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Offene Rücklagen

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Offene Rücklagen sind ein spezielles bilanzrechtliches Institut, das vor allem im Körperschaftsteuerrecht relevant wird. Grundsätzlich bezeichnet man Umsatzüberschüsse aus wirtschaftlicher Tätigkeit dann als offene Rücklagen, wenn die entsprechenden Summen bilanziell für zukünftige Verwendung ins Eigenkapital der Gesellschaft überführt werden. Darin liegt der wesentliche Unterschied zu den ansonsten ähnlichen Rückstellungen. Ferner unterscheidet man zwischen offenen Rückstellungen, die - wie oben beschrieben - aus der Bilanz der Gesellschaft sichtbar werden und versteckten Rücklagen, die in der Bilanz nicht sichtbar werden und - ähnlich wie stille Reserven - aus nicht erfassten Wertveränderungen entstehen.

Die Bildung offener Rücklagen dient vor allem der Stärkung der Eigenkapitalbasis. Das so gebundene Kapital kann im Falle eines Liquiditätsengpasses wieder verflüssigt werden.

Steuerlich relevant ist die Bildung von offenen Reserven vor allem vor dem Hintergrund der Thesaurierungsbegünstigung der neuen Unternehmenssteuerreform. Danach werden thesaurierte - also in das Eigenkapital überführte - Gewinne der Gesellschaft mit einen speziellen, deutlich geringeren Steuersatz belegt.


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