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27.09.13

Produktivität ganz persönlich: «Meine Top1-Aufgabe macht immer Spass»

Christoph Magnussen ist Internet-Unternehmer und hilft mit seiner Firma Blackboat Geschäftsführern und CEOs, ihr Business zu skalieren und die Operations zu automatisieren. Er und sein Team verhelfen zu effektiver Zusammenarbeit und mehr Produktivität. Von Christoph stammt auch das beliebte Zencover-Notebook.

Christoph MagnussenWas tust Du als Erstes, wenn Du Deinen Arbeitstag - zuhause oder im Büro - startest?

Christoph Magnussen: Ich habe mir meistens am Vorabend meine Top 5-Aufgaben im Zencover zurecht gelegt. Die Top 1 ist dann eine Aufgabe, die nicht allzu lang dauert und mir Spass macht, statt gleich etwas «Stressiges». So kann ich schon mal ein Thema abhaken und bin auch noch für den Rest des Tages gut drauf. Jedenfalls starte ich nicht mit meinem Mails...

Wodurch zeichnet sich Dein Arbeitsstil aus?

Wenn man meine Kollegen oder Mitarbeiter fragen würde, käme als Antwort: FOKUS. Auch wenn ich das nicht ganz so schwarz und weiss sehe, trifft es wohl ganz gut zu. Ich kann sehr gut andere Themen ausblenden und mich auf eine Aufgabe stürzen.

Wie - durch welche Tools und Methoden - steigerst Du Deine Produktivität?

     

  1. Ich verwende unser eigenes Notizbuch, das Zencover, das auf der Top 5-Methode von Rockefeller basiert.
  2. Ansonsten kommt für mich Produktivität aus einem Team heraus, deshalb haben wir Tools wie Google Apps oder Confluence eingeführt, die mit ein wenig Training allen Teams helfen, produktiver zu werden. Hangout-Meetings sparen z.B. enorm viel Zeit und sind ein vielfaches besser als jede E-Mail.
  3. Ich teile meine Woche in Fokus- und Meeting-Tage ein und bin bei den Meeting-Tagen extrem pedantisch, die Meetings richtig abzuhalten (kurz, mit klarer Agenda, on time und nur mit den Leuten, die es wirklich betrifft).

Ein möglicher Arbeitsplatz von Christoph Magnussen Ein möglicher Arbeitsplatz von Christoph Magnussen

 

Wo arbeitest Du am produktivsten?

Ich kann eigentlich überall recht gut arbeiten. Allerdings verwende ich so viele Online-Tools, dass ich zumindest eine gute Internet-Verbindung brauche, um richtig Gas geben zu können.

Was tust Du, wenn Deine Produktivität nachlässt?

Dann mache ich eine Pause. Das ist sowieso etwas, das ich bisher viel zu wenig gemacht habe. Einfach mal eine Runde um den Block gehen oder auch mal ein paar Minuten etwas vermeintlich «Sinnloses» tun, das wirkt Wunder. Wenn man weiss, wie man sich nicht ablenken lässt, ist es auch kein Thema, danach wieder in den Fokus-Flow zu kommen.

Wie viele Stunden schläfst Du pro Nacht?

Mittlerweile so 7,5 Stunden. Das habe ich früher nicht geschafft, habe aber gemerkt, dass das die halbe Miete für einen produktiven oder einfach nur guten Tag ausmacht.

Was hältst Du von Inbox Zero?

Sehr viel. Ich bin eigentlich nur 2-3 mal am Tag in meinem E-Mail-Postfach. Den Rest meiner Themen versuche ich per Hangout oder Skype zu erledigen, da wir vollständig virtuell organisiert sind.

Was Dir sonst noch zum Thema Produktivität einfällt

Eine gute Investition, gerade in Firmen mit offenen Büroflächen, ist ein Noise Canceling Headset in Verbindung mit der 1-EUR-Regel. Wer jemanden, der ein Headset trägt, stören möchte, muss 1 EUR zahlen. Klar sollte man verhindern, dass sich alle unter dem Headset verkriechen, aber so bekommt man die Kollegen dazu, dass nicht immer alles gleich «SUPERWICHTIG und SUPERDRINGEND» ist.

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