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28.11.16Leser-Kommentar

Tipps für Startups & Gründer

Home Office, Co-Working oder eigenes Büro?

Quelle: Fotolia.com © mooshny

Sie haben sich vor kurzem selbstständig gemacht? Herzlichen Glückwunsch! Doch nun stehen Sie wahrscheinlich vor der Frage, wie und vor allem wo Sie Ihrer Arbeit zukünftig nachgehen möchten. Ob Ihre Wahl auf Home-Office, Co-Working Space oder doch ein eigenes Büro fällt, wird wahrscheinlich in erster Linie von Ihrem Budget abhängen. Was für die jeweiligen Formen spricht und was Sie bezüglich der Lage beachten sollten, wenn Sie sich für ein eigenes Büro entscheiden, erfahren Sie hier.

Home-Office: Gemütlich, aber unprofessionell

Wer von zuhause aus arbeitet, weiß wahrscheinlich den Komfort, der damit verbunden ist, zu schätzen. Man kann anfangen und aufhören, wann man will, kann seine Arbeit auch vor dem Fernseher erledigen und muss sich auch nicht für seine Raucherpausen rechtfertigen. Zudem ist diese Alternative besonders kostengünstig, da zusätzlich zur eigenen Miete keine Kosten anfallen und ein Heimbüro noch dazu steuerlich absetzbar ist. Für Eltern hat Home-Office zudem den Vorteil, dass die Kinder nicht alleine sein müssen.

Jedoch wird es schwer, in den eigenen vier Wänden ein Team zu beschäftigen oder Meetings abzuhalten. Vor jedem Meeting muss die ganze Wohnung auf Vordermann gebracht werden, damit keine Unterhosen im Wohnzimmer herumliegen oder ein potenzieller Geschäftspartner auf dem Spielzeugauto des Kindes ausrutscht. Einen professionellen Eindruck macht jedoch auch die sauberste Wohnung meist nicht. Das Home-Office eignet sich also vor allem für die ersten Schritte, wenn schlicht und ergreifend kein Geld für eine andere Alternative vorhanden ist.

Co-Working Spaces: Günstig, aber wenig Ruhe

Beim Co-Working mieten Sie sich für begrenzte Zeit einen Schreibtisch in einem Büro, das Sie sich mit anderen teilen. Diese Arbeitsplätze sind meist kostengünstig, platztechnisch ausreichend und damit eine gute Wahl für Startups mit einer überschaubaren Anzahl von Mitarbeitern. Außerdem arbeiten hier meist unterschiedlichste Menschen und Berufe auf einem Raum, wodurch man sich gut vernetzen und voneinander profitieren kann.

Vor allem für den Anfang sind Co-Working Spaces eine gute Lösung. Sie sind leistbar und man hat, im Gegensatz zum Home-Office eine klare Trennung zwischen Privatleben und Arbeit. Sie können im Team arbeiten, haben dafür aber wenig Ruhe. Da Sie aber für jeden Arbeitsplatz separat bezahlen müssen, lohnt es sich ab einer gewissen Anzahl von Mitarbeitern, auf ein eigenes Büro umzusteigen, da dies für ein größeres Team oft kostengünstiger ist.

Eigenes Büro: Teurer, aber professionell

Die meisten Gründer schreckt vor allem der hohe Preis eines eigenen Büros ab. Jedoch bietet ein eigenes Arbeitsdomizil zahlreiche Vorteile, die Ihnen Home-Office und Co-Working Spaces nicht bieten können. Aus den folgenden Gründen sollten Sie sich für ein eigenes Büro entscheiden:

  • In einem eigenen Büro werden Sie weniger von Ihrer Arbeit abgelenkt und arbeiten effizienter.
  • In repräsentablen Büroräumlichkeiten können Sie ohne Probleme Ihr Team beschäftigen, Meetings abhalten und Kunden einladen.
  • Wenn Sie größer denken und planen wollen, kommen Sie um ein eigenes Büro nicht herum. Home-Office und Co-Working sind für den Anfang gute Möglichkeiten, langfristig gesehen sind sie jedoch keine Alternative.
  • Ein eigenes Büro ist ein komfortabler Arbeitsort, den Sie sich mit niemandem teilen müssen.

