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17.08.07

Am Wochenende: Tagging-Strategie entwickeln

Es ist so ähnlich wie beim Aufräumen der digitalen Musiksammlung: Tags etwa bei Social-Bookmarking-Diensten zu reorganisieren braucht Zeit. Eine schöne Aufgabe fürs Wochenende, finden wir.

Eine Entscheidung steht am Anfang des gepflegten Verschlagwortens: Exzessives Taggen oder Beschränkung auf wenige, sinnvolle Schlüsselwörter? Ich habe mich fürs Exzessive entschieden und bin mir bislang nicht sicher, ob das der richtige Weg ist - es ist schlichtweg viel Aufwand. Und da sich der wahre Nutzen wie bei jedem Zettelkasten erst mit der Zeit einstellt, werde ich mich auch noch etwas in Geduld üben müssen, bis ich es weiß. Als Anregungen für Andere taugen fremde Strategien aber noch immer, daher will ich hier einfach mal ein paar der Tagging-"Regeln" aufführen, die ich, nun ja, zumindest durchzuhalten versuche - die folgenden Punkte beziehen sich auf Bookmarks, sind aber natürlich prinzipiell auch auf andere Bereiche übertragbar:

  • Titel des Lesezeichens - Meistens gebe ich mich nicht mit dem zufrieden, was als Seitentitel automatisch übernommen wird, sondern ändere den Titel meines Bookmarks nach dem Schema Titel des Beitrags [Titel des Mediums, Datum der Veröffentlichung]. Also etwa "Die Zitronenhändler [Tagesspiegel.de, 26.06.07]".
  • Personen - Ich finde es sehr hilfreich, etwa in einer Tag-Cloud zu sehen, mit welchen Personen sich die gespeicherten Texte befassen. Darum tagge ich sie zumindest mit den wichtigsten Namen, sozusagen den Protagonisten des Textes. Das Schema dabei: vorname_nachname. Bei Doppelamen nehme ich den Bindestrich hinzu (tim_berners-lee), alles andere ignoriere ich (tim_oreilly).
  • Orte - Eine nicht ganz so oft zu sehende Strategie, aber meines Erachtens auch sehr interessant: Alle Artikel, die sich mit Auslandsthemen beschäftigen, verschlagworte ich mit dem entsprechenden Land, manchmal kriegen Texte zusätzlich Städte oder andere Ortsmarken verpasst, etwa Berlin .
  • Veröffentlichungsdatum - Vielleicht ist das abstrus, und auf den Zeitpunkt, zu dem ich einen oder mehrere Artikel nach dem Datum ihres Erscheinens suche, warte ich auch noch, aber dennoch: Meine Lesezeichen bekommen ein Datums-Tag. Dieser Artikel hier wäre eine 20070817.
  • Übrig bleiben solche mächtigen Schlagworte wie aufmerksamkeitsoekonomie, partizipativer_journalismus oder digitale_reputation. Die habe ich bei del.icio.us in einem eigenen "Bundle" zusammengefasst. Dieses Bündeln dort ist sehr hilfreich, beim ansonsten ausgezeichneten Konkurrenten diigo vermisse ich es deshalb noch.

Für eine wirklich ausgereifte Tagging-Strategie halte ich diese Punkte aber noch nicht, deshalb bitte ich um Ergänzungen: Nach welchen Regeln taggt Ihr? Was hat sich bewährt, was nicht?

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