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04.11.10Leser-Kommentar

Bürogemeinschaft vs. Coworking

Erfolgreiche Geschäftsleute geben sich lachend High Five im Büro © Robert Kneschke - Fotolia.com

Ein nicht zu unterschätzender Faktor im täglichen Arbeitsleben sind die Kollegen. Sind sind Gesprächspartner bei Problemen mit Auftragsgebern, liefern kreativen Input bei Denkblockaden und geben konstruktives Feedback wenn einen Zweifel plagen. Kurzum: Kollegen bereichern das Arbeitsleben.

Bei Freelancern fehlen sie oft, deswegen schließen sich Freiberufler zu Gemeinschaften zusammen. Ob Bürogemeinschaft oder Coworking Space die bessere Alternative ist, kommt auf jeden selbst an. Beide Modelle bringen jeweils eigene Vorteile mit sich.

Die Bürogemeinschaft – alle zusammen

In einer Bürogemeinschaft teilen sich Freiberufler oder Selbstständige ein Büro und selbstverständlich auch die anfallenden Kosten, wozu der gemeinschaftlich gekaufte Espresso gehören kann. Sehr geläufig ist dieses Modell bei Rechtsanwälten oder Architekten, die sich auf diese Weise ein Büro in attraktiver Innenstadtlage leisten können.

Die Vorteile:

  • Die Mitglieder einer Bürogemeinschaft sollten sich kennen und gegenseitig vertrauen
  • Die Rechtsform ist eine GbR, tritt nach außen jedoch kaum auf, sondern regelt Internes
  • Ist auf eine längere Kooperation ausgelegt

Coworking – gelebte Flexibilität

In einem Coworking Space ist alles flexibler gelöst. Man kann einen Arbeitsplatz tageweise mieten, wobei die Nutzung der Infrastruktur inklusive ist. Auch Besprechungsräume kann man buchen. Bei all der Flexibilität steht jedoch ein Manifest über der Arbeit bei den Coworkern: "Inspired by the participatory culture of the open source movement and the empowering nature of IT, we are building a more sustainable future."

Die Vorteile:

  • Sehr flexible Buchungsmodelle, wochen- oder tageweise
  • Keinen festen Schreibtisch, das verhindert Routine
  • Gemeinsames Interesse an nachhaltigem Arbeiten

 

Selbst ist der Mann/die Frau

Bei bestehenden Gemeinschaften liegt das Problem vor, dass man mit bestehenden Strukturen konfrontiert ist. Selbst tätig zu werden und Räume anzumieten, stellt die Lösung dar. Menschen mit WG-Erfahrung wissen, wie einfach es geht. Viele Geräte sind nämlich darauf ausgelegt, dass man sie zusammen nutzt. Ein Beispiel ist der Home Server von 1&1, der eine Telefonanlage und ein Heimnetzwerk in einem ist. Mit diversen Endgeräten lässt sich der Datenverkehr effizient organisieren – ohne einen IT-Techniker.

Wenn man die richtige Form für sich gefunden hat, kann auch ein Freiberufler so etwas wie einen beruflichen Alltag mit Kollegen haben. Idealerweise kombiniert der Freelancer Vorteile miteinander: interessante Projekte und interessante Arbeitskollegen.

Kommentare

  • Charly Suter

    15.11.14 (06:29:16)

    Praktisch sind Coworking Spaces natürlich auch für alle, die viel reisen. Statt ein festes Büro mit monatlich anfallenden Gebühren zu haben, kann das Geld dazu investiert werden, einen Coworking Platz am jeweiligen Aufenthaltsort zu buchen. Wer von unterwegs aus arbeitet, ist mit Coworking sowieso meistens besser bedient, da gute Internetverbindung in Hotels/gebuchten Apartments nicht immer die Regel sind. Ein angenehmer Nebeneffekt: Man macht schnell internationale Bekanntschaften.

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