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Steuerumgehung

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Die Steuerumgehung ist ein rechtliches Konstrukt zur Erfassung bestimmter Gestaltungssachverhalte. Damit ist die Steuerumgehung zunächst strikt von der Steuerhinterziehung zu trennen. Denn anders als diese ist die Steuerumgehung keine Straftat, beziehungsweise kein Straftatbestand! Die Rechtswirkung der Annahme einer Steuerumgehung ist vielmehr pragmatisch: die vorgenommene Gestaltung, die nach Ansicht der zuständigen Behörde oder bei gerichtlicher Überprüfung nach Rechtsauffassung des Gerichts eine Steuerumgehung darstellen soll, wird lediglich nicht anerkannt. Die Besteuerung wird also so vorgenommen, als ob die steuerumgehende Gestaltung nicht gewählt worden wäre. Maßgeblich ist somit in diesem Fall eine Gestaltung, die von der besteuernden Behörde als üblich angesehen wird.

Von einer Steuerumgehung in diesem Sinne spricht man immer dann, wenn ein Sachverhalt auf eine wirtschaftlich ungewöhnliche Weise gestaltet wird, und diese Gestaltung alleine der Minderung der Steuerlast dient. Ein früher relevanter Fall waren etwa - grundsätzlich nicht abzugsfähige - Unterhaltszahlungen, die als - abzugsfähige - Betriebsausgaben deklariert wurden. Steuern und Steuererklärung – Ausführliche Informationen


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