22.06.12 05:22

, von Simone Janson

Stuffle: App und weg!

Stuffle ist ein neuer Weg, Dinge schnell und einfach zu verkaufen. Die App aus Deutschland will den Flohmarkt auf's Handy bringen.

Aufräumen ist ja irgendwie ein Dauerthema hier. Logisch, denn es ist auch eines der weit verbreitetesten Probleme, das wir in unserer überfüllten Wohlstandsgesellschaft und damit unseren überfüllten Wohnungen haben: Ordnung halten und den Überblick bewahren. Und dabei können Smartphones tatsächlich helfen.

Weg mit dem Kram

Denn die für mich effektivste Methode beim Aufräumen ist nach wie vor: Weg mit dem unnötigen Kram (auf die Bye Bye-Aktion unserer Blogwerk-Kollegin Karin Friedli haben wir auch schon hingewiesen). Denn je mehr sich die Regale biegen und je heftiger die Schränke überquellen, desto schneller ist wieder Unordnung – da kann man aufräumen und systematisieren, so lange man will. Andersherum wird es automatisch ordentlicher, je leerer es ist. Meine Lieblingsmethode zu mehr Ordnung, das Aufräumen in einer Stunde, habe ich ja in einem anderen Blogpost hier bei imgriff.com schon beschrieben. Denn sie hilft vor allem chronischen Prokrastinierern, die vor lauter Unordnung gar nicht wissen, wo sie mit Aufräumen anfangen sollen.

Verkaufen als psychologischer Trick

Am Ende erhält man dabei drei Häufchen: A für Papiere und Dinge, die Du noch behalten willst. B für Dinge, die Du noch durchsehen musst. C für Dinge, die Du wegwerfen willst und die somit sofort in den Papierkorb gehören. Nun schlage ich vor, das System um einen weiteren Haufen zu erweitern: Nämlich D für Papiere und Dinge, die Du verkaufen willst. Die Sache mit dem Verkaufen ist dabei auch ein psychologischer Trick: Viele Dinge behalten wir nur deshalb, weil sie uns zu schade sind zum Wegwerfen. Wenn wir sie zu Geld machen können, trennen wir uns viel leichter. Und genau da hilft das Smartphone zeitsparend weiter.

Ebay - aufwändig und wenig ergiebig

Eine Möglichkeit ist Ebay – wahrscheinlich die bekannteste mit der größten Reichweite. Doch der Aufwand, sich durch die diversen Optionen bei Ebay zu klicken ist immens – gerade auf kleinen Bildschirmen. Zwar hat Ebay das Einstellen von Artikeln mit der Zeit auch wieder einfacher gemacht. Dennoch: Wenn ich an Ebay denke, vergeht mir mittlerweile die Lust, etwas zu verkaufen. Ich entsorge Gegenstände dann lieber anderweitig, durch Verschenken, Spenden oder Wegschmeissen. Das geht schnell und – wenn man mal ehrlich ist – sind die Verdienstmöglichkeiten bei Ebay, abgesehen von technischen Geräten, doch eher mau. Wer daran gut verdient, sind diverse Paketbeförderer. Dafür lohnt es sich kaum, Dinge einzustellen und zur Post zu bringen.

Die Simplify-App

Nun könnte es aber eine Alternative geben: Eine neue App namens Stuffle – eine Wortkombi aus Stuff und Sale - hilft dabei, Dinge schnell und gegen Bares loszuwerden. Martin Weigert hat auf netzwertig.com bereits vor ein paar Wochen ausführlich über Stuffle berichtet. Wenn man sich nun heute die Tweets so anschaut, scheint die App echt Spaß zu machem. Es gibt sogar Leute, die ihr Bio-Olivenöl dort feilbieten. Der Grund ist, dass all die Dinge, die Ebay so abschreckend macht, hier wegfallen: Das Einstellen samt Foto geht in nur zwei Klicks. Und das lästige Versenden entfällt, weil man die Ding wie auf dem Flohmarkt um die Ecke anbietet – der Location Based Service von Smartphones lässt grüßen. Markus Mayr beschreibt das so:

«Stöbern: Das ist wohl das Tollste, was ein Flohmarkt zu bieten hat. Und das gibt es jetzt auch digital. Wie jetzt? Schon mal was von Ebay gehört? OK, Ebay und Konsorten gibt es schon länger. Aber viel einfacher als Stuffle geht es wohl kaum – das Kaufen und Verkaufen, das Stöbern nach Angeboten um die Ecke. Und genau das ist die Stärke von Stuffle: das “Um die Ecke”. Denn die App zeigt – basierend auf der Lokalisierungsfunktion des Smartphones – Angebote aus der Umgebung, gegliedert nach Entfernung (1 km, 3 km, 5km usw.).»

Und Nico Kirch hat die App umfangreich und mit Screenshots getestet. Sein Fazit klingt, als hätte er die Simplify-your-Life-App schlechthin gefunden: Und wie auf dem reelen Flohmarkt ist es sogar möglich, zu handeln!

«Die App hat einen sehr geringen Funktionsumfang, geradezu minimalistisch. Und genau das begeistert mich! Einfach nur ruhig stöbern, keine langen Beschreibungen und keine Kategorien, die ablenken. Stöbern, finden, verhandeln, kaufen. Die App erledigt genau das, wofür sie gemacht wurde. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Ich persönlich bin begeistert!»

Knackpunkt Reichweite

Nun gut, der Verkauf um die Ecke könnte auch der Knackpunkt der an sich tollen Idee sein: Die geringe Reichweite. Selbst wenn Nico Kirch, zunächst Skeptiker, erstaunt feststellt, dass er den ersten Artikel in bereits drei Tagen verkauft hatte. Dennoch sind die Angebote bislang nur für die noch vergleichsweise kleine Stuffle-Community zugänglich. Und auch eine Android-App gibt es bislang nicht, weswegen ich die App nicht selbst testen konnte. Aber: Vielleicht kommt nach dem Trend zum hyperlokalen Bloggen nun das hyperlokale Shoppen. Und wenn man den begeisterten Tweets folgt, könnte die Stuffle-Community auch schnell anwachsen.

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Kommentare: Stuffle: App und weg!

Die Community könnte tatsächlich schneller wachsen, wenn eine Android-App auf dem Markt ist. Ich finde Stuffle sehr interessant und würde es täglich nutzen. Verfolge auch regelmäßig die News rundum Stuffle und hoffe auf eine Android-App.

Diese Nachricht wurde von Anton am 22.06.12 (06:19:24) kommentiert.

Auch ich denke, dass ich Stuffle nutzen würde. Leider gibt es noch keine Android App.

Diese Nachricht wurde von Chris am 22.06.12 (13:30:05) kommentiert.

Schade, dass man sich nur mit facebook-Profil anmelden kann ...

Diese Nachricht wurde von skip am 22.06.12 (17:28:02) kommentiert.

Schade? Damit kann man doch wunderbar die derzeit noch fehlende Reichweite erhöhen. Angebote landen auch beim dafür eingerichteten FacebookAccount

Diese Nachricht wurde von Paul am 24.06.12 (19:51:46) kommentiert.

Ich habe ein Windows Phone von Nokia,leider ist die App für mich nicht zum runter laden geeignet,was ich sehr bedauere. Wäre auch sehr interessiert daran die App auf meinem Handy zu haben,schade! Hätte so vieles was ich verkaufen könnte... Lg Karla

Diese Nachricht wurde von Karla am 04.09.12 (08:43:00) kommentiert.
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