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10.03.14

Das Ende der Wartezeit: Wie man tote Zeit effizienter nutzt

Wir alle tun es täglich und ärgern uns ständig darüber: warten. Auf irgendwas oder irgendjemanden. Wie kann man solche toten Zeiten überbrücken? Oder: Ist das vielleicht gar nicht sinnvoll?

Diego Cambiaso bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)Ich habe schon öfters gehört oder gelesen, dass man offenbar ein Drittel seines Lebens mit Warten verbringt: Z.B. mit Warten auf den Bus, Zug, das Flugzeug, an der Kasse.

Der technologische Fortschritt erlaubt uns, diese Wartezeiten mehr oder minder sinnvoll zu nutzen. Eine Übersicht der praktischsten Wartezeiten-Überbrücker.

  • Im Flugzeug: Fliegen ist mein Zeitverschwender Nr. 1. Nicht wegen der Wartezeit an sich, sondern wegen der zahlreichen Arbeitsunterbrechungen. Da wären: 40 Minuten Fahrt zum Flughafen. Arbeitsunterbrechung wegen Check-in und Security. Dann in der Regel wieder ca. 1 Stunde Arbeiten. Arbeitsunterbrechung wegen Boarding und Start, während derer man Computer und sonstige Geräte ausgeschaltet lassen muss. Ich habe mir angewöhnt, in dieser Zeit Zeitung zu lesen. Es gibt im Flieger dann weitere Unterbrechungen, während Essen und Getränke verteilt werden, aber auch durch die Enge im Flieger, von nicht vorhandenen Steckdosen und Internet ganz zu schweigen. Gut ein Drittel der Arbeitzeit verliert man auf diese Weise, je nach Dauer des Flugs. Den Rest der Flugzeit nutze ich allerdings in der Regel, um Texte zu tippen, für die ich kein Internet brauche. Zum Glück fliegt man nicht so oft.
  • Im Zug: Die Sales-Direktorin von Google Irland, Fionnuala Meehan, hat es schon im Interview gesagt: Sie checkt jeden Morgen auf der einstündigen Zugfahrt zur Arbeit ihre E-Mails. Dafür kann sie schon um 16 oder 17 Uhr nach Hause gehen. Zugfahren eignet sich weitaus besser als Fliegen zum Arbeiten und damit zur Überbrückung von Wartezeiten. Es gibt Laptop-Arbeitsplätze, Steckdosen, manchmal auch Internet und Platz. Im Effizienz-Verhältnis liegt der Flieger daher für mich klar hinter dem Zug. Manchmal ist aber auch das zu anstrengend.
  • Bus- & Bahnfahren: Das ist etwas, das ich jeden Tag sehe: Die Leute sind auf dem Bahnsteig, in den Bussen und den Bahnen permanent mit ihrem Handy beschäftigt. Vieles davon mag nicht sinnvoll sein, ich aber gebe zu: Auch ich finde es praktisch, meine E-Mails und auch die Social-Media-Kanäle unterwegs mal auf dem Handy zu checken und ggf. auch kurz zu beantworten. Mit einem guten Smartphone ist das auch kein Problem.
  • Warten an der Kasse: Mir wäre es zu stressig, zwischen dem drängelnden Hintermann und der gestressten Kassiererin, der man die Sachen nicht schnell genug aufs Band legen kann, noch schnell irgendetwas zu erledigen. Manche Leute schaffen aber auch das: Sie verschicken SMS oder telefonieren, bis ihnen das Telefon beim Bezahlen im Weg ist. Auch eine Möglichkeit.
  • Wartezeit als Pause willkommen heissen: Ich habe manchmal den Verdacht, dass genau dieser Stress, den wir uns damit machen, die scheinbar tote Wartezeit um jeden Preis sinnvoll und effektiv nutzen zu wollen, uns erst den Stress beschert, den wir eigentlich damit bekämpfen wollen. Und dass wir besser daran täten, im Zug aus dem Fenster zu schauen und im Bus mit unserem Nachbarn zu sprechen, weil wir genau diese Pausen als notwendige Regenerationsphasen brauchen.

Mich persönlich allerdings »ent-stresst« es eher, wieder etwas erledigt zu haben. Wie seht Ihr das? Und welche Möglichkeiten kennt Ihr, tote Wartezeiten zu überbrücken?

 

Bild: Diego Cambiaso bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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