Wie Sie sehen, ist ein eigenes Büro aufgrund der oben genannten Vorteile auf lange Sicht unabdinglich. Doch haben Sie sich erst für ein eigenes Büro entschieden, gilt es, das passende Objekt zu finden.

Die ideale Lage ist das A und O

Wer sich auf die Suche nach günstigen Büroräumlichkeiten begibt, ist anfangs gerne bereit, sich aus Kostengründen am Stadtrand oder in weniger beliebten Gegenden niederzulassen. Dagegen spricht auch nichts, wenn Sie selten Geschäftspartner zu sich ins Büro einladen und nicht auf Laufkundschaft angewiesen sind. Wenn Sie jedoch ein Ladengeschäft im Industrieviertel eröffnen, könnte Ihnen das gleich zu Beginn zum Verhängnis werden. Und wenn Sie jeden Tag eine Stunde zur Arbeit fahren müssen, wird Ihnen Ihr neues Büro auch nicht viel Freude bereiten. Bezüglich der Lage sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Suchen Sie sich ein Objekt, das zu Ihrem Unternehmen passt. Ladengeschäfte bringen Sie am besten in einer Fußgängerzone. Eine Steuerberatungskanzlei am besten im Bankenviertel – auch, wenn Sie dafür ein bisschen mehr ausgeben müssen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr zukünftiges Büro gut ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden ist, damit Ihre Mitarbeiter ihren neuen Arbeitsplatz gut erreichen können.
  • Durch die Lage Ihres Büros können Sie das Prestige Ihres Unternehmens steigern oder mindern. Also lassen Sie sich nicht aufgrund von Kostenersparnis in einer dubiosen Gegend nieder, die kein gutes Ansehen genießt.

Ob Home-Office, Co-Working Space oder das eigene Büro – sicherlich haben alle diese Möglichkeiten ihre Vorteile, die Sie für sich nutzen können. Home-Office und Co-Working Space haben für Startups den oft entscheidenden Vorteil, dass sie besonders günstig sind und hohe Fixkosten wegfallen. Allerdings sollten Sie sich, sobald Sie gedenken ein paar Mitarbeiter einzustellen und zu expandieren, Gedanken über ein eigenes Büro machen. Schließlich möchten Sie ja lange Freude an der Selbstständigkeit haben und Ihre Mitarbeiter im Unternehmen halten. Das geht eben nicht, wenn Sie dauerhaft zuhause arbeiten oder sich den Co-Working Space mit anderen Firmen teilen. Ein eigenes Büro ist eine wichtige Voraussetzung für fokussiertes Arbeiten, ein angenehmes Arbeitsklima und somit auf Dauer unabdinglich.

Autor: Stefan Gassner

Stefan Gassner ist Geschäftsführer vom Immobilienmakler SAGE Immobilien in Zell am See/Österreich. Seine Kompetenz liegt vor allem in seiner umfassenden Marktkenntnis und seiner Erfahrung als Immobilienmakler. Kunden finden in ihm den idealen Ansprechpartner für ihre Immobiliengeschäfte.
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Stefan Gassner

Kommentare

  • Karoline

    19.10.16 (16:57:45)

    Hallo! Ich denke letztens über meine Arbeit intensiv nach... Ich arbeite zu Hause, das ist sehr komfortabel, aber wenn es geht um Form dieser Tätigkeit... Das ist weites Thema, nicht oder? Home-Office, Freelancer... Das ist ein frustrierendes Problem für mich. Aber letztens habe ich Hoffnungsschimmer. Vor allem wählte ich letztendlich ein Werkzeug aus, das mir bei dem Zeitmanagement hilft (Ich versichere, das ist unschätzbare Hilfe). Es handelt sich dort um Kanban Tool. Hat jemand davon gehört? Wenn nicht - sehen Sie dort: https://kanbantool.com. Das wird ein Volltreffer sein!

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