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15.02.08

Das Erfolgstagebuch

Negative Ergnisse bleiben uns selbst und anderen länger und besser im Gedächtnis - das ist leider eine Tatsache, offenbar von Mutter Natur so eingerichtet, um uns vor Schaden zu bewahren. An die vielen positiven Dinge denkt man dagegen viel zu selten, und auch die Leistungen, die man erbracht hat, nehmen Andere (vor allem Chefs!) gerne als selbstverständlich an. Doch es gibt eine einfache Lösung, wie man sich und andere immer wieder an die großen und kleinen Erfolge im Alltag und Beruf erinnern kann: Aufschreiben. Und zwar regelmäßig.

Dazu braucht es nicht viel: Ein richtiges Buch, ein Schulheft, ein Ringbuchordner (Achtung, je "ungebundener" das Medium, desto eher gehen hinterher wichtige Einträge verloren). Je nach Geschmack kann es auch eine Softwarelösung sein, z.B. einfach eine mit einem gängigen Schreibprogramm erstellte Datei oder ein Weblog. Wichtig: Man sollte das Erfolgstagebuch so aufbewahren, dass man es jederzeit wiederfindet und die Texte immer zusammenbleiben. Also keine losen Blätter verwenden.

Jeder kann ein Erfolgstagebuch führen - das Tragen eines Businesskostüms ist dabei optional.

Jeder kann ein Erfolgstagebuch führen - das Tragen eines Businesskostüms
ist dabei optional. [Foto: istockphoto.com]

Auf Papier oder digital hältst Du von nun an Deine Erfolge schriftlich fest. Dabei geht es darum, die positiven Ereignisse und Deine Leistungen so konkret wie möglich zu verzeichnen. Mit einem Eintrag wie "15.02.08: Heute war ein schöner Tag, mein Chef hat mich gelobt" ist nicht viel gewonnen.

Ein Beispiel:

Dein Erfolg besteht darin, dass Du neue Kunden für die Firma gewonnen hast. Und jetzt werde konkret: Wie viele Neukunden mit welchem Umsatzvolumen? Wer sind die neuen Kunden? Wie hast Du sie überzeugt? Oder: Du hast mehr Verantwortung oder neue Aufgabenbereiche übernommen. Schreib auf, warum Deine Arbeitskraft hier gebraucht wird, und wie Du Deine speziellen Fähigkeiten erfolgreich einsetzen kannst. Notiere aber auch, welchen Vorteil Du anderen damit bringst, z.B. Deinem Chef oder Deinen Kollegen.

Es geht natürlich auch eine Nummer kleiner: Vielleicht besteht Dein Erfolg einfach darin, dass Du Deine Arbeitsabläufe umstrukturiert hast und nun merkst, dass Du viel besser arbeiten kannst. Wie kamst Du auf diese Idee? Welche konkreten Verbesserungen hast Du erreicht? Wie genau wirkt sich das auf Deine Arbeit aus? Und wie belohnst Du dich dafür, dass Du nun mehr Zeit für schöne Dinge hast?

Auf diese Weise hilft ein Erfolgstagebuch, sich einfach besser zu fühlen. Aber nicht nur das: Es stärkt das eigene Selbstbewusstsein, Du siehst Herausforderungen gelassener entgegen - und kannst Deine Leistungen besser vertreten, z.B. wenn es beim Chef um die nächste Gehaltserhöhung geht. Das Erfolgstagebuch hilft auch, zu beweisen, welchen Nutzen Du der Firma gebracht hast. Denn Du kannst Deinem Chef ganz klar (theoretisch sogar schwarz auf weiß) zeigen, wie er von Deiner Arbeit profitiert.

Beispielsweise hast Du zur Kostensenkung beigetragen: Wenn Du das einfach nur sagst, wird Dein Chef vermutlich fragen: Auf welche Weise und wieviel spart die Firma dadurch? Gut, wenn Du so etwas dann in möglichst genauen Zahlen in Deinem Erfolgstagebuch festgehalten hast.

Du siehst also, es gibt viele gute Gründe, ein Erfolgstagebuch zu führen. Die genaue Form ist dabei Dir überlassen: Du kannst ausschweifend dichten, wenn Dir das liegt, oder das Ganze auch bei Stichpunkten und Fakten belassen, wenn Du eher der rationale Typ bist. Wenn Du bereits ein Tagebuch führst, kannst Du Deine Erfolgsnotizen zukünftig auch dort integrieren. Leg einfach los!

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