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13.03.08Leser-Kommentare

Ballast aus dem Portemonnaie werfen

Beim Bäcker den Schein zu zücken und Wechselgeld in Münzen entgegenzunehmen, kann bekanntlich zu Haltungsschäden führen. Zumindest bei Männern, die das Kleingeld im Portemonnaie sammeln und dieses in der Gesäßtasche tragen. Mit geradem Rücken auf einem Stuhl sitzen sie dann jedenfalls nicht mehr. Das Portemonnaie sollte man aber auch sonst regelmäßig von Ballast befreien.

Kleingeld fürs SparschweinEs muss nicht gleich eine Geldbörse aus Papier sein (Anleitungen dafür gibt's bei Instructables und Mathematische Basteleien). Es reicht schon, unwichtigen Krimskrams zu entfernen - als erstes die kleinen Münzen. Wer hat sich nicht schon darüber geärgert, dass an der Kasse die Oma vor einem so tut, als ob sie ihre Brautschuhe bezahlt? Da werden dann schon mal die Centstücke einzeln herübergereicht.

Einmal im Jahr schick essen gehen

Einfach ausgeschüttet ist der Münzhaufen am schnellsten sortiert. Zu D-Mark-Zeiten habe ich das Silbergeld wieder eingepackt, der Rest kam in ein Kästchen, das in Reichweite des Schreibtisches stand. 100 Euro sammeln sich da bei mir bis zur jährlichen Schlachtung des hölzernen Sparschweins schon an. Die müssen dann nur noch zum Münzzähler der örtlichen Bank getragen werden. Anschließend kann man davon schick essen gehen oder sich das neueste Gadget kaufen.

Heutzutage kommen alle Ein- und Zwei-Euro-Stücke direkt wieder ins Portemonnaie, 50-Cent-Münzen nur, wenn es nicht zu viele sind. Zusätzlich oder stattdessen gerne auch zwei Münzen in klein. Damit lässt sich gut das Trinkgeld geben, wenn man eine runde Summe zu bezahlen hat. "Geben Sie mir bitte auf drei Euro dreißig heraus", hört sich nicht gerade elegant an. Praktisch ist auch der Chip für den Einkaufswagen.

BonuskartenBonuskarten dagegen haben nichts im Portemonnaie zu suchen. Abgesehen von der Datenschutzproblematik bringen sie an Nachlässen und Prämien in der Regel ohnehin nicht das, was man spart, wenn man beim Preisvergleich das günstigste Angebot wählt. EC-Karte, Kreditkarte, Gesundheitskarte, gegebenenfalls BahnCard und Jobticket, Personalausweis, Organspenderausweis und ein paar Visitenkarten - mehr muss es nicht sein.

Klingt trivial? Ja. Aber wer mal darauf achtet, welche Portemonnaie-Brocken in Kneipen und Geschäften so auf den Tresen gehievt werden, wird staunen.

Kassenbons in die Inbox

Wo war noch gleich der Garantiebeleg? Im Portemonnaie oder abgeheftetVon den beiden Fächern für Scheine ist bei mir nur eines für Geld bestimmt. Im anderen sammle ich Kassenbons. Wenn ich beim Einstecken bemerke, dass das Portemonnaie mal wieder zu dick geworden ist, sind die überzähligen Münzen mit einem Handgriff im Kästchen verschwunden. Die Belege lege ich in meine Inbox auf dem Schreibtisch. Beim nächsten Leeren schaue ich dann, welche von ihnen für den Garantiefall abgeheftet werden und welche in den Papierkorb gehören.

Ebenfalls praktisch, wenn man das Kleingeld an einem Ort sammelt: Wenn man ausnahmsweise mal eine Handvoll Münzen braucht - etwa für den Fahrkartenautomaten in der Straßenbahn, der keine Scheine nimmt -, hat man sie schnell zur Hand.

