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Abweisung mangels Masse

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Das Insolvenzgericht kann den Antrag mangels Masse abweisen, § 26 InsO. Es weist den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens dann ab, wenn das Vermögen des Schuldners voraussichtlich nicht ausreichen wird, um die Kosten des Insolvenzverfahrens zu decken. Wird hingegen ein ausreichender Geldbetrag vorgeschossen, so unterbleibt die Abweisung. Die Kosten des Verfahrens sind die Gerichtskosten für das Insolvenzverfahren sowie die Vergütung und die Auslagen des Insolvenzverwalters (auch die des vorläufigen) und die Vergütung der Mitglieder des Gläubigerausschusses.

Eine Abweisung mangels Masse soll durch Stundung der Verfahrenskosten für natürliche Personen als antragstellender Schuldner (§§ 4a - 4d InsO) vermieden werden und so auch den mittellosen Schuldnern den Zugang zum Insolvenzverfahren ermöglichen. Auf diese Weise kann auch eine Restschuldbefreiung erreicht werden; Bedeutung hat dies vor allem für das Verbraucherinsolvenzverfahren (private Insolvenz), aber auch für Unternehmensinsolvenz einer Einzelperson.

Wird der Antrag dennoch abgewiesen, so kann gegen den Abweisungsbeschluss sofortige Beschwerde erhoben werden. Nach Antragsabweisung wird der Schuldner in ein Schuldnerverzeichnis eingetragen.


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