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08.05.12Kommentieren

Ideen verzweifelt gesucht

30 Techniken für mehr Kreativität

Hilfe - ich brauche eine gute Idee!

Ziel des professionellen Brainstormings ist es, durch freie Assoziation in einem Kreativteam Ideen, Gedanken und Vorschläge zu äußern. Diese werden dann zu brauchbaren Lösungsansätzen weiterentwickelt. Je mehr Ideen geäußert werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine brauchbare dabei ist.

Der Phantasie werden keine Grenzen gesetzt

So widersprüchlich sich das zunächst anhören mag, aber man kann die freie Kreativität tatsächlich mit bestimmten Techniken und Regeln hervorlocken. Nicht immer hat man die Möglichkeit, einen Spaziergang um den See herum zu machen oder sich unter die Dusche zu stellen: bekanntermaßen gute Orte für das ganz persönliche Brainstorming. Der Berufsalltag zwingt uns meistens zu geschlossenen Räumen. Aber auch innerhalb dieses Rahmens ist Platz für kreative Lösungen – es kommt nur darauf an, ihn zu schaffen.

Stellen Sie zunächst Ihr Kreativteam zusammen. Für ein erfolgreiches Brainstorming ist es wichtig, dass sich Ihr Team auf diese Regeln einigt:

  • In der kreativen Phase zunächst keine Bewertungen, insbesondere keine Kritik äußern.
  • Den Ideen freien Lauf lassen, so dass auch außergewöhnliche Ideen geäußert werden können.

  • In der kreativen Phase gilt „Quantität vor Qualität“. Ziel ist es, eine möglichst große Zahl von Ideen und Vorschlägen zu generieren.
  • Die Ideen anderer Mitglieder des Kreativteams aufgreifen, weiterentwickeln und mit eigenen Ideen kombinieren.

Hat man sich darüber verständigt, folgen die sechs Schritte.

Die sechs Schritte des klassischen Brainstormings

1. Vorbereitung
Es wird ein Moderator ernannt und ein Protokollant bestimmt. Der hält den Verlauf der Brainstormingsitzung und die Ergebnisse schriftlich fest. Danach erläutert der Moderator die Bedeutung des Vorhabens und erklärt den Mitgliedern des Kreativteams die Regeln, die während der Sitzung unbedingt eingehalten werden müssen, wenn daraus brauchbare Ideen und Lösungsansätze entstehen sollen.

2. Definition
Der Moderator definiert das Problem bzw. die Aufgabe der Sitzung.

3. Kreative Phase
Jetzt beginnt die eigentliche kreative Phase. Die Mitglieder des Kreativteams werden vom Moderator aufgefordert, sämtliche Ideen, Gedanken und Vorschläge zum Problem bzw. Thema mündlich zu äußern.
Wenn der Ideenfluss abebbt, sollte der Moderator mit gezielten Reizfragen weitere Ideen bei den Teilnehmern provozieren.
Nach der Ideefindungsphase empfiehlt es sich, eine Pause einzulegen.

4. Zusatzideen
Nach Beendigung der Sitzung werden Zusatzideen entweder direkt im Anschluss oder in einer neu anzuberaumenden Sitzung ergänzt.
Dazu empfiehlt es sich, dass der Moderator die bereits geäußerten Ideen vorträgt. Eventuell kann jetzt schon eine erste Strukturierung der Ideen und Vorschläge stattfinden.

5. Lösungsansätze
Je nach Qualität der vorliegenden Ideen und Vorschläge sind diese noch zu bearbeiten und zu Lösungsansätzen zu verdichten. Bis hier ist noch keine Bewertung vorzunehmen.

6. Bewertung
Erst jetzt erfolgt die Bewertung der gefundenen Ideen und Lösungsansätze durch das Team, z.B. mithilfe einer Punkteabfrage. Dabei vergeben die Teilnehmer Punkte für die verschiedenen Ideen und Vorschläge. Anschließend werden die Punkte für jede Idee und jeden Vorschlag addiert und daraus wird eine Rangfolge gebildet. Es können dann im Rahmen einer ersten Bewertung z.B. diese Klassen gebildet werden: sofort umsetzbar; prinzipiell umsetzbar, aber zunächst weiter zu analysieren; eher nicht umsetzbar.

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