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20.07.07Leser-Kommentare

Am Wochenende: iTunes aufräumen

Ab sofort wollen wir euch an dieser Stelle ein Projekt fürs Wochenende ans Herz legen: Dinge, die man nicht mal eben zwischen Tür (Meeting) und Angel (Telefonkonferenz) erledigt, weil sie in der Regel etwas Zeit oder Muße brauchen, die man unter der Woche nicht findet. Wir fangen an mit: iTunes aufräumen.

iTunes aufräumen, das ist so ein typischer Zeitfresser. Der Vorsatz ist recht zügig gefasst, und die Umsetzung scheint ja nicht wirklich schwierig - man schmeißt eben raus, was man nicht mehr hören mag, oder? Und dann sitzt man nach sechs Stunden immer noch vor dem Rechner. Es gibt eben einfach viele Songs, die man erst nochmal anspielen muss, bevor man über ihr Schicksal urteilt.

Plant also genug Zeit ein. In 15 Minuten ist die Sache nur bei den Wenigsten erledigt. Ein paar Strategien zum Aufräumen:

* Der schwierigste und zugleich lustigste Part zuerst: Songs rauswerfen. Snap? Dr. Alban? DJ Bobo? Da sind all diese Songs, die du zuletzt vor Jahren (Jahrhunderten!) am wirklich späten Ende einer wirklich schlechten Party gehört hast, und die du eigentlich auch nie mehr hören willst. Raus damit! Schon alleine, damit nicht irgendwann mal jemand mit gutem Musikgeschmack die in deiner Bibliothek findet. Und wegen des Gigabytes, das auf der Festplatte frei wird.

* Wenn Du Podcasts abonniert hast, ist auch dafür jetzt der richtige Zeitpunkt zum Ausmisten. Welche der Abos hörst Du tatsächlich? Und welche liegen in aller Regel noch nach Wochen ungehört herum? Löschen!

* Nun geht es ans Organisieren der Songs. Manchmal gibt es Probleme mit den Metadaten, also zum Beispiel Interpret oder Album; und eigentlich immer gibt es Probleme mit dem Genre: "Alternative & Punk"? Das ist dem einen zu unspezifisch - der schlüsselt dann erstmal auf nach erster und zweiter Punk-Generation und Oi! und Punkrock und so weiter; und dem anderen ist es bereits zu detailliert - der kreiert dann ein ziemlich umfassendes Genre namens "Gitarre".

Screenshot Itunes * Schließlich kann die Bibliothek in normalen und intelligenten Playlists organisiert werden. Die intelligenten Listen funktionieren nach dem Apple-Prinzip der intelligenten Ordner (nichts anderes als Ordner sind es ja), über das Johannes hier anhand des E-Mail-Programmes schon mal geschrieben hat. Damit kann man etwa eine Playlist nach Künstlername anlegen, in die dann automatisch alle neu hinzugefügten Songs des Interpreten aufgenommen werden. Aber auch komplexere Listen sind möglich: Zum Beispiel alle Tracks, die zwischen 1970 und 1980 veröffentlicht, nach dem 15.12.2006 in iTunes geladen und von mir mit einer Wertung von vier Sternen beurteilt wurden. Normale Playlists funktionieren wie normale Ordner, man verpasst ihnen einen Namen und fügt die gewünschten Songs hinzu - zum Beispiel für die WG-Party kommende Woche. Und dafür holt man dann vielleicht doch nochmal Snap aus dem Papierkorb ...

Habt ihr noch weitere Tipps zum Organisieren der iTunes-Bibliothek? Oder habt ihr einen anderen Mediaplayer mit anderen Tricks zum Sortieren? Über Kommentare freuen wir uns!

Der aufmerksame Blogleser merkt: Vorbild dieser neuen Rubrik bei imgriff.com ist das Weekend Project bei Lifehacker.com.

Kommentare

  • Ina

    20.07.07 (10:02:39)

    Da ich oft Musik nach völlig spontanen Stimmungen höre und mir dann nicht erst mühsam eine entsprechende Playlist zusammensuchen möchte, habe ich vor einiger Zeit ausgiebiger nach einem Player gesucht, bei dem ich die Songs nach meinen Kriterien taggen und dann bestimmten intelligenten Playlists zuweisen kann. Vielleicht gibt es inzwischen so ein Programm, damals habe ich mir damit beholfen, in iTunes die Kommentarfunktion der ID3-Tags für die Tags zu missbrauchen und dann von den intelligenten Playlists die gewünschten Songs schnell und automatisch zusammensammeln zu lassen. Es gibt vielleicht elegantere Methoden, aber diese funktioniert (für mich) wunderbar - ein Vorteil ist auch, dass die Tags auf diese Weise auch dann erhalten bleiben, wenn ich die Songs aus iTunes lösche.

  • Florian

    20.07.07 (11:28:57)

    Also das Aufräumen der iTunes-Bibliothek wäre für mich der letzte Schritt, wenn meine Festplatte voll wäre. Meistens ist es doch so, dass man nach Jahren wieder ein uraltes Lied (z.B. per Shuffle-Funktion) findet und es einem auf einmal wieder gefällt. Ich zum Beispiel verbinde mit vielen Songs ganz bestimmte Erlebnisse und das geht wohl vielen Leuten so. Man löscht ja auch nicht seine alten Fotos, oder? Doof, jetzt muss ich mir fürs Wochenende eine andere Beschäftigung suchen. Naja, Harry Potter lesen vielleicht. ;-) @Ina: Für solche Zwecke (zumindest war die Sortierung der Songs nach Stimmung angeht) gibt es Moody: http://www.crayonroom.com/moody Damit kannst du iTunes Songs ganz einfach nach deinen Wünschen mit ?Mood?-Tags verknüpfen und sie dann entsprechend einer oder mehrerer Tags abspielen lassen. Funktioniert sehr gut.

