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02.07.14Leser-Kommentare

Arbeiten von unterwegs: 8 Dinge, die mich als digitalen Nomaden produktiv machen

Ein Lebensstil, bei dem man intensives Reisen, touristische Aktivitäten und effektives Arbeiten unter einen Hut bekommt, kann funktionieren, wenn man einige essentielle Werkzeuge und Hilfsmittel dabei hat: von der Schlafmaske bis hin zu äußerst nützlichen Smartphone-Apps.

Ich reise viel und arbeite dabei häufig von unterwegs. Macht man das einige Jahre, dann lernt man, wie man bei einem solchen Lebensstil die Produktivität maximiert - trotz stunden- oder gar tagelanger Reisen mit Flugzeug, Bus oder Zug, trotz instabiler Internetverbindungen und der konstanten Veränderlichkeit der äußeren Umstände.

Folgende Liste beschreibt die essentiellen Dinge und Werkzeuge, die ich benötige, um Reisen beziehungsweise Welterkundung und Arbeit unter einen Hut zu bekommen.

1. Schlafmaske und Ohrstöpsel

Übermüdet kann man weder gut arbeiten noch touristische Aktivitäten genießen. Eine Schlafmaske sowie Ohrstöpsel habe ich deshalb immer dabei. Sie helfen mir, auch mal im Flugzeug eine Stunde ein Nickerchen zu machen (was mir sonst sehr schwer fällt), und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, in einer hellen oder lauten Unterkunft die notwendige Erholung zu bekommen.

2. Schlaftabletten

Speziell im Flugzeug sowie zur Linderung des Jetlags erlaube ich mir sporadisch die Einnahme einer Schlaftablette. Bewährt hat sich das vor allem, wenn mein noch auf die vorherige Zeitzone eingestellter Körper um 2 oder 3 Uhr früh einfach nicht mehr weiterschlafen wollte.

3. Wasser

Es klingt trivial, aber eine gefüllte Wasserflasche ist für mich immer Pflicht (und im Prinzip wichtiger als alles andere). Wenig sorgt für schlechtere Stimmung und eine geringere Arbeitslust, als durstig zu sein. Das gilt besonders beim Aufenthalt in warmen Ländern, in denen das Leitungswasser nicht immer genießbar ist. Wer ökonomisch denkt, sollte die auf manchen internationalen Flughäfen und Bahnhöfen installierten Trinkwasserspender nicht ignorieren und damit mitgebrachte Flaschen füllen.

4. SIM-Karten

Für 99 Prozent der Menschen, die diesen Text lesen, ist stetige Connectivity Pflicht. Falls mein primärer Mobilfunkanbieter keine guten Roamingtarife anbietet, kümmere ich mich meist im Vorfeld um die Beschaffung einer Prepaid-SIM beziehungsweise informiere mich, wo ich diese nach der Ankunft in einem neuen Land kaufen kann. Ich bin sicher nicht der einzige, der ein kleines Tütchen mit SIM-Karten mit sich herumschleppt.

5. Ersatzakku

Ein Smartphone mit leerem Akku ist speziell auf Reisen mein Albtraum - auch weil das Gerät nicht selten per Tethering die Internetverbindung für mein Notebook oder Tablet bereitstellt. Entsprechend befindet sich in meinem Handgepäck immer ein aufgeladener Smartphone-Zusatzakku. Bei den Kollegen von neuerdings.com gibt es eine kleine Kaufberatung.

6. Stromadapter

Ich habe es einmal erlebt, was passiert, wenn man in einem Land ankommt, aber keinen Adapter für die lokalen Steckdosen besitzt: In Japan vergingen nach meiner Ankunft mehrere Tage, bis ich Zeit und Übersicht genug hatte, um ein entsprechendes Tool in einem Elektrogeschäft zu erwerben. Die kostbare Energie des Notebooks radikal rationieren zu müssen, war definitiv eine Produktivitätsbremse (kurzzeitig gelang es mir, einen Adapter von jemandem auszuborgen).

7. Booking- und Travel-Apps

Einschlägige Apps für die Verwaltung von Reisen, für Flugsuchen und Unterkunftsbuchungen auf dem Smartphone parat zu haben, kann sich lohnen und ungewollte »Pausen« verhindern. Tripit, Airbnb, Loungebuddy, Skyscanner, Kayak, Hotel Tonight und Hotwire sind einige meiner Favoriten. Auch myTaxi und Uber installiert zu haben, ist sicherlich nicht dumm. Zumindest für den Notfall (persönlich ziehe ich den ÖPNV vor).

