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Unbeschränkte Steuerpflicht

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Das deutsche Steuerrecht kennt grundsätzlich drei verschiedene Arten der Steuerpflicht. Die wirtschaftlich und tatsächlich relevanteste ist hierbei die unbeschränkte Steuerpflicht. Diese entsteht durch einen Wohnsitz oder so genannten gewöhnlichen Aufenthalt im Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland. Wohnsitz in diesem Sinne bezeichnet allerdings nicht ausschließlich Wohnungen im klassischen Sinne, sondern den Aufenthalt in Räumlichkeiten, die zum dauerhaften Bewohnen geeignet sind. Erfasst sind damit also auch sesshafte Aufenthalte in Wochenendhäusern, Jagdhütten oder ähnlichen Einrichtungen. Ein gewöhnlicher Aufenthalt entsteht durch eine längere, grundsätzlich ununterbrochene Präsenz im Inland. Die Rechtsprechung geht hier von einer sechsmonatigen Aufenthaltsdauer aus, bejaht in Einzelfällen aber auch schon früher einen gewöhnlichen Aufenthalt.

Die Besonderheit der unbeschränkten Steuerpflicht ist ihre Rechtsfolge. Der unbeschränkt Steuerpflichtige ist mit seinem so genannten Welteinkommen im Inland steuerpflichtig, also mit allen Einkünften, die er erzielt. So muss etwa ein in Deutschland ansässiger Steuerpflichtiger seine Erträge aus einer amerikanischen Anlage im Inland versteuern. Daraus kann eine Doppelbesteuerung resultieren.



Zum Thema Unbeschränkte Steuerpflicht auf förderland:
Steuern und Steuererklärung – Ausführliche Informationen

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