  • Karl

    20.07.07 (12:19:43)

    iTunes aufräumen mach ich auch gerne. Bin derzeit dabei einen Haufen Songs rauszulöschen. Am wichtigsten ist mir, dass die Genres stimmen. Ich hab Haupt- und Untergenres. Da es dafür aber leider keine Felder gibt, benenne ich meine Genres nach dem Muster "Hauptgenre > Untergenre". Das sieht dann zB so aus: Electronic > House Electronic > Hardstyle Latin > Reggaeton Latin > Salsa

  • Robert

    20.07.07 (12:32:57)

    Ich habe da vor einiger Zeit einen ziemlich nützlichen Link gefunden... (auch die "unclutter your Desk" serie ist ziemlich gut) http://kinkless.com/article/vaporize_unwanted_kinkless_itunes_1 ;-)

  • Andi

    20.07.07 (13:12:09)

    "Snap? Dr. Alban? DJ Bobo?" Gratuliere zur Auswahl, oder besser zur Abwahl (klar, es gäbe noch einige mehr...). Meine iTunes Bibliothek halte ich sauber, indem ich solchen Müll erst gar nicht rein lasse, ich selektiere also im Vornherein schon sehr genau, was ich mir "beschaffe" und was nicht. Ich bin mir 100%ig sicher, dass ich solchen Schund auch in 20 oder mehr Jahren nicht hören will. Trotzdem hat sich bisher schon so einiges angesammelt. Auf der anderen Seite halte ich es ähnlich wie früher mit der Platten-/CD-Sammlung. Was ich mir einmal (wohl überlegt) angeschafft habe, erreicht einen gewissen persönlichen Sammler-Wert. Für die Schallplatten gilt das im übrigen noch heute, die CDs habe ich "digitalisiert" und verhökert. Es geht mir ausserdem ähnlich wie Florian. Es kommt durchaus vor, dass ich einen Song oder ein Album aus irgend einem Grund nicht mehr hören kann, aber nach einiger Zeit wieder drüber stolpere und erneut gefallen daran finde (dafür liebe ich die Shuffle-Funktion).

  • jazzadeiro

    25.07.07 (20:08:41)

    Mir helfen intelligente Playlists wie "Neue Musik" mit Zähler = 0 oder "Unsorted" mit Stücken ohne Wiedergabeliste, neuere Sachen fortlaufend zu sortieren. Was nicht gefällt, fliegt sofort raus; alles andere wird in passende Playlists einsortiert und hat damit auch gute Chancen, mal wieder gespielt zu werden. In Prinzip ist es wie mit E-Mails: nicht den Posteingang aller paar Monate aufräumen, sondern mittels Filtern und sofortiger Aktion nach dem ersten Lesen die Inbox immer leer halten.

  • Sam Figueroa

    02.08.07 (20:36:25)

    Was auch hilft ist sich in iTunes die doppelten Tracks anzeigen zu lassen.

  • peter kraemer

    09.04.08 (22:03:43)

    Hallo zusammen, ich habe folgendes Problem: jede Menge Musikdateien irgendwann von meinem Windows Rechner auf meinen Mac gezogen. Allerdings fehlen oft die id3tags der recht alten Dateien. Ausserdem habe ich viele Titel doppelt. wie bekomme ich diese beiden Probleme jetzt in den Griff? Also id3tags zuweisen (lassen) und doppelte entfernen. Wäre super nett wenn mir da jemand helfen könnte. Grüße, Peter

  • Frank

    18.09.08 (13:11:45)

    Snap abwählen? Um Gottes Willen! Gibt es denn inzwischen einen adäquaten Ersatz für 'Rhythm is a Dancer'?

  • Andreas

    14.10.11 (10:12:10)

    Auch ich bin eher der Typ, der nur Songs auf dem Rechner habenn will, die mir gut gefallen. Wenn dabei vielleicht mal der eine oder andere Titel gelöscht wird, den irgend jemand mal hören will ist das kein Weltuntergang. Keiner kann alles haben. Ich mache das mit dem einsortieren so, dass ich bei allen Neuzugängen erst mal die Bewertungssterne lösche. So weiß ich, dass ich diesen Titel noch nicht persönlich bearbeitet habe. Beim sortieren erstelle ich dann eine intelliegente Playliste mit Wiedergabe aller Titel ohne Wertung und spiele diese dann über den Itunes DJ ab. Wenn ich einen Titel behalten will, bearbeite ich Genre und den ganzen Rest der ID3 Tags und gebe ihm midestens zwei Sterne. Alle Tittel die später gelöscht werden sollen erhalten einen Stern. Das mache, da man im itunes DJ die Songs nicht direkt löschen kann, sondern nur aus der Playlist entfernen kann. Wenn ich dann keine Lust mehr zum Sortieren habe, lasse ich mir alle Tittel anzeigen und sortiere dann nach Wertung. Dann scrolle ich runter bis ich die Einsterner habe, markiere die und lösche dann alle auf einen Schlag. So bekommt man mit der Zeit der Zeit die Sammlung gut in den Griff.

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