Kommentare

  • Rolf F. Katzenberger

    13.03.08 (17:05:02)

    Noch ein einfacher Tipp: eine Brieftasche und ein Schlüsselmäppchen mit Münzfach zulegen. Brieftaschen haben kein Münzfach und Schlüsselmäppchen mit Münzfach kein Banknotenfach. Beim Einkauf zücke ich zuerst immer das Schlüsselmäppchen und komme so weniger in Versuchung, wieder mal einen Geldschein "kleinzumachen".

  • Mario

    13.03.08 (18:00:49)

    Was spricht dagen, es der Oma gleich zu tun. Ich halte mit GnuCash meine Finanzen zusammen, daher kann ich in etwa abschätzen wieviel Kleingeld ich bei mir habe. Diese gebe ich bei nächster Gelegenheit weiter.

  • Dirk

    13.03.08 (18:55:14)

    Ich kann nur das All-ETT Billfold empfehlen, habe ich seit einem halben Jahr. Kein Münzfach und immer alle Karten dabei. Dabei immer noch so schlank wie nie! http://www.all-ett.com/

  • Jo

    14.03.08 (01:47:51)

    Ist ja schön, wenn du erklärst welche Karten man so braucht - dummerweise besteht mein halbes Leben aber aus Karten: Zugangskarte fürs Büro, Goldkarte für die Packstation, Karte für die Uni-Bibliothek, Studentenausweis, Zutrittskarte für die Muckibude, Subway Sammelkarte... Da jeden Tag zu sortieren, was ich nun tatsächlich brauche und was nicht wäre zum einen sehr aufwendig, zum anderen aber vermutlich aber auch frustrierend, wenn mir z.B. spontan einfällt, dass ich irgendwohin will, wo ich die Karte brauche.

  • Peter Giesecke

    14.03.08 (10:47:10)

    Jo, das war lediglich eine Zusammenstellung der Karten, die sich in meinem Portemonnaie befinden. Dennoch sollte man sich fragen, auf welche der Karten man verzichten kann. Da wird jeder zu einer anderen Entscheidung kommen. An einer Packstation kann man sich übrigens auch ohne Karte einloggen.

  • Jo

    19.03.08 (00:33:22)

    Na klar kann ich mich auch an der Packstation so einloggen - dann muss ich mir allerdings einen Zettel mir meiner Nummer ins Portemonaie legen auch nicht so wirklich schön. Und ins Büro komme ich auch so, allerdings wird mich die Sekretärin vermutlich zukünftig hassen, wenn ich ständig bei ihrer auf die Klingel drücke. Ich habe auch mal irgendwann alle vermeintlich sinnlosen Karten aus dem Portemonaie geworfen - mit dem Ergebnis, dass ich mich diverse Male geärgert habe, irgendeine Karte nicht dabei zu haben. Was ich eigentlich sagen will: auch wenn man noch so motiviert ist, Karten auszusortieren, ist das bei vielen Gelegenheiten leider nicht besonders einfach.

  • Hans

    10.12.08 (13:20:45)

    Es stimmt schon, Kleingeld sammelt sich recht schell an. Bei uns bekommen die Kinder eben etwas Taschengeld extra, wenn der Geldbeutel anfängt aus den Nähten zu platzen. Da haben die Kleinen dann wenigstens etwas, auf das sie stolz sein können.

  • Sven Palme

    15.06.15 (00:07:37)

    Hallo zusammen,
    es gibt auch eine andere Möglichkeit!!!
    Ich bin gerade dabei mich selbständig zu machen. Seit ein paar Wochen ist mein Webshop online.
    Eine Idee, ein Prototyp, ein Patent, eine erste Lieferung...mein erster webshop - das war so mein Werdegang. Ich habe alles alleine gemacht, mit den Mitteln, die ich hatte und die ich mir leisten kann. Wenn man den Weg in die Selbständigkeit wagt, steht man sehr oft alleine da...und nahe am Abgrund...aber man muß es wagen, denn "wer nicht wagt, der nicht gewinnt!"

    Vielen Dank und Grüße
    Sven

    www.eimix.de

    oder

    www.facebook.com/eimix.info

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