08.09.09Kommentieren

Vertrieb 2.0

Erfolgreicher Vertrieb über den eigenen Onlineshop

Viele Unternehmen, vor allem kleine und mittelständische, setzen auch in der heutigen Zeit noch ausschließlich auf traditionelle Vertriebswege. Dass dieses Vorgehen eindeutig der Vergangenheit angehört, belegen einmal mehr neueste Untersuchungen.

Der Vertrieb über E-Business-Modelle boomt.Der Vertrieb über E-Business-Modelle boomt.

Laut einer aktuellen Studie der TNS Infratest lag die Anzahl der deutschen Online-Käufer im Jahr 2008 bei rund 31 Millionen.

Diese Käufer steigerten den Umsatz im Web um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Rosige Zukunft

Die Zahlen des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (bvh) prognostizieren dem Onlinehandel auch für 2009 eine positive Entwicklung.

Unter den befragten Mitgliedern bewerteten 59 Prozent die aktuelle Geschäftslage als gut, und 67 Prozent beurteilten die künftige Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 sogar als noch besser.

Praxistipps für den Start Ihres neuen E-Business

Diese Ergebnisse sollten Sie ermutigen, Ihr Unternehmen fit für den „Vertrieb 2.0“ zu machen, auch wenn Sie bisher einer Vertrieb über dieses Medium kritisch gegenüberstanden.

Wir zeigen Ihnen deshalb, worauf es ankommt und was Sie für einen erfolgreichen Start im E-Business beachten müssen:

1. Wählen Sie ein passendes Shopsystem

Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Kategorien von Shopsystemen:

  • Kaufshops,
  • Mietshops und
  • Individuallösungen.

Kaufshops

Bei Kaufshops erwerben Sie einmalig eine Lizenz für ein bereits vorgefertigtes Shopsystem, das oft durch verschiedene Module und Konfigurationen im Funktionsumfang erweitert werden kann.

Der Betrieb des eigentlichen Shops obliegt jedoch Ihnen, Sie kaufen lediglich die Software.

Grundkenntnisse im programmiertechnischen Bereich sollten deshalb vorhanden sein.

Mietshops

Bei Mietshops verhält es sich ähnlich, wobei das komplette Shopsystem vom „Vermieter“ betrieben und unterhalten wird und die Kosten sich nach Artikelanzahl oder Umsatz staffeln.

Diese Variante ist demnach für Unternehmen mit geringen EDV-Kenntnissen und kleinerem Sortiment von Vorteil.

Individuallösungen

Individuallösungen sind die beste, wenn auch teuerste Lösung. Hier wird von einer Agentur ein maßgeschneiderter Shop anhand Ihrer Vorgaben konfiguriert und auf Wunsch auch betrieben.

Mit den meist höheren Kosten erhalten Sie hier aber eine hoch wettbewerbsfähige und professionelle Lösung.

Vergleichen Sie vorab die verschiedenen Möglichkeiten, indem Sie ein Lastenheft mit den wichtigsten Anforderungen an den Shop erstellen.

Durch individuelle Gewichtung der einzelnen Punkte bekommen Sie so eine Matrix, die Ihnen die Entscheidungsfindung deutlich erleichtert.

Auswahlkriterien

Vergleichen Sie die Systeme beispielsweise anhand folgender Kriterien:

  • E-Mail-Automatisierung
  • Personalisierung von Inhalten (Cross-Selling)
  • Leistungsfähigkeit der Suchfunktion
  • Spezielle B2B-Funktionen
  • Lieferkostenberechnung
  • Rechnungsstellung
  • Nutzerfreundlichkeit (Usability)
  • Schnittstellen (Abrechnung, Logistik, Datenbank)
  • Sicherheit (Verschlüsselung etc.)
  • Zahlungssysteme
  • Bannermanagement
  • Design- und Contentwerkzeuge
  • Erweiterbarkeit
  • Mehrsprachigkeit und Mehrwährungsfähigkeit
  • Anbindung an Marktplätze und andere Netzwerke
  • Preis
  • Referenzen
  • Analysewerkzeuge
  • Suchmaschinenfreundlichkeit (SEO)

2. Präsentieren Sie Ihre Produkte mit allen wichtigen Details

Eine detailgenaue Präsentation der Produkte ist gerade auf virtuellen Marktplätzen unabdingbar.

