anbieter. Eine Investition, die meiner Ansicht nach sehr sinnvoll ist.

Kaffee (und Wasser)

Ich hatte zwar jüngst testweise eine Woche lang auf Kaffee verzichtet. Aber danach bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich Kaffee einfach zu gerne habe, um Abstinenz zu praktizieren. Außerdem verspüre ich tatsächlich bei jedem Pott einen Kreativitätsschub und einen Drang, irgendetwas zu erledigen. Bei der Wahl meiner Unterkunft empfinde ich es somit durchaus als wichtig, dass die Kaffeeversorgung irgendwie sichergestellt ist. Darüber hinaus trinke ich große Mengen an Wasser – wo möglich, direkt aus der Leitung.

Fertige Speisen zu akzeptablen Preisen

Wenn ich unterwegs bin, möchte ich ungern die Zeit mit Kochen verbringen – zumal etwa in Hotels ohnehin selten Zimmer mit Küchen zu finden sind. Aber selbst bei Airbnb-Wohnungen stehe ich selten hinter dem Herd. Die Zeit für die Zubereitung von Speisen nutze ich dann doch lieber, um die Umgebung zu erkunden. Entsprechend großen Bedarf habe ich daran, kleine Restaurants und (gesunde) Fast-Food-Lokalitäten in der unmittelbaren Umgebung meines Wohnorts vorzufinden. Eine Alternative sind auch Lieferdienste, wobei man dazu wohl etwas länger an einem Ort ansässig sein muss, um zu diesem Schritt zu greifen.

Das war’s auch schon. Abgesehen von dem offensichtlichen Faktor der Verfügbarkeit eines Internetzugangs benötige ich wirklich nicht viel, um ortsunabhängig ein Level hoher Produktivität zu erreichen. Schöne neue Welt.

Würdet ihr mit diesen “Arbeitswerkzeugen” auskommen? Was benötigt ihr noch?

Foto: Flickr/125167502@N02CC BY 2.0

 

Kommentare

  • Charly Suter

    04.10.14 (23:33:33)

    Interessant, dass du den Wechsel zu einem kleineren Laptop erwähnst. Kleiner bedeutet natürlich auch leichter - aber die Frage ist immer, wo die magische Grenze ist und wo die mangelnde Größe vielleicht sogar den Arbeitsfluss behindert. Vermutlich ist das aber je nach Geschmack und Tätigkeit unterschiedlich.

  • Manuela Krämer

    28.04.15 (11:29:16)

    Perfekt! Gute Tastatur, lange Akkulaufzeit und ortsunabhängiger Internetzugang ohne "Mucken" sind für mich das Wichtigste beim Arbeiten Unterwegs. Neben der Verpflegung natürlich :)) Ich nutze sogar "nur" ein Netbook (Asus) und das seit Jahren, weil ich mit dem leichten, handlichen Teil gut lange Texte verfassen kann - überall.

  • Gerhard

    28.05.15 (13:09:08)

    Eine sinnige Zusammenstellung. Ich selbst verlege mich ebenfalls immer msehr darauf, selbst zu entscheiden wo (und wann!) ich für meinen Arbeitgeber (Leithner's) arbeiten will. Inzwischen bleibe ich meistens einfach daheim. Ich bin für die Wartung und Pflege des Shopsystems zuständig und habe meinen Chefs irgendwann klar gemacht: eigtl. ist es völlig unnötig, dass ich jeden Morgen vollbepackt das Haus meiner Familie verlasse, mich zu einem Gebäude schleppe, um dort dann ja doch die meiste Zeit allein in einem kleinen Zimmer zu verbringen. Dank Smartphone und Co. und weil es bei mir eh nur um die Darstellung schwarzer Zahlen und Buchstaben auf weißem Grund geht, ist das Arbeiten mit einem Laptop überhaupt kein Problem. Das schöne: Ich bin flexibel genug, um auch meinen Sohn zur Schule zu bringen und ihn bei den Hausaufgaben zu unterstützen, kann auch mal was im Haushalt machen usw.

    Ein echter Fortschritt in Sachen Arbeitssituation, wenn man mich fragt. LG GErd

  • Sandra

    01.06.15 (08:12:56)

    Ortsunabhängig finde ich alleine deshalb so interessant, da ich an verschiedensten Orten nicht nur produktiver arbeite, sondern auch kreativer und sogar inspirierter bin. Auch wenn man das nicht (immer) tun sollte, doch im Urlaub kommen mir manchmal die besten Ideen, als sonst wo. So habe ich immer meinen kleinen Laptop dabei, um meine Ideen sofort in die Tastaturen zu hauen.

  • Winfried Wengenroth

    17.07.15 (08:58:37)

    Hey,
    mir geht es ähnlich wie dir. Als ich letzens im Ausland war und nicht an einen Steckdosenadapter gedacht hab, musste ich erst einmal ein paar Stunden auf die Suche gehen, bis ich einen gefunden hatte und weiter arbeiten konte.
    Lg Winni

  • Christian

    26.08.15 (23:59:53)

    Ich finde eigentlich 13 Zoll Modelle ideal, dort gibt es auch Geräte mit langen Akkulaufzeiten und das Display ist noch akzeptabel von der Größe.
    Lange Zei habe ich meinen dicken 17 Zoller rumgeschleppt, aber so ein Notebook ist schlecht geeignet für den Zug und den Transport. Dafür ist aber das Display größer und die Tastatur ergonomischer.
    Ich brauche aber zum Arbeiten idealerweise einen zweiten Monitor.

  • Antonia Müller

    27.10.15 (19:59:03)

    Ich wechsle gerne den Arbeitsort, je nachdem welche Geisteshaltung für die anstehende Tätigkeit gefragt ist. Einer meiner liebsten mobilen Arbeitsplätze ist ein kleines Cafe. Dort kann ich für mehrere Stunden so in die Arbeit vertiefen, dass ich gar nicht merke was rund um micht passiert. Dies geht aber nur wenn der Lärmpegel nicht zu hoch ist und ein latte macchiato bereit steht.

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