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15.01.13

Belohnen statt ablenken: Wie man unliebsame Aufgaben anpackt und erledigt

Jeder schiebt Aufgaben vor sich her. Und die meisten haben dabei ein schlechtes Gewissen. Es gibt einen simplen Ansatz, den «inneren Schweinehund» zu besiegen: sofort loslegen - erledigen - belohnen.

Wir alle kennen das, wenn wir eine nicht besonders prickelnde Aufgabe anpacken sollten: Wir sind ausgesprochen kreativ darin, Dinge zu (er-)finden, die noch schnell gemacht werden «müssen». Mailbox prüfen, eine Zigarette rauchen, bei Facebook reinschauen, sich beim Kollegen übers neues Bike informieren, den Blogartikel über weiss-nicht-was lesen, usw. usf. Ob wir's «Prokrastination», «Aufschieberitis» oder wie auch immer nennen: dieses Verhalten hat hohes Frustrationspotenzial.

Ich staune immer wieder, wie kreativ wir sind, um nicht anfangen zu müssen. Ich bin dennoch überzeugt: es ist wichtig, sich mit solch «nutzlosen» Dingen zu beschäftigen, auch während der Arbeitszeit, auch (oder gar vor allem) in hektischen Phasen das Alltags. «Kopf auslüften», nenne ich das.Es ist überhaupt nicht sinnvoll, gegen diese «Gelüste» anzukämpfen, sie zu unterdrücken. Wenn Du es tätest, würdest Du dafür viel Energie aufwenden und verschwenden. Setze diese Energie für die Erledigung Deiner Aufgabe ein. Und freu Dich auf die verdiente Belohnung!

Ein konkretes Beispiel aus meinem Alltag:

  • Auf der ToDo-Liste steht als nächstes «dringend: Mehrwertsteuer-Abrechnung».
  • Aber ich merke, dass ich viel mehr Lust darauf habe, ein Sudoku zu lösen.
  • «Gute Idee!», sage ich mir, «aber nicht jetzt!». Das Rätsel gibt's als Belohnung, wenn die Mehrwertsteuer-Abrechnung erledigt ist.
  • Ich erledige die Aufgabe zügig und hoch motiviert.
  • Dann löse ich mit Genuss das Sudoku und bin stolz, den inneren Schweinehund einmal mehr überlistet zu haben.

Versuch es selbst: Bei der nächsten grösseren, dringenden Aufgabe, auf die Du wenig Lust hast, versprichst Du Dir die Belohnung. Und geniesst sie, wenn Du sie verdient hast. Du wirst sehen: das funktioniert. Am Anfang nicht immer, mit der Zeit aber immer besser.

 

Bild: vmiramontes bei flickr.com (CC BY 2.0)

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