Die Kraft der Gedanken

Der Weg zum Erfolg

Die Kraft der Gedanken

Mentale Stärke kann man lernen: gleich, ob es sich um den Job, die Ernährung, den Sport oder die Finanzen handelt. Was Profisportler zu Höchstleistungen antreibt, führt auch im Alltag zum Erfolg. Vorausgesetzt, wir sind nicht Knecht, sondern Herr unserer Gedanken. Die Star Finanz hat mit Motivationsexperte Dirk Schmidt über Faktoren und Tipps gesprochen, die die Selbstmotivation fördern.

Auch für Weltmeister gibt es kein Patentrezept für den Erfolg. „Jeder muss seinen eigenen Weg finden“, sagt Dirk Schmidt, einer der prominentesten Motivationsexperten im deutschsprachigen Raum. Ob abnehmen, berufliche Veränderung oder endlich Nichtraucher sein – fast jeder kennt das Dilemma: Es kommt etwas dazwischen, jetzt ist irgendwie nicht der richtige Moment… Und so erlischt der Impuls, sein persönliches Ziel produktiv in Angriff zu nehmen, wie das sprichwörtliche Strohfeuer.

„Wer negativ denkt, für den kommt niemals der richtige Moment. Ob wir Erfolg haben oder nicht, entscheidet sich in unserem Kopf“, fährt der Mentaltrainer fort. Als Coach von Olympiasiegern, Nationalspielern und Topmanagern hat Dirk Schmidt unzählige Beispiele parat, die diese These untermauern. So schießt die Biathletin, die viermal ins Schwarze traf, beim fünften Mal garantiert daneben, wenn sie den Gedanken zulässt: Und wenn ich jetzt danebenschieße? Erfolgreichen Sportlern gelingt es, solche Gedanken nicht nur fernzuhalten, sondern durch positive Vorstellungen zu ersetzen. Sie haben es gelernt, sich den Erfolg so intensiv vorzustellen, dass sie ihn buchstäblich in jeder Muskelfaser spüren. Und sie können diese Vorstellung in der Wettkampfsituation ad hoc aktivieren.

Wer also abnehmen will, sollte sich schon vor dem Beginn von Work-out und Diät vorstellen, wie es sich anfühlen wird, schlanker zu sein. Beim Sitzen, beim Liegen, beim Tanzen, beim Einkaufen – das Ziel, so und so viele Pfunde zu verlieren, wir dadurch zu etwas konkret Erlebbarem. Was wir anstreben, ist nicht mehr eine nackte Zahl auf der Anzeige der Waage, sondern dieses neue, vitale, einfach bessere Körpergefühl.

Selbstverständlich ist nicht jedes Ziel für jeden erreichbar. Ziele müssen realistisch sein. Dennoch rät Dirk Schmidt, stets Großes anzustreben: Wer nie Langstreckenlauf trainiert hat, dem erscheint ein Marathon im nächsten Jahr vermutlich als unendlich weit entferntes Ziel. Gleichwohl lässt es sich erreichen, wenn man sich der Distanz von 42 Kilometern in monatlichen Teilportionen nähert. Wohl das Wichtigste, was man von Spitzensportlern lernen kann: Sie lieben, was sie tun. Auch diese Freude beim Training hat Dirk Schmidt zufolge sehr viel mit der inneren Einstellung zu tun.

Mit mentaler Stärke zum beruflichen Erfolg

Ein neuer Job oder der Sprung in die Selbstständigkeit – viele Menschen träumen von einer Veränderung ihrer momentanen Situation. Warum nur schrecken die meisten vor der Verwirklichung ihres Traums zurück? „Es ist alles eine Frage der richtigen Zielsetzung“, kommentiert Motivationstrainer Schmidt. „Wer nicht weiß, wohin er will, darf sich nicht wundern, wenn er woanders ankommt.“

Der erste Schritt zur Veränderung muss demnach sein, diffuse Wünsche in klar umrissene Ziele zu übersetzen – eine gute Gelegenheit, auch gleich die lähmende Angst vor Fehlern endgültig über Bord zu werfen. „Am Mut hängt der Erfolg. Wer sich immer nur auf mögliche Fallstricke konzentriert, der stolpert auch über einen“, meint Dirk Schmidt. Man muss an seine Ziele glauben. Schon leise Zweifel, die sich aus dem Unterbewusstsein melden, können den Erfolg verhindern. Der Mentalexperte rät daher, sich hemmende Selbstzweifel bewusst zu machen und in „Vermeidungsziele“ umzuformulieren. Genau wie bei den positiven Zielen, die wir anstreben, gilt es, diese wieder und wieder in Gedanken durchzuspielen. Je detailgetreuer, desto besser. Per Kopf-Kino werden wir so zum Regisseur des eigenen Erfolgs – und sind nicht länger ein Komparse, der seine Anweisungen aus dem Unterbewusstsein erhält.

Manchen Menschen hilft es, ihre Ziele schriftlich zu fixieren. Denn Schreiben fördert präzises Denken und bringt Klarheit in das, was wir wirklich wollen. Mit Bleistift und Papier gelingt es zudem besser, das große Lebensziel genau wie die vielen kleinen Etappenziele in kurzen, prägnanten Sätzen auf den Punkt zu bringen. Solche „magischen“ Sätze sind eine unschätzbare Motivationshilfe, die man in jeder Situation laut oder lautlos in Gedanken vor sich hinsprechen kann. Mit Autosuggestion ersteigen Sportler olympische Höhen. Warum sollte das nicht auch im Arbeitsalltag funktionieren?