8. Apps zur Offline-Produktivität

Ich habe es vor einigen Wochen in einem Beitrag schon geschrieben: Auch wenn man doch mal offline ist, beispielsweise im Flugzeug, in der Bahn oder in einer Unterkunft mit schlechtem Netz, kann man durchaus produktiv sein. Und da ein Grossteil meines Jobs darauf hinausläuft, mich über Branchen- und Nachrichtenereignisse auf dem Laufenden zu halten, nutze ich Trips stets dazu, lange Artikel, Videos oder andere Medieninhalte zu konsumieren, zu denen mir sonst die Zeit fehlt. Instapaper oder Pocket wären hier als Pflicht-Anwendungen zu nennen, aber auch Watchlater, eine leider nicht ganz stabile, immer mal wieder fehlerhafte iPad-App, die aber als eine der wenigen Applikationen den Download von YouTube- und Vimeo-Videos erlaubt.

Was sind Eure unerlässlichen Begleiter auf längeren, nicht ganz arbeitsfreien Trips?

 

Foto: Flickr/theglobalpanoramaCC BY-SA 2.0

Kommentare

  • Tim

    02.07.14 (16:36:54)

    9. Dreifachsteckdose: damit kann man notfalls a) andere Leute glücklich machen b) der kampf um die Oasensteckdose enfällt ;) 10. Ersatznetzteil Laptop mindest. einen Zuhause gebunkert haben 11. Notizbuch A5 Mit eingeklebtem Briefumschlag ( für Quittungen und Visitenkarten) 12. Frixion Stifte Zum wegradieren und verwischsicherer als Bleistift / Kugelschreiber 13. Meinen Mission Pack Rucksack (Militär) geht als Handgepäck durch und ist sehr gut auf dem Rücken, wackelt nicht, separate Regenhaube etc. Nichts ist schlimmer als ne Tasche / Rucksack, der nicht richtig sitzt / zu unförmig ist 14. Kleine SChlösser und Stahlseil: Damit man den Rucksack auch mal kurz anketten kann ;) Ahoi

  • Karl

    02.07.14 (23:15:28)

    zu 1) aufblasbares Nackenkissen. Ohne: Da wäre man gerade am einnicken, der Kopf kippt seitlich weg und man ist wieder wach:-( Proviant: unterwegs Gekauftes ist oft nicht auslaufsicher verpackt und bevor es den Tascheninhalt vollsifft: a) ein wiederverschließbarer 5-Liter Gefrierbeutel (die handelsüblichen 3-Liter-Beutel sind zu klein) b) ggf eine mittelgroße, wasserdichte Lock&Lock-Dose. Gerade bei längeren Aufenthalten im gleichen Hotel (zb 10-tägiges Seminar) habe ich 2 oder 3 Dosen dabei, für geschnippseltes Obst und Gemüse bzw. Salat. Denn tagelang nur belegte Semmeln o.ä. und Essen gehen, da rebelliert der Körper, es ist teurer und ist mir zu aufwendig und kostet Zeit, bei jedem Hunger zwischendurch oder in den kurzen Pausen wieder losrennen zu müssen und irgendwo was Essbares zu besorgen oder sich ewig in ein Restaurant zu setzen. Apropos Losrennen: Für die Joggingschuhe ist ja meist kein Platz im Koffer. Noch nicht persönlich praxiserprobt, aber man könnte sich auf Barfußschuhe umgewöhnen, die passen eher in den Koffer. Die Laufcoaches beim München Marathon meinten, dass das eh gesünder wäre, es braucht nur Umgewöhnungszeit. Wer seine Hanteln oder das Fitnesstudio vermisst kann, kann sich auf bodyrock.tv ein Programm aus Körpergewichtübungen zusammenstellen.

  • Ole

    03.07.14 (15:56:03)

    Bei mir sehr ähnliche Utensilien. Ja und leichte Dreifachsteckdose sowie externer Akku-Tank. Plus manchmal noch mobiler wifi-router, falls ich zwei lokale SIM-Karten nutze (eine im Smartphone, eine im mobilen Router). Welche Schlaftabletten empfiehlst du? Ich nehme Dimenhydrat 50mg oder 100mg, in USA frei verkäuflich. Externe Festplatte. Dropbox. Zweitlaptop (mir sind schon 2 auf Reisen kaputt gegangen).

  • Michael

    05.07.14 (00:48:07)

    Das Medikament heißt in Deutschland Dimenhydrinat ist primär gegen Übelkeit und macht als Nebenwirkung müde. Ist bei uns Apothekenpflichtig und zum Beispiel als Reisetabletten erhältlich.

  • Ole

    05.07.14 (18:47:54)

    Ja stimmt, wobei Dimenhydrat gegen echte Übelkeit nach meiner Erfahrung nicht hilft, da hab ich Metoclopramid (in D verschreibungspflichtig) in der Reiseapotheke, für mich auch eine wichtige "immer dabei"-Sache, damit hab ich schon vor Apotheken kotzende Pferde kuriert und reisetauglich gemacht.

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