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Sollversteuerung

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Unter Sollversteuerung versteht man die Zahlung der Umsatzsteuer an das Finanzamt nach fiktiven Entgelten. Das bedeutet, dass ein Unternehmen die Umsatzsteuer für erbrachte Leistungen in dem Voranmeldezeitraum versteuern muss, in dem die Leistung erbracht und die Rechnung dafür erstellt wurde. Dabei ist es unerheblich, ob der Kunde die Forderung bereits beglichen hat oder nicht. Hier werden also Gelder an den Fiskus gezahlt, die oft noch gar nicht eingegangen sind.

Das bringt gerade kleine Unternehmen häufig in Liquiditätsschwierigkeiten, denn die Zahlungsmoral der Kunden ist in den letzten Jahren stetig gesunken. Vor allem Handwerk und Baugewerbe, aber auch Händler, die ihren Kunden großzügige Zahlungsfristen gewähren, sind von diesen Liquiditätsengpässen bedroht.

Kleine Unternehmen, die nicht der Buchführungspflicht unterliegen oder deren Jahres-Gesamtumsatz 125.000 Euro nicht übersteigt, können deshalb beim Finanzamt eine Versteuerung nach vereinnahmten Entgelten beantragen. Hier wird dann nur die Umsatzsteuer fällig, die das Unternehmen vom Kunden auch wirklich erhalten hat.



Zum Thema Sollversteuerung auf förderland:
Steuern - ausführliche Informationen
Umsatzsteuer - ausführliche Informationen
Lexikon: Umsatzsteuer

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