Schlanker denken lernen

Es gibt sie: Diese beneidenswerten Menschen mit Normalgewicht, die essen, wenn sie Hunger haben, und zwar so viel, bis sie satt sind. Ihr Körper ist offenbar richtig programmiert. Denn er reguliert das vegetative Wechselspiel zwischen Appetit und Sättigung so, dass keine überflüssigen Pfunde entstehen. Wer dieses Glück nicht hat, muss mit dem Essen aufhören, sobald die erlaubte Kalorienzahl erreicht ist. Leider ist der Appetit dann meist noch lange nicht gestillt.

Kommt der Entschluss zu einer Diät also dem Urteil gleich, in Zukunft ein hungriges Leben zu führen? „Nein“, sagt Dirk Schmidt. „Schlanksein ist eine Vorstellung, die als Ziel im Gehirn verankert werden muss.“ Der Motivationstrainer hält nichts davon, stoisch jede Kalorie zu zählen und gleichzeitig von Eiscreme und Schokolade zu träumen. Stattdessen rät er dazu, sich einfach mal in Gedanken auszumalen, wie es wäre, schon in diesem Moment schlank und sportlich zu sein. Denn damit fängt die mentale Neuprogrammierung des Körpers an. Wer schlank ist, bewegt sich anders als Übergewichtige. Die intensive gedankliche Vorstellung von Schlanksein weckt entsprechende Körpergefühle. Und mit ihnen erwacht die Lust, sich mehr zu bewegen und Sport zu treiben. Hier sieht Dirk Schmidt einen wichtigen Ansatzpunkt, die Motivation zum Abnehmen im Alltag lebendig zu halten. Freude an Sport und Bewegung – der Weg ist das Ziel. Auf die gleiche Weise lernt der Körper mit der Zeit auch, dass ein frischer Salat mindestens so gut wie eine Schweinshaxe schmeckt. Tatsächlich gelingt es durch ein mental verankertes Zielbild vom Schlanksein, die Hunger- und Sättigungssignale des Körpers richtig auszubalancieren. Mentales Abnehmen mag zwar länger dauern als manche Diät, dafür aber ist kein Jo-Jo-Effekt zu erwarten.

Motivation und finanzieller Wohlstand

Der Traum vom Reichtum liefert Stoff für ungezählte Kinofilme. Bei manchen Menschen erfüllt sich dieser Traum ganz einfach durch einen Lottogewinn.  Aber das sind nur sehr wenige, und ob sie mit ihrem Gewinn wirklich glücklicher sind als zuvor, ist keinesfalls garantiert. „Geld regiert die Welt, aber es sollte nicht unsere Gedanken regieren und noch weniger unser Unterbewusstsein“, gibt der Motivationstrainer zu bedenken. Finanzieller Wohlstand fange gleichwohl mit den richtigen Gedanken an: „Geld darf aber kein Selbstzweck sein, sondern sollte gedanklich stets an einen bestimmten Zweck gebunden sein“, so Schmidt weiter. Wichtig sei es dabei, dem eigenen Traum vom großen Geld genau auf den Grund zu gehen: Ist Reichtum vielleicht nur ein sekundärer Traum, hinter dem sich der Wunsch nach Anerkennung und Freundschaft verbirgt? Nur durch genaues Durchdenken der eigenen Wünsche und Motive verwandeln sich Träume in realistische Ziele. Egal, ob Eigenheim oder Altersvorsorge – Geld ist dabei immer nur Mittel zum Zweck. Wer diesen Zweck als positives Ziel in seinem Bewusstsein verankert hat, der geht auch disziplinierter und sparsamer mit diesem notwendigen Mittel um.

Disziplin? Das mag nicht jeder hören, weil es allzu sehr nach einer scheinbar altbackenen Tugend klingt. „Motivation auf dem Weg zum Ziel – das ist nichts Anderes als Disziplin“, stellt Schmidt klar. Und: „Echte Zufriedenheit muss bereits auf dem Weg empfunden werden, und nicht erst hinter dem Ziel.“ Beim Sparen stellt sich diese Zufriedenheit oft schon durch regelmäßiges Protokollieren der täglichen Ausgaben ein. Eine aktuelle Budgetübersicht ist der beste Schutz vor unbedachten Ausgaben. Anders als früher ist es heute aber nicht mehr notwendig, dafür allabendlich ein handschriftlich geführtes Kassenbuch zu Rate zu ziehen. Programme wie beispielsweise StarMoney bieten eine Liquiditätsvorschau und ein mitdenkendes Haushaltsbuch. Zusätzlich bieten spezielle Apps den ganzen Tag über Zugriff auf den aktuellen Kontostand. Auch da, wo die Gefahr am größten ist: unterwegs, wenn Kaufhäuser und Boutiquen zum Konsum verlocken. Ein schneller Blick aufs Smartphone schützt hier vor manchem Fehlkauf. Die bewusste Entscheidung gegen eine überflüssige Anschaffung löst Zufriedenheit aus, weil dies wieder ein kleiner Schritt war auf dem Weg zu einem größeren Ziel.

 

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