Da der Interessent hier im Gegensatz zu einem Ladengeschäft keine Möglichkeit hat, das Produkt genauer zu inspizieren, müssen die Beschreibungen und die Fotos so gut sein, dass keine Fragen offen bleiben.

Hierzu können Sie auch Bilder durch Videos, animierte Produktpräsentationen oder 360°-Ansichten ergänzen.

3. Schaffen Sie Vertrauen und Transparenz

Nachrichten über Abzocke im Internet verunsichern viele Nutzer. Setzen Sie deshalb genau hier an, beantragen und integrieren Sie Gütesiegel für Ihren Shop, die Ihre Authentizität garantieren.

Anerkannte Bezahlsysteme wie Click&Buy oder PayPal signalisieren Ihren Kunden ebenfalls, dass die Transaktionen über Ihren Shop sicher sind, und ermutigen so zum Kauf.

Die Transparenz und das Vertrauen lassen sich zudem mit Kundenrezensionen deutlich steigern.

Ermöglichen Sie es Ihren Kunden, offen sichtbare Bewertungen zu Produkten und zum Shop abzugeben.

Ein übersichtlicher Ausweis rechtssicherer AGBs und des Impressums ist in diesem Zusammenhang selbstverständlich.

4. Achten Sie auf eine einfache intuitive Bedienung und eine ansprechende Optik

Die Navigation innerhalb des Shops sollte schnell erkennbar und nachvollziehbar sein.

Versetzen Sie sich in die Lage eines neuen Interessenten, der Ihren Shop und Ihr Angebot nicht kennt. Eine intelligente Suche sollte ihm dabei helfen, auch mit geringen Informationen passende Ergebnisse zu bekommen.

Cross-Selling- und Personalisierungsfunktionen innerhalb des Shops sollen dem Interessenten das Stöbern in Ihrem Angebot erleichtern und gleichzeitig den Umsatz steigern (z.B. „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch…“).

Gestalten Sie das Design und die typografische Darstellung Ihrer Plattform im Rahmen Ihres Corporate Design so, dass auch ein längerer Aufenthalt des Kunden auf Ihrer Seite für dessen Augen angenehm bleibt.

5. Sorgen Sie dafür, dass Sie gefunden werden

Planen Sie Ihr Budget so, dass neben der Umsetzung des eigentlichen Onlineshops die Optimierung Ihrer Seite für Suchmaschinen professionell umgesetzt werden kann.

Durch das enorme Angebot im Web sind gute Platzierungen in Suchmaschinen, beispielsweise in Google, unabdingbar für Ihren Erfolg.

Nutzen Sie hierzu am besten die Hilfe professioneller Agenturen und Berater.

Partnerprogramme, sog. Affiliate-Netzwerke, sind regelrechte Beschleuniger Ihres Bekanntheitsgrads in der virtuellen Welt.

Diese Kooperationen ermöglichen es Ihnen, in kürzester Zeit durch die Einbindung auf zahlreichen Partnerseiten und Marktplätzen ein Maximum an Besuchern auf Ihre Seite zu locken.

6. Bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand

Um in diesem schnelllebigen Markt nachhaltige Erfolge zu sichern, sind permanente Aktualisierungen der technischen Umgebung sowie des Angebots zwingend erforderlich.

Bieten Sie Ihren Kunden stets einen Mehrwert, innovative Lösungen und zeitgemäße Standards.

7. Beziehen Sie Ihre Kunden ein – Communities und Web 2.0

Um sich vom Wettbewerb abzugrenzen, setzen moderne Unternehmen heute voll und ganz auf Web 2.0. Unter diesem Schlagwort versteht man interaktive Inhalte auf Internetseiten.

Ziel ist es, den Kunden zur Interaktion zu animieren. So können beispielsweise über Foren Probleme diskutiert, über Blogs Meinungen veröffentlicht oder sogar neue komplett neue Inhalte von Nutzern generiert werden.

Neuer Schub für den Vertrieb

Versuchen Sie, mit innovativen Ideen Ihren Onlineshop einzigartig in Ihrem Marktsegment zu machen. Zusätzliche Umsätze sind Ihnen so garantiert.

Volker